vonRedaktion International
APRIL 18, 2026
Polizeiauto - Symbolbild
HiPP ruft wegen Manipulationsverdacht bestimmten Artikel zurück / Soziallandesart Fürweger appelliert an Haushalte und Einrichtungen
(LK) Am späten Freitagabend hat HiPP Österreich über einen sofortigen Produktrückruf informiert. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein Artikel derart manipuliert worden sei, dass sich ein gefährlicher Stoff darin befinde. Der für die Lebensmittelaufsicht und den Konsumentenschutz zuständige Landesrat Wolfgang Fürweger warnt, dass nicht nur Säuglinge betroffen sein könnten.
HiPP ruft vorsorglich sein gesamtes Babykostgläschen-Sortiment bei Spar Österreich zurück. In einer Mitteilung des Herstellers um 22.47 Uhr am Freitag heißt es, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass durch Manipulation in den Artikel „HiPP Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel“ 190 Gramm ein gefährlicher Stoff eingebracht wurde. Der Verzehr eines solchen Gläschens könne lebensgefährlich sein. Alle Kundinnen und Kunden, die die Produkte gekauft haben, können diese im nächstgelegenen Spar-, Eurospar- sowie Interspar-Markt oder Maximarkt zurückgeben. Den Kaufpreis bekommen Kundinnen und Kunden auch ohne Kassabon rückerstattet. Nach derzeitigen Informationen seien die in Frage kommenden Produkte mit einer am Glasboden angebrachten Markierung in Form eines weißen Aufklebers mit einem roten Kreis erkennbar. Der HiPP Elternservice Österreich ist unter der Nummer +43 7612 76577-104 erreichbar.
Fürweger: „Vulnerable Gruppen sensibilisieren“
Der für die Lebensmittelaufsicht und den Konsumentenschutz zuständige Landesrat Wolfgang Fürweger betont, dass die formale Zuständigkeit beim Marktamt der Stadt Salzburg liege. Man arbeite mit den Behörden eng zusammen. Die in Frage kommenden Produkte würden aber nicht nur Säuglinge betreffen. Auch ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen könnten den betreffenden Artikel gekauft haben bzw. sei es nicht ausgeschlossen, dass die Gläschen auch in Pflege- und Betreuungseinrichtungen verzehrt werden könnten. „Hier ist besondere Sensibilität bei vulnerablen Gruppen notwendig“, sagt Fürweger und appelliert an Haushalte und Einrichtungen, ihre vorhandenen Produkte zu prüfen und umgehend auszusondern.
Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260418_80 (hei/sm)
Quelle: Land Salzburg