Österreich: Bundesheer zieht Bilanz über das Jahr 2025

vonOTS
MÄRZ 17, 2026

Foto: HBF/Carina Karlovits

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Steigende Nachwuchszahlen, zahlreiche Einsätze und Fortschritte bei der Modernisierung

Am Dienstag, dem 17. März, präsentierte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gemeinsam mit Generalstabschef General Rudolf Striedinger im Rahmen einer Pressekonferenz die Bilanz des Bundesheeres für das vergangene Jahr 2025 sowie aktuelle Entwicklungen. Diese zeigen eine positive Dynamik bei Personal, Einsätzen sowie bei der Modernisierung von Gerät und Infrastruktur.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Das Jahr 2025 war für das Bundesheer in vielerlei Hinsicht erfolgreich. Die Zahl der Nachwuchskräfte stieg, freiwillige Austritte gingen zurück, unsere Soldatinnen und Soldaten haben im In- und Ausland ihre Einsätze zuverlässig erfüllt und wichtige Modernisierungsschritte wurden umgesetzt. Aber auch im heurigen Jahr ist bereits vieles passiert: Von der Luftraumsicherungsoperation ,Dädalus’ bis hin zur Ergebnispräsentation der Wehrdienstkommission, die sich mit dem Wehr- als auch Zivildienst intensiv beschäftigt hat. All das zeigt: Wir sind auf einem sehr guten Weg zur Umsetzung des Aufbauplanes 2032+.“

Mehr als 1.200 Kaderanwärter begannen im vergangenen Jahr 2025 ihre Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier; rund 700 zivile Planstellen konnten vollständig besetzt werden. Im Inland leisteten die Soldaten über 202.000 Personentage, unter anderem im sicherheitspolizeilichen Einsatz, bei der Bewachung kritischer Infrastruktur und in Katastrophenhilfeeinsätzen, etwa bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Der Entminungsdienst barg und entschärfte rund 28,5 Tonnen Kriegsmaterial bei 1.058 Einsätzen und trug so wesentlich zur Sicherheit im Inland bei. Im Ausland sind aktuell rund 600 Soldaten in 17 Missionen tätig, darunter die stärksten Kontingente bei KFOR im Kosovo, EUFOR in Bosnien und Herzegowina sowie UNIFIL im Libanon. Zusätzlich standen rund 500 Soldaten für die EU-Battle-Group 2025 und etwa 200 Kräfte als Verstärkung für mögliche Einsätze am Balkan bereit.

Die Luftstreitkräfte flogen im Jahr 2025 über 13.500 Stunden, darunter Einsätze zur Waldbrandbekämpfung in der Steiermark und Evakuierungen im Tiroler Gschnitztal nach Murenabgängen. Auch die Modernisierung der Hubschrauberflotte schreitet weiter voran: Elf AW-169 „Lion“ sind bereits im Dienst, die Umschulung der Piloten der bisherigen Alouette-III-Hubschrauber auf die neue Typenflotte wurde abgeschlossen. Zu den wesentlichen Beschaffungen zählen zwölf Leonardo M-346 Kampfflugzeuge, 315 unbemannte militärische Luftfahrzeuge, 80 neue Gruppentransportfahrzeuge, moderne Gefechtsanzüge, ein Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar sowie eine Drohnenabwehrbatterie. Rund 426 Millionen Euro flossen in diverse Infrastrukturprojekte, darunter Generalsanierungen, Instandhaltungen und zahlreiche Projekte der „Mission Vorwärts“ sowie des Aufbauplans ÖBH2032+. Ressortinterne KI-gestützte Anwendungen wurden trainiert um künftig auch im gesicherten Netz des Verteidigungsressorts für alle Anwender KI-gestütztes Arbeiten möglich zu machen. Das Satellitenprojekt LEO2VELO wird die Kommunikation und Navigation in höhere Sphären bringen.

Quelle: OTS

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