Kärnten: Schwedische Botschafterin in der Landesregierung

vonRedaktion Salzburg
APRIL 13, 2024

Foto: LPD Kärnten/Krainz

LH Kaiser und LHStv.in Gaby Schaunig empfingen schwedische Botschafterin Annika Markovic zu einem Arbeitsgespräch – Zentrales Thema war die mögliche Zusammenarbeit zwischen Kärnten und schwedischen Regionen

KLAGENFURT. Mit der schwedischen Botschafterin Annika Markovic trafen Landeshauptmann Peter Kaiser und LHStv.in Gaby Schaunig heute, Freitag, zu einem Arbeitsgespräch in der Landesregierung zusammen. Die Botschafterin wurde von Honorarkonsulin Herta Stockbauer, Botschaftsrat Gunnar Vrang und einer Vielzahl von Vertreterinnen und Vertretern schwedischer Unternehmen begleitet.

Zentrales Thema des Gesprächs war insbesondere die Möglichkeit der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und zukünftige Partnerschaften zwischen Kärnten und schwedischen Regionen.

Kaiser begrüßte Markovic herzlich in der Landesregierung und präsentierte die wichtigsten politischen Kennzahlen und Eckdaten über Kärnten. „Unser Bundesland liegt am Schnittpunkt dreier Kulturen und rückt immer mehr ins Zentrum Europas“, so Kaiser, der besonders die Zusammenarbeit innerhalb der EUREGIO und die partnerschaftlichen, bilateralen Beziehungen mit Slowenien betonte. „Kärnten ist nach einer wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeit auf dem Weg nach vorne. Gerade im Industriebereich konnte Kärnten in den letzten Jahren nicht nur den Anschluss finden, sondern – etwa mit Infineon – auch zum Vorreiter werden“, informierte der Landeshauptmann. Wirtschaftliche Schwerpunkte Kärntens würden etwa im Bereich der grünen Industrie, des Tourismus und auch der Holzindustrie liegen, sagte der Landeshauptmann. Als eine große Herausforderung bezeichnete Kaiser die demografische Entwicklung. „Hier wollen wir dem Brain Drain einen Brain Gain entgegensetzen. Daher haben wir in Kärnten unter anderem den kostenfreien Zugang zu Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen ermöglicht. Auch die Entwicklungen im infrastrukturellen Bereich sind bedeutend. Mit der Fertigstellung der Koralmbahn wird ein großer Zentralraum zwischen Graz, Klagenfurt und Villach mit 1,1 Millionen Einwohnern entstehen“, so Kaiser. In Kombination mit den internationalen Verbindungen im Alpe-Adria-Raum würden sich damit große Chancen ergeben.

Schaunig gab insbesondere einen Überblick über die wirtschaftlichen Kennzahlen Kärntens. Sie verwies unter anderem auf die zahlreichen Forschungseinrichtungen und deren wichtige Impulse für Kärnten. „Wir wollen, dass Kärnten attraktiv für Innovationsbereiche ist und konnten die Zahl der Forscherinnen und Forscher hierzulande in den letzten Jahren verdreifachen. Auch bei den Betriebsansiedelungen sind wir das zweiterfolgreichste Bundesland nach Wien“, so Schaunig. Alle Kooperationsmöglichkeiten würden seitens Kärntens selbstverständlich unterstützt werden. „Kooperationen sind wichtig für Kärnten“, verwies die Landeshauptmann-Stellvertreterin etwa auf die Zusammenarbeit mit der Steiermark im Bereich der Mikroelektronik.

Markovic dankte für den herzlichen Empfang und den möglichen Austausch zwischen Politik und Vertreterinnen und Vertretern schwedischer Unternehmen. Sie wies darauf hin, dass zwischen Schweden und Österreich eine Partnerschaft im Innovationsbereich bestehe. Diese solle nicht nur auf der nationalen Ebene, sondern auch auf der Ebene der Bundesländer und schwedischen Regionen gelebt werden. „Ende Mai findet in Stockholm der nächste ‚Innovation Day‘ statt. Hier würde sich eine gute Möglichkeit für Kärnten ergeben, sich mit schwedischen Regionen zu vernetzen und interessante Partnerschaften zu finden. Das Interesse unter den Unternehmen ist groß, das zeigt auch die heutige Delegation“, so die Botschafterin.

Quelle: Land Kärnten

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