Graz Museum digitalisiert

vonRedaktion International
JUNI 15, 2022

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In Graz treffen Tradition und Moderne aufeinander – das zeigt sich bereits im Stadtbild. Historische Gebäude wie der Uhrturm bilden einen starken Kontrast zur modernen Architektur der Murinsel oder dem Kunsthaus. Mit innovativen Konzepten punktet die steirische Hauptstadt in vielen Bereichen und wird als eine der fortschrittlichsten Regionen Österreichs gesehen. Das Graz Museum spiegelt dies ebenfalls wieder, vor allem in seinen Bemühungen Richtung Digitalisierung. Viele Angebote des Museums können mittlerweile online genutzt werden und stehen Usern sogar kostenlos zur Verfügung!

Online Alternativen wachsen

Das Internet ist heute nicht mehr nur Informationsquelle und Kommunikationstool, sondern ist auch maßgeblich an der Freizeitgestaltung vieler Menschen beteiligt. Für viele Hobbys und Leidenschaften gibt es inzwischen Online Alternativen, die Zeit sparen können und besonders unkompliziert sind. Musikliebhaber können bspw. Streams und Online Konzerte besuchen, statt sich in eine vollgepackte Arena zu begeben, und ihre Lieblingskünstler in den eigenen vier Wänden live miterleben. Um die Erfahrung noch zu steigern, werden sogar Konzerte in VR-Spielen oder -Applikationen veranstaltet, bei denen sich virtuelle Besucher mit einem Avatar in die Menge stellen können. Wie das aussehen kann, zeigt z. B. das 360-Grad-VR-Konzert Muse: Enter The Simulation, das Fans kostenlos im Netz zur Verfügung gestellt wurde.

Ein anderes Beispiel ist der Besuch im Casino, für den es heute zahlreiche Online Alternativen gibt. Klassische Spielbanken gibt es in Österreich nur in größeren Städten, Spieler können allerdings von überall auf Online Casinos zugreifen. Dort werden digitale Versionen von Spielautomaten oder Tischspielen angeboten, die mit unterschiedlichen Designs und Gameplay-Variationen ausgestattet wurden. Einige Plattformen bieten außerdem freispiele online an, die einfach mit einem Demo-Guthaben gespielt werden können. Dabei kann der Nervenkitzel der Spiele genossen werden, ohne dass Spieler eine Anmeldung oder Einzahlung tätigen müssen. Die Auswahl an Online Alternativen ist beinahe endlos. Von der Yoga-Session im Stream bis zum Kochkurs nach Online Anleitung findet man mittlerweile einfach alles. Im Kulturbereich ziehen nun auch immer mehr Museen mit und bieten Ausstellungen im virtuellen Raum an. Vom 3D-Rundgang bis zu digitalisierten Sammlungen ist alles mit dabei.

Graz Museum als Vorreiter

In Hinblick auf die Digitalisierung hat das Graz Museum bereits jede Menge geleistet. Verschiedene virtuelle Projekte können von Usern kostenlos angesehen und erlebt werden. Das Projekt Becoming Urban beschäftigt sich bspw. mit der Verstädterung von Graz und zeigt in einer Animation der Landkarte, wie sich die Region über die letzten Jahrhunderte verändert hat.

Die Dauerausstellung 360 GRAZ. Eine Geschichte der Stadt ist ein besonderes Highlight im virtuellen Programm des Museums. Besucher können auf der Plattform zwischen verschiedenen Epochen wählen und werden zu virtuellen Ausstellungsbereichen weitergeleitet. Jede Epoche wird mit unterschiedlichen Medien aufbereitet, z. B. mit Text, Audiodateien, Videos und interaktiven Landkarten. Viele Kunstwerke können außerdem in hochauflösenden Fotografien bewundert werden.

Wer sich für das moderne Graz interessiert, findet außerdem die digitale Ausstellung Schau Graz. 426 Standpunkte zur Situation der Stadt auf der Website des Museums. Diese zeigt in 426 Fotografien, die entlang von Routen des öffentlichen Verkehrs aufgenommen wurden, wie Graz momentan aussieht und welche unterschiedlichen Faktoren das Stadtbild beeinflussen.

Das Museum hat außerdem seine Postkartensammlung digitalisiert und stellt diese online für Interessenten zur Verfügung. Postkarten zeigen, wie Regionen in der Vergangenheit für den Tourismus dargestellt wurden und sind damit interessante Dokumente und Aufzeichnungen der Vergangenheit. Von malerischen Aufnahmen der Grazer Innenstadt über nächtliche Schwarz-Weiß-Fotografien einzelner Straßen findet man hier alles mögliche. Viele der Postkarten sind außerdem beschrieben und erzählen damit eigene Geschichten.

Mit dem Archiv Topothek Graz hat das Museum außerdem einen Raum geschaffen, in dem private Schätze Teil der Ausstellungswelt werden können. Darin werden verschiedenste Bilder und Dokumente in digitaler Form gesammelt, die über die Grazer Geschichte erzählen und Dinge dokumentieren, die in den historischen Aufzeichnungen nicht zu finden sind. Auf der Plattform geben Besucher einfach Schlagworte und Jahresdaten ein und können Bilder und Informationen zu verschiedensten Themen finden, die etwas mit der Vergangenheit von Graz zu tun haben. Damit schafft das Museum einen interaktiven Raum, bei dem Kollaborationen mit der Bevölkerung möglich werden.

Das Graz Museum besticht mit einer Vielzahl an digitalen Inhalten, die kostenlos auf der Website zur Verfügung gestellt werden und von überall auf der Welt abgerufen werden können. Wer mehr über die Stadt und ihre Geschichte lernen möchte, findet zahlreiche Dauerausstellungen, die Graz auf innovative Weise vorstellen.


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