vonRedaktion Salzburg
OKTOBER 30, 2026
Tirol
Frauengesundheitsstraße macht auf geschlechterspezifische Unterschiede aufmerksam
Ein Schlaganfall kann jeden treffen – Frauen ebenso wie Männer. Anlässlich des heutigen Weltschlaganfalltags rückt das Land Tirol auch die geschlechterspezifischen Unterschiede bei einem Schlaganfall in den Fokus. Denn Frauen haben ein höheres Risiko, im Laufe ihres Lebens einen Schlaganfall zu erleiden. Das liegt vor allem daran, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben und das Schlaganfallrisiko im Alter ansteigt. Auch die Symptome können sich unterscheiden: Neben typischen Warnzeichen von hängendem Mundwinkel über plötzlich auftretende Sprachstörungen bis hin zu einer einseitigen Lähmung von Arm oder Bein, können bei Frauen beispielsweise Kopf- oder Gliederschmerzen, Übelkeit oder Verwirrtheit auftreten. Bei solchen untypischen Symptomen kann es länger dauern, bis der Verdacht eines Schlaganfalls erkannt wird.
Die Frauengesundheitsstraße des Landes Tirol setzt genau hier an: Sie macht Frauengesundheit sichtbar, informiert über geschlechterspezifische Unterschiede und ermöglicht einen niederschwelligen Zugang zu Vorsorge und Beratung. Zum Beispiel mit der Messung des Lipoprotein(a)-Werts zur individuellen Einschätzung des Risikos für Gefäßverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall. Den nächsten Halt macht die Frauengesundheitsstraße am 11. November in den Stadtgalerien in Schwaz, am 12. November im FMZ in Imst und am 20. November im Alten Kino in Landeck. Interessierte können ohne Voranmeldung kostenlose Gesundheitschecks durchführen und sich zu zahlreichen Themen der Frauengesundheit informieren.
Eigene Gesundheit im Blick behalten
„Ein Schlaganfall ist immer ein medizinischer Notfall. Umso wichtiger ist es, Warnzeichen zu kennen und rasch zu handeln. Gerade bei weniger typischen Symptomen besteht die Gefahr, dass ein Schlaganfall nicht sofort erkannt wird. Mit der Frauengesundheitsstraße schaffen wir ein niederschwelliges Angebot, das über gesundheitliche Risiken von Frauen aufklärt, die Vorsorge stärkt und Frauen dabei unterstützt, ihre Gesundheit bewusst im Blick zu behalten“, betont Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele.
„Frauen und Männer können bei Erkrankungen unterschiedliche Risikofaktoren, Symptome und Krankheitsverläufe aufweisen. Diese Unterschiede müssen stärker beleuchtet werden. Mit der Frauengesundheitsstraße bringen wir Beratung und Information direkt zu den Menschen vor Ort. Unser Ziel ist es, Frauen in allen Lebensphasen zu stärken, Hemmschwellen abzubauen und ihnen einen einfachen Zugang zu Informationen und Unterstützungsangeboten zu ermöglichen“, erklärt Frauenlandesrätin Eva Pawlata.
Frauengesundheitsstraße: von der Blutdruckmessung bis zur Stammzellspende
Bei zehn interaktiven Stationen stehen ExpertInnen der tirol kliniken, der Medizinischen Universität Innsbruck, der fh gesundheit, der Psychosozialen Zentren Tirol, des Vereins „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“ und von avomed – Arbeitskreis für Vorsorgemedizin und Gesundheitsförderung in Tirol für Fragen sowie für kostenlose Gesundheitschecks zur Verfügung.
Alle Termine sowie weitere Informationen, Angebote und Veranstaltungen zur Frauengesundheit finden sich unter www.tirol.gv.at/frauengesundheit.
Quelle: Land Tirol