Klimt-Foundation startet die Vortragsreihe „Salon Gustav Klimt“

vonOTS
MÄRZ 16, 2023

Foto: ÖNB

Gustav Klimts Netzwerk und seine impulsgebenden Verbindungen stehen ab dem Frühjahr 2023 im Fokus regelmäßiger Forschungsdiskurse

Namhafte Wissenschaftler:innen aus dem In- und Ausland präsentieren auf Einladung der Klimt-Foundation ab März 2023 im Diskursformat „Salon Gustav Klimt“ neueste Forschungserkenntnisse zu Gustav Klimt und dem Wien des Fin-de-siècle. Klimts vielfältige Vernetzungen mit den Künstler:innen seiner Zeit trugen – ganz im Sinne des Gesamtkunstwerkes – wesentlich zur Schöpfungskraft der Kunstwelt im Wien um 1900 bei. Mit Blick auf die bekannte Salonkultur in Klimts Umfeld greift die Klimt-Foundation zum zehnjährigen Bestand der gemeinnützigen Privatstiftung diese Tradition auf und lädt zu einem breitgefächerten, wissenschaftlichen Diskurs. Im Fokus der ersten Termine steht der inspirierende Austausch des Künstlers mit Joseph Urban, Carl Moll, Carl Otto Czeschka und Josef Hoffmann.

Neben unserer wissenschaftlichen Publikationstätigkeit haben wir im vergangenen Jahr nicht nur das erste Klimt-Symposium, sondern auch die weltweit abrufbare Online-Datenbank zu Klimts Gemälden, Autografen und Fotografien ins Leben gerufen. Gustav Klimt war stets gern gesehener Gast bei den bekannten Salonièren seiner Zeit – es freut uns sehr, dass wir als Referenz auf diese Tradition unser Rooftop nun für dieses Salon-Format öffnen und eine Bühne für wissenschaftliche Diskurse bieten können.

Den Auftakt bildet am Mittwoch, den 22. März 2023, der Vortrag über Joseph Urban. Architekt und Illustrator in Österreich und Amerika von Dr. Markus Kristan, ehemaliger Kurator der Architektursammlung in der Albertina, Wien. Neben Urbans Rolle als Gründungsmitglied des Hagenbundes, für den er auch mehrere Ausstellungen gestaltete und die Ausstellungshalle in der Zedlitzgasse konzipierte, zählt in der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien der Rathauskeller zu den renommiertesten Projekten des Allgestalters. Darüber hinaus zeichnete er für Ausstattungen der großen Wiener Bühnen verantwortlich und war Erstbesitzer von Gemälden von Gustav Klimt. 1911 emigrierte Urban in die USA, wo er als Architekt vornehmer Villen und Ausstattungschef der Metropolitan Opera in New York reüssierte. Er prägte mit seinen Schöpfungen maßgeblich den amerikanischen Art déco und trat zudem als Förderer und „Vermarkter“ der Wiener Werkstätte im US-amerikanischen Raum auf.

Eine Anmeldung zu diesem Vortrag ist noch bis 21. März 2023 über die Website der Klimt-Foundation möglich.

Weitere impulsgebende Verbindungen, die im Fokus der ersten Forschungsdiskurse stehen, sind:

Mittwoch, 26. April 2023 | 19.00 Uhr
Carl Moll. „Klimts rabiatester theoretischer Verfechter“. Molls Beitrag zum „Mythos“ Klimt
Dr. Cornelia Cabuk - ehem. wiss. Mitarbeiterin, Belvedere, Wien

Mittwoch, 31. Mai 2023 | 19.00 Uhr
Farbig bewegte Formen in Gustav Klimts letzter Schaffensphase und Carl Otto Czeschkas Tapisserie zu Tausendundeiner Nacht
Mag. Irene Pelka - wiss. Mitarbeiterin, Kunsthistorisches Institut, Universität Bonn

Mittwoch, 21. Juni 2023 | 19.00 Uhr
Paarlauf für die Wiener Moderne. Gustav Klimt und Josef Hoffmann als Reformer der grafischen Künste und der Raumkunst in Secession und Wiener Werkstätte
Dr. Rainald Franz - Kustos Sammlung Glas & Keramik, MAK, Wien

Die Plätze sind begrenzt und es wird um verbindliche Anmeldung gebeten: https://www.klimt-foundation.com/de/vortraege


Quelle: OTS

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