vonRedaktion Salzburg
OKTOBER 30, 2026
Copyright: Land Tirol/Hörmann
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Die Tourismusmobilität der Zukunft: Innovative Unternehmen präsentierten ihre Lösungen
Regelmäßige Erhebungen der Tirol Werbung zeigen, dass der Großteil aller Gäste in Tirol mit dem Pkw anreist. Damit die klimaschonende Anreise und Vor-Ort-Mobilität möglichst komfortabel und unkompliziert wird, haben Land Tirol, Tirol Werbung und Verkehrsverbund Tirol (VVT) die Initiative „Mobility & Tourism Innovations“ ins Leben gerufen. Unterstützt werden sie dabei von den beiden auf Tourismusmobilität spezialisierten Unternehmen POINT& und vionmo. Das Ziel: marktreife Lösungen aus ganz Europa nach Tirol bringen und mit dem heimischen Tourismus vernetzen. Gestern, Mittwoch, präsentierten sich 16 Unternehmen im Innsbrucker Landhaus. Neben der Vorstellung der Produkte und Dienstleistungen stand vor allem der Austausch mit den rund 150 VertreterInnen verschiedener Stakeholder, darunter zahlreiche AkteurInnen aus dem Tiroler Tourismus, im Vordergrund. Der weitere Prozess, um die Projekte konkret in ausgewählten Regionen umzusetzen, wird von der Tirol Werbung begleitet.
„Wir suchen nach Möglichkeiten, unseren Gästen eine klimaschonende Anreise mit Bus oder Bahn anzubieten und sie gleichzeitig durch Qualität zu überzeugen. Dafür müssen Buchung sowie Angebot einfach und flexibel sein. Es muss möglich sein, in der Urlaubsregion für Aktivitäten von Ort zu Ort zu kommen und es braucht Lösungen für den Transport von Gepäck. Die Entscheidung für den öffentlichen Verkehr statt dem Auto fällt dann, wenn die klimaschonende Anreise bequem und unkompliziert ist“, zeigt sich Tirols Mobilitäts- und Verkehrslandesrat René Zumtobel überzeugt.
Tourismuslandesrat Mario Gerber: „Unser Ziel ist es, die Anreise für unsere Gäste so einfach und attraktiv wie möglich zu gestalten, die Aufenthaltsqualität weiter zu verbessern und gleichzeitig eine nachhaltigere Mobilität im Tourismus zu fördern. Die zum Mobility & Tourism Salon eingeladenen Unternehmen aus ganz Europa haben gezeigt, dass es eine breite Palette an Möglichkeiten gibt, die Tourismusmobilität durch digitale Angebote, KI-gestützte Plattformen oder innovative Verkehrsmittel zu wandeln.“
16 Lösungen suchen PartnerInnen zur Umsetzung
Auf den europaweiten Aufruf von Mobility & Tourism Innovations im heurigen Jahr reagierten 80 Unternehmen aus 19 Ländern. Einreichungen waren in vier Kategorien möglich: „Gepäck neu denken“, „Intelligente Last Mile Lösungen“, „Information von Tür zu Tür“ und „Wildcard“. Wesentlich war dabei auch, dass die Vorschläge bereits umsetzungsreif ausgearbeitet, finanziell tragfähig und für verschiedene Zielgruppen geeignet sind. 16 durch eine Jury ausgewählte Unternehmen konnten sich gestern im Landhaus bei einer interaktiven Ausstellung präsentieren und vernetzen, die besten sechs stellten ihre Projekte auf der Bühne vor und erhielten zum Abschluss eine Urkunde. Details zu den vorgestellten Unternehmen finden sich in den Medienunterlagen im Downloadbereich.
Umrahmt wurde das Event von einer Keynote zum Thema „Zukunftssichere und barrierefreie Mobilität im Tiroler Tourismus“ von Claudia Falkinger, Geschäftsführerin von POINT&, sowie einer Podiumsdiskussion. Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stand die Frage, wer die Tourismusmobilität in Tirol bis 2030 gestaltet und welche Verantwortlichkeiten es gibt.
VVT-Geschäftsführer Alexander Jug nahm ebenfalls am Event teil und unterstreicht: „Wir wollen die öffentliche Mobilität für unsere Gäste so attraktiv wie möglich gestalten. Deshalb investieren wir laufend in bessere Verbindungen, dichtere Takte, digitale Services und attraktive Gästemobilitätsangebote. Unser Ziel ist klar: Wer nach Tirol kommt, soll auch ohne eigenes Auto bequem mobil sein.“
Matchmaking und Prozessbegleitung – so geht es weiter
Der „Mobility & Tourism Salon“ ist auch Auftakt für die konkrete Umsetzungsphase. Nachdem das erste „Matchmaking“ zwischen Unternehmen und Tourismusverbänden bzw. -betrieben gestern im Landhaus stattgefunden hat, werden ausgewählte Projekte mit dem größten Umsetzungspotenzial durch eine Finanzierung der Tirol Werbung von ExpertInnen bei der Implementierung unterstützt.
„Die Tirol Werbung arbeitet seit langem an einer nachhaltigen Tourismusmobilität für unser Land. Wenn mehr Gäste öffentlich anreisen und sich vor Ort mit Öffis bewegen, profitiert davon auch die heimische Bevölkerung sowie die Natur. Die präsentierten Lösungen reichen von technologischen bis zu sozialen Innovationen. Dabei freut uns besonders, dass viele auch die Barrierefreiheit mitdenken“, fasst Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler zusammen. „Damit aus guten Ideen konkrete Angebote werden, begleiten wir bis zu fünf vielversprechende Pilotvorhaben von Dezember bis Ende Februar mit Coaching, Unterstützung bei Förderungen, Vernetzung mit Partnerinnen und Partner, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern sowie einem konkreten Fahrplan für die Umsetzung.“
Benjamin Kneisl, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Tiroler Tourismusverbände (VTT), unterstreicht: „Unsere Gäste sind auch vor Ort gern mit Bus und Bahn unterwegs – im Sommer wie im Winter deutlich häufiger als im übrigen Österreich (ohne Wien). Das bestätigt, was wir gemeinsam leisten: Die Tiroler Tourismusverbände investieren jährlich weit mehr als zehn Millionen Euro in den öffentlichen Verkehr. Davon profitieren Einheimische und Gäste gleichermaßen. Gleichzeitig steht Tirol vor neuen Mobilitätsfragen – von Carsharing bis zum autonomen Fahren –, die wir aktiv mitgestalten.“
Quelle: Land Tirol