Kärnten: Tierquälerei und Vorsätzliche Schädigung des Tier-und Pflanzenbestandes

vonSarah Gillhofer
AUGUST 24, 2021

Kühe - Symbolbild
© Kühe_Regionews_Symbolbild.jpg, regionews.at

Anfang Juli 2020 flog einem Mann aus dem Bezirk Wolfsberg ein heimischer Uhu auf dessen Balkon zu. Zwei Tage später konnte der Greifvogel, der in einer nahegelegenen Scheune Zuflucht gesucht hatte, von zwei Männern aus dem Bezirk Wolfsberg eingefangen werden.
Von den beiden Männern, welche auch Jäger sind, konnte festgestellt werden, dass der Vogel sehr geschwächt war und bei den Fängen unter dem "Geschüh" Madenbildung stattgefunden hat.
Bei der Entfernung des deutlich zu engen "Geschüh" konnte festgestellt werden, dass der Madenbefall bei den Fängen bis auf die Knochen und Sehnen fortgeschritten war.
Aufgrund der Schwere der Verletzungen verendete der Greifvogel im Beisein eines Tierarztes.
Im Zuge der sehr umfangreichen Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Kärnten, Ermittlungsbereich Umweltkriminalität, und der Polizeiinspektion St. Paul im Lavanttal ergab, dass der Uhu aus einer genehmigten Zucht aus dem Burgenland stammt und im Alter von ca. einem Monat, im Juli 2019, an einen Mann aus dem Bezirk Deutschlandsberg verkauft wurde.
Es konnte erhoben werden, dass der Vogel am 01. Mai 2020 von dort entflogen war.
Der Besitzer des Greifvogels gab an, dass er zwar eine Genehmigung habe einen solchen Vogel zu halten, jedoch nicht die Ausbildung dazu.
Er wird der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt.

Quelle: LPD Kärnten

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