vonRedaktion Salzburg
AUGUST 10, 2026
Wien
Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky begrüßt die von SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer vorgelegte Novelle des Bundes-Mineralrohstoffgesetzes (MinroG): „Ich mache mich seit Jahren für einen schnelleren und einfacheren Ausbau von Geothermie stark, weil sie viel zur Wahrung unserer Lebensqualität beiträgt. Erneuerbare Energieformen bringen uns näher zur Klimaneutralität und machen uns unabhängiger von ausländischen Gaslieferungen.“ Mit der geplanten Novelle des MinroG könne der Bund wieder mehr Bewegung in die Klimaneutralität bringen, schaffe damit aber auch wichtige Grundlagen für mehr heimisch produzierte und leistbare Energie, so Czernohorszky.
Der Gasausstieg sei laut Czernohorszky pure Notwendigkeit, nicht nur um die Auswirkungen der Klimakrise, sondern auch schwankende Energiekosten zu bekämpfen: „Dass die Kosten für Energie und Strom wegen internationaler Konflikte immer wieder nach oben schießen, ist Grund genug, um die Kontrolle über die eigene Versorgung zurückzugewinnen. Von einem raschen Geothermie-Ausbau würden schon in wenigen Jahren 200.000 Wiener Haushalte profitieren“, prognostiziert Czernohorszky. Wien setze deshalb weiterhin auf die Klimaneutralität bis 2040 und hat dieses Ziel als erstes österreichisches Bundesland in einem eigenen Klimagesetz verankert.
Die Energiewende brauche Planungssicherheit für Unternehmen sowie Tempo bei Genehmigungsverfahren. Mit der MinroG-Novelle könnte der Bund nun genau jene notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, um erneuerbare Wärmequellen rascher nutzbar zu machen und gleichzeitig finanzielle Risiken für Unternehmen zu minimieren“, so Czernohorszky.
Auch andere Gesetze seien für das Erreichen der Klimaneutralität dringend notwendig: Czernohorszky erneuert seine Forderung nach einem starken Bundes-Klimaschutzgesetz mit fixem Ausstiegsdatum aus fossilem Gas, Änderungen wesentlicher Gesetzestexte (u.a. Gaswirtschaftsgesetz, Mietrechtsgesetz) und eine breite Förderunterstützung.
Quelle: Stadt Wien