vonRedaktion International
MÄRZ 29, 2026
Wien
Wer zu Ostern mit seinem Haustier verreisen möchte, sollte frühzeitig mit der Planung beginnen. Neben Heimtierausweis, Impfungen und – je nach Reiseziel – einem Gesundheitszeugnis ist auch eine ausreichende Prophylaxe gegen Reisekrankheiten von großer Bedeutung.
Wer mit seinem Hund oder seiner Katze innerhalb der Europäischen Union verreisen möchte benötigt einen blauen EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung. “Hier gilt es zu beachten, dass eine Tollwutimpfung erst nach 21 Tagen gültig ist.” erklärt Ruth Jily, Leiterin des Wiener Veterinäramts. Tiere müssen daher rechtzeitig vor Reiseantritt geimpft werden.
Bei Reisen in Länder außerhalb der EU ist unter Umständen vor Reiseantritt ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis erforderlich. Zusätzlich muss mittels Blutuntersuchung die Wirksamkeit der Tollwutimpfung nachgewiesen werden. Dieser Nachweis ist insbesondere für die Wiedereinreise in die EU notwendig.
“Manche Länder verlangen darüber hinaus spezielle Parasitenbehandlungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums vor der Einreise. Die Anforderungen können recht detailliert sein. Urlauber*innen sollten sich daher unbedingt früh genug bei den zuständigen Behörden des Reiselandes über die geltenden Bestimmungen informieren, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.“ so Jily.
Ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis ist nach der Ausstellung 10 Tage lang gültig. Da der Andrang vor den Ferienzeiten erfahrungsgemäß hoch ist – im letzten Jahr wurden 763 Zeugnisse ausgestellt - sollte ein Termin rechtzeitig vereinbart werden. Das geht online unter: https://www.wien.gv.at/amtswege/amtstieraerztliches-gesundheitszeugnis). Zum Termin sind das Tier sowie sämtliche relevanten Dokumente und Nachweise mitzubringen.
Neben den rechtlichen Voraussetzungen sollte auch die gesundheitliche Vorsorge nicht vernachlässigt werden. „Es gibt zahlreiche Reisekrankheiten, die für Hunde mitunter schwerwiegende oder sogar tödliche Folgen haben können“, erklärt Manfred Hochleithner, Präsident der Landesstelle Wien der Österreichischen Tierärztekammer. „Ein umfassender Schutz gegen Zecken, Flöhe und – je nach Urlaubsland – auch gegen Sandmücken ist daher essenziell. In fast allen Ländern südlich von Österreich besteht das Risiko einer Herzwurm Infektion, daher sollte bereits vor der Reise mit einer entsprechenden Prophylaxe begonnen werden. Wie der Name sagt, leben diese Würmer im Herzen unserer Hunde, daher ist eine Behandlung einer erfolgten Infektion sehr aufwendig und gefährlich!
Nur der vorbeugende Schutz kann Ihren Hund wirklich schützen! Die Wiener Tierärzt*innen beraten individuell über die passenden Maßnahmen für das jeweilige Reiseziel.“
Quelle: Stadt Wien