Salzburg: OLEX.26 - Einsatzkräfte trainieren den Extremwetter-Ernstfall

vonRedaktion Salzburg
MÄRZ 06, 2026

Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold

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Länderübergreifende Katastrophenschutzübung in Salzburg und Tirol / 24 Partner beteiligt

(LK) Hunderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Salzburg und Tirol und in Summe rund 24 Partnerorganisationen arbeiten bei der OLEX.26, einer dreitägigen Katastrophenschutzübung, noch bis kommenden Freitag, den 6. März 2026, eng zusammen. Geübt wird ein Extremwetterszenario mit enormen Schneemengen, wie Salzburg es im Jänner 2019 schon erlebt hat.

Für Medien und Öffentlichkeit sichtbar ist an der länderübergreifenden Übung OLEX.26 vor allem die Feldübung in Hochfilzen morgen Freitag, bei der die Suche nach und die Rettung von im alpinen Gelände Verunfallten geübt wird. Parallel dazu läuft seit dem 4. März eine umfangreiche Stabsrahmenübung in den Landeseinsatzstäben und bei den Partnerorganisationen. Dort werden Lagebilder erstellt, Informationen aus den betroffenen Regionen zusammengeführt und Maßnahmen zur Bewältigung einer weiteren extremen Niederschlagswelle koordiniert. Ziel ist es, trotz massiver Schneemengen und bereits bestehender Schäden zentrale Bereiche wie Verkehr, Energieversorgung, Kommunikation und Versorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten.

Edtstadler: „Großer Einsatz für unsere Sicherheit.“

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler schaute den Mitgliedern des Salzburger Landeseinsatzstabes über die Schulter. Diese sind derzeit dabei in der Landesalarm- und Warnzentrale die fiktiven Maßnahmen zur Bewältigung der Extremwetterlage zu koordinieren. „Mein besonderer Dank gilt allen Frauen und Männern in den Einsatzorganisationen, in den Behörden und bei unseren Partnern, die hier mit großem Engagement und hoher Professionalität zusammenarbeiten. Solche Übungen sind von unschätzbarem Wert, weil sie helfen, Abläufe zu trainieren und im Ernstfall rasch und abgestimmt handeln zu können. Zu sehen, mit welcher Sorgfalt und Verantwortung hier gearbeitet wird, gibt ein sehr gutes Gefühl, dass wir für Krisensituationen bestens vorbereitet sind“, so Landeshauptfrau Karoline Edtstadler.

Mehr als 24 Organisationen beteiligt

Möglich ist eine so umfassende Katastrophenschutzübung wie OLEX.26 nur, wenn alle betroffenen Organisationen auch Personal und Zeit dafür zur Verfügung stellen. „Neben den Einsatz-, Hilfs- und Rettungsorganisationen sind Telekommunikation, Bildung, Energieversorgung, Bahn und Busverkehr, Wetterdienst und weitere Sachverständigendienste sowie die Bezirkshauptmannschaften und alle betroffenen Bereiche des Landes Salzburg mit eingebunden und ermöglichen uns eine realistische Darstellung und Aufarbeitung der Herausforderungen im Katastrophenfall. Insgesamt sind mehr als zwei Dutzend interne wie externe Organisationen oder Dienststellen beteiligt“, schildert Markus Kurcz.

Alle Lebensbereiche betroffen

Das realistische Übungsszenario umfasst vieles, das die Salzburgerinnen und Salzburger im Winter 2019 erlebt hatten. „Abgeschnittene Landesteile, gestrandete Touristen, angeschlagene und ausgefallene Infrastruktur. Mit diesen Szenarien müssen auch alle Partner der Übung umgehen und die dabei auftretenden Probleme auch lösen können“, so Markus Kurcz vom Katastrophenschutz des Landes und ergänzt: „Möglich ist so eine, alle Lebensbereiche umfassende Übung, nur durch den freiwilligen Einsatz von Partnern wie den Einsatzorganisationen, A1, Salzburg AG, Salzburg Netz, den Bezirkshauptmannschaften, ÖBB, Bildungsdirektion, Wildbach- und Lawinenverbauung, GeoSphere Austria und anderen.“

Pflicht und Kür

Das Übungsszenario wird in diesen Tagen auch genutzt, um bestehende Kommunikationswege zu testen und zu optimieren. Die Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung beispielsweise testet die Kommunikation mit den Gemeinden via Funkverbindung auf ihre Einsatzfähigkeit für den Ernstfall. Beim Roten Kreuz werden die Übungsszenarien in der Organisation kommuniziert und durchgespielt. So können alle Verantwortlichen die gesamte Übung und alle fiktiven Einsätze und Maßnahmen „mitleben“. Eine unbezahlbare Erfahrung für den Ernstfall.

Simulierter Hubschrauberabsturz in Hochfilzen

Spektakulär wird es morgen Freitag, den 6. März, bei der Realübung der OLEX.26 am Truppenübungsplatz Hochfilzen. Dort wird der Absturz zweier Hubschrauber mit mehreren Verletzten sowie einem zusätzlichen Lawinenabgang simuliert. Rund 200 Einsatzkräfte der Bergrettung, des Bundesheers, der Feuerwehr, des Roten Kreuzes sowie der Polizei üben das koordinierte Vorgehen in schwierigem Terrain. Zum Einsatz kommen unter anderem Hubschrauber des Landes Tirol, des Innenministeriums sowie des Bundesheers.

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Quelle: Land Salzburg

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