Steiermark: Bereits eine halbe Million Impfungen in der Steiermark

vonRedaktion Salzburg
MAI 15, 2021

Impfung - Symbolbild
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Epidemiologischer Experte befürwortet die geplanten Öffnungen

Graz, am 14. Mai 2021. - Beim zwölften Impf-Update des Landes Steiermark wurde heute wieder von Michael Koren, Impfkoordinator des Landes und Landesamtsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Wlattnig über den aktuellen Stand bei der Corona-Schutzimpfung in der Steiermark informiert. Zusätzlich lieferte Primar Klaus Vander, ärztlicher Leiter vom Institut für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie, als epidemiologischer Experte einen Ausblick auf die weiteren Entwicklungen.

„Mit gestrigem Tag ist es uns gelungen, die 500.000er Marke bei den verabreichten Impfungen zu überschreiten. Konkret wurden bereits 506.284 Menschen Dosen in der Steiermark verimpft", betonte Koren. Mit heutigem Tag haben mehr als 400.000 Personen die erste Impfdosis erhalten, 107.666 Menschen bekamen bereits ihre Zweitimpfung. In der aktuellen Woche werden insgesamt 44.700 Impfungen bei den Impfstraßen sowie in den Impfordinationen verabreicht. Geimpft wurde wieder Bildungspersonal, Menschen mit erhöhtem Risiko sowie auch 3000 Menschen aus Wirtschaftsbetrieben. „Diese Personengruppe zu impfen ist deshalb wichtig, damit steirische Betriebe ihre Auslandsaufträge erfüllen können", unterstrich der Impfkoordinator. In der Kalenderwoche 20 sind rund 60.800 Impfungen mit den Impfstoffen Biontech/Pfizer und Moderna für Risikopatientinnen und -patienten vorgesehen. Auch die Zahl der Zweitimpfungen wird sich im Mai weiter erhöhen: In den nächsten drei Wochen sind 70.900 Zweitimpfungen geplant. Weiters gibt es in der Kalenderwoche 22 eine Sonderaktion für Schwangere, weil für diese Gruppe ein erhöhter Aufklärungsbedarf notwendig ist. Auch die restlichen Musikschullehrerinnen und -lehrer kommen in dieser Woche an die Reihe. In den Kalenderwochen 22 und 23 wird man auch in der Altersgruppe ein großes Stück nach vorne kommen. Koren: „Unser Ziel ist, dass wir Mitte Juni alle Über-Fünfzig-Jährigen mit dem 1. Impftermin versorgt haben. Von Mitte Juni bis Mitte Juli sollen dann alle, die sich bislang angemeldet haben, mit der 1. Impfdosis versorgt werden."

Mit dem Impffortschritt in der Steiermark zeigte sich auch Landesamtsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Wlattnig sehr zufrieden: „Auf den Impfstraßen aber auch im Bereich der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ist die Abwicklung äußerst professionell organisiert und es läuft hervorragend. Rechnet man zu den über 400.000 Steirerinnen und Steirern, die die erste Impfung erhalten haben, die rund 70.000 genesenen Person dazu, haben wir bereits jetzt einen guten Infektionsschutz im Land." Rund eine Million Steirerinnen und Steirer zählen zur „impffähigen" Bevölkerung, derzeit gehe man davon aus, dass rund 70 Prozent also etwa 700.000 Menschen „impfwillig" seien, so Wlattnig weiter. „Somit kommen wir mit den rund 400.000 erstgeimpften Personen momentan auf eine Rate von 57 Prozent aller Impfwilligen. Zudem gab es in der vergangenen Woche wieder 29.000 Neuanmeldungen. Mit derzeit 565.000 Anmeldungen liegt die Anmeldequote der impffähigen Steirerinnen und Steirer bereits bei 63 Prozent, das ist durchaus ein großer Erfolg." Einen Überblick gab Wlattnig auch noch über das Geschehen an den steirischen Impfstraßen: „In den letzten zwei Wochen wurden dort hauptsächlich die Impfstoffe Biontech/Pfizer und Moderna verimpft. In der Vorwoche haben rund 96 Prozent der angemeldeten Personen ihre Impftermine auch tatsächlich wahrgenommen, in dieser Woche sind es derzeit etwa 93 Prozent. Diese sehr hohen Werte sind äußerst erfreulich und zeigen, dass die Ablehnung dieser Impfstoffe äußerst gering ist." Abschließend richtete der Landesamtsdirektor-Stellvertreter einen Appell an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte: „Wir bitten alle impfenden Ärztinnen und Ärzte, alle Impfungen sofort in das Impfregister einzutragen beziehungsweise offene Eintragungen ehestmöglich nachzuholen. Gerade auch im Hinblick auf die Öffnungsschritte und den geplanten Grünen Pass ist es notwendig, dass alle Impfungen zeitnah eingetragen werden. Dies nicht zuletzt auch deshalb, um zu verhindern, dass es einen Ansturm auf die Ordinationen jener Menschen gibt, die aufgrund fehlender Eintragungen im Impfregister ihren ‚Geimpften-Status´ nicht nachweisen können."

Primar Klaus Vander, ärztlicher Leiter vom Institut für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie, erläuterte: „Mit der derzeitigen Durchimpfungsrate in der Steiermark sind wir auf einem sehr guten Weg. Die Impferfolge in den Pflegeheimen, beim betreuten Wohnen sowie im klinischen Bereich zeigen, dass weniger Hospitalisierungen sowie intensivmedizinische Betreuungen notwendig sind. Die steirische Sieben-Tages-Inzidenz beträgt mit heutigem Tag 111 bei 100.000 Einwohnern. Es gibt derzeit noch ein paar wenige Cluster im oberen Murtal, aber es ist davon auszugehen, dass es zu einer weiteren Entspannung kommen wird. Wenn ab Juni die gesamten Risikogruppen geimpft sind, wird sich die Erkrankungslast wesentlich verringern.? Was wir uns für die Zukunft erwarten können, beantwortet der epidemiologische Experte wie folgt: „Wir können das Virus nicht besiegen, wir müssen lernen, damit zu leben. Mit all unseren Maßnahmen können wir nur die Erkrankungslast senken.? Auf die Frage, ob er als Experte die geplanten Öffnungsschritte für sinnvoll erachtet, betonte Vander: „Die zunehmende Widerstandskraft in der Bevölkerung durch die Impfungen, in Verbindung mit den begleitenden Sicherheitsmaßnahmen, dürfen uns jedenfalls positiv in die Zukunft blicken lassen.?

Das 12. Impf-Update kann als Video hier nachgesehen werden.


Quelle: Land Steiermark

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