Salzburg: Einigung bei Strukturpaket für die Landeskliniken

vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 17, 2026

Foto: Land Salzburg/Büro Gutschi

Langfristige Verlängerung der Betriebsvereinbarung / Schrittweise Umsetzung der Verbesserungen für Mitarbeitende

(LK) Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi und der Zentralbetriebsrat der Salzburger Landeskliniken haben sich heute nach sehr konstruktiven Gesprächen auf die weitere Vorgehensweise bei der Betriebsvereinbarung und dem Strukturpaket für die Salzburger Landeskliniken (SALK) geeinigt.

Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi, Zentralbetriebsrätin Sabine Gabath und Ärztevertreter Reinhard Bittner (beide SALK) haben sich heute auf ein Strukturpaket geeinigt.

Die Regierungsklausur in der vergangenen Woche hatte zu der möglichen schrittweisen Umsetzung dieses Strukturpakets grundsätzlich grünes Licht gegeben. Zentraler Punkt: Der Betriebsrat zieht die Kündigung der Betriebsvereinbarung zurück und ermöglicht – wie bisher üblich – jedenfalls bis zum Jahr 2030 Journaldienste über 24 Stunden. Dadurch werden mögliche Leistungseinschränkungen, die ab Mai durch den Wegfall der 24-Stunden-Dienste gedroht hätten, verhindert. Dafür werden in einem ersten Schritt Journaldienstpauschalen erhöht und Pflegeausbildungen finanziell aufgewertet.

Gestaffelte Umsetzung spart 20 Millionen

Bei den Budgetverhandlungen hatte die Landesregierung im Herbst zunächst die Stopptaste beim Strukturpaket gedrückt. Nun lässt sich aber durch eine auf drei Jahre gestaffelte Umsetzung der Maßnahmen, durch die das Land Salzburg rund 20 Millionen Euro im Vergleich zur ursprünglich geplanten Umsetzung spart, die Finanzierung darstellen.

Gutschi: „Einigung auf priorisierte Umsetzung“

Landesrätin Daniela Gutschi betont: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Salzburger Landeskliniken stellen durch ihren Einsatz rund um die Uhr die bestmögliche Gesundheitsversorgung für die Salzburgerinnen und Salzburger sicher. In den vergangenen Jahren haben wir viele offene Stellen besetzt. Trotzdem arbeiten in vielen Bereichen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weit mehr als 40 Wochenstunden, um die Versorgung aufrecht zu erhalten. Diese Leistungsträgerinnen und Leistungsträger wollen wir unterstützten und Anreize schaffen, um die Last besser aufteilen und das System weiter stärken zu können. Unter diesem Gesichtspunkt haben wir uns auf eine stufenweise und priorisierte Umsetzung der Maßnahmen aus dem Strukturpaket geeinigt“.

Versorgungssicherheit wichtigstes Anliegen

Für die Vertreterinnen und Vertreter des Zentralbetriebsrates der Salzburger Landeskliniken war und ist die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung ein wesentliches Anliegen. In diesem Sinne habe man sich auf eine ausgewogene und langfristige Umsetzung der Maßnahmen geeinigt, die alle Berufsgruppen und Bereiche, insbesondere auch die Pflege betreffe.

Wie der Stufenplan im Detail aussieht

Bei der Entwicklung des Strukturpakets wurde vor allem Wert auf Rekrutierung und Bindung von Personal im öffentlichen Gesundheitsbereich gelegt. Heuer werden Journaldienstpauschalen zur Absicherung der Dienstplanstabilität und spezialisierte Pflegeausbildungen wie beispielsweise Pädiatrie, Anästhesie und OP-Pflege aufgewertet. Hierfür werden aus dem laufenden Budget zwei Millionen Euro investiert. Im kommenden Jahr 2027 werden die Karrieremodelle von Ärzten an andere Bundesländer angepasst, um auch im Bereich der Mangelfächer konkurrenzfähig zu sein. Hier werden 2,5 Millionen Euro aufgebracht. Im letzten Umsetzungsschritt im Jahr 2028 werden Maßnahmen zur Attraktivierung der Journaldienste für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen im Umfang von rund 5 Millionen umgesetzt.

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Quelle: Land Salzburg

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