vonRedaktion Salzburg
MÄRZ 02, 2026
Foto: Land Salzburg/Franz Neumayr
Foto: Land Salzburg/Franz Neumayr
Samson, Trachtenfrauen, Heimatvereine, Schützen, Chöre und Musikkapellen sind angetreten / 3.600 aktive Mitglieder in 63 Vereinen
(LK) Für Schaulustige aus nah und fern hat sich heute in Ramingstein ein außergewöhnliches Bild geboten. Die Prangerschützen Mauterndorf starteten mit einem Ehrensalut, danach folgten zwölf Trachtenfrauengruppen, zwei Chöre, zahlreiche Abordnungen der Heimatvereine und der Ramingsteiner Samson sowie die örtliche Trachtenmusikkapelle. Gemeinsam mit dem Vorstand der Lungauer Volkskultur und den Ehrengästen bildeten sie den Festzug für den 60. Jahrtag. Gemeinsam haben sie gezeigt, wie vielfältig das Brauchtum und die Tradition im Bezirk sind.
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 60. Jahrtags der Lungauer Volkskultur hat der Festtag heute bereits früh am Morgen mit einem Gottesdienst begonnen. Im Anschluss an die Messe folgte der Festumzug. Insgesamt zählt die Lungauer Volkskultur derzeit rund 3.600 aktive Mitglieder in 63 Vereinen.
Aigner: „Volkskultur ist prägend für den Lungau.“
Landesrat Maximilian Aigner kennt die Lungauer Volkskultur aus erster Hand, ist er doch Mundartreferent im Vorstand. „Die 3.600 aktiven Mitglieder sind eine wichtige Säule im Bezirk und prägen die 15 Gemeinden zwischen Radstädter Tauern und Katschberg. Mit viel Liebe werden Trachten oder Uniformen gepflegt und das Wissen zu Bräuchen und Traditionen an Söhne und Töchter oder Enkelkinder weitergegeben. Die Volkskultur ist für die Mitglieder nicht nur Hobby, sondern ihre Leidenschaft, die sie mit viel Herzblut und jahrzehntelangem ehrenamtlichem Engagement mit Leben füllen. Dabei wird die Jugend stark eingebunden. Sie ist Teil dieser großen Familie“, so Aigner beim Jahrtag in Ramingstein.
Kocher: „Enger Zusammenhalt in Ramingstein.“
Für Bürgermeister Leonhard Kocher ist der heutige Jahrtag eine Premiere. „Ich kann mich nicht erinnern, dass der Jahrtag in der jüngeren Vergangenheit in Ramingstein stattgefunden hat. Viele Einwohnerinnen und Einwohner sind heute auf den Beinen und helfen bei der Organisation mit. Egal ob Musi, Tanzgruppe, Samson-Gruppe oder Trachtenfrauen – bei uns funktioniert der Zusammenhalt und das Vereinsleben noch sehr gut. Die Vereine haben keine Nachwuchssorgen“, berichtet Kocher, der als Gastgeber im Jagglerhof auch für die Verköstigung der Festgesellschaft zuständig ist.
Das Herz im Lungau schlägt für die Volkskultur
Wolfgang Eßl ist seit sieben Jahren Obmann der Lungauer Volkskultur. Der Mauterndorfer sieht eine positive Bilanz der vergangenen Jahre. „Ein Höhepunkt war das Fest der Lungauer Volkskultur im September 2023 anlässlich der Markterhebung von Mariapfarr. Es sind damals rund 5.000 Zuschauer gekommen, knapp 1.900 Personen sind aufmarschiert. In dieser Dimension gibt es diese Feste nur im Lungau. Alle sechs Jahre haben wir im Schnitt ein Gaufest abgehalten. Vor allem die Zusammenarbeit unter den Verbänden ist vorbildlich. Egal welche Gemeinde das Fest ausrichtet, alle helfen mit – die Geschlossenheit ist sehr groß“, so Eßl und ergänzt: „In die Zukunft blicke ich voller Zuversicht. Wir sind bestens aufgestellt und haben uns immer frühzeitig um Nachwuchs bemüht.“
760 Musiker spielen im Lungau auf
Einen Tag vor dem 60. Jahrtag der Lungauer Volkskultur hat Landesrat Maximilian Aigner am Samstagabend bei der Jahreshauptversammlung des Lungauer Blasmusikverbandes teilgenommen. Bezirkskapellmeister Günther Binggl informiert: „Wir haben derzeit 16 Mitgliedskapellen mit rund 760 Musikern, 45 Prozent sind Damen. Der Altersschnitt liegt bei zirka 28 Jahren. Der Höhepunkt findet Anfang September in Thomatal statt. Beim Bezirksmusikfest werden alle 16 Kapellen teilnehmen. Besonders erfreulich ist die Ausbildung unseres Nachwuchses. Mit dem Musikum läuft die Zusammenarbeit vorbildlich – die Qualität ist sehr gut.“ Bezirksobmann Karl Macheiner ergänzt: „Bereits am 7. März können sich Kinder und Jugendliche im Bezirk sowie von außerhalb beim Regionalwettbewerb ‚Musik in kleinen Gruppen‘ messen. Bei der Veranstaltung des Salzburger Blasmusikverbandes werden junge Talente gezielt gefördert.“
Quelle: Land Salzburg