vonRedaktion Salzburg
SEPTEMBER 26, 2026
Foto: Land Salzburg/Alexander Paier
Kaufpreis wurde gutachterlich ermittelt / Nun folgt Regierungsbeschluss / Ziel: Geförderter Wohnbau wird damit erreicht
(LK) Das Amtsgebäude in der Michael-Pacher-Straße 36 wird an die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft GSWB verkauft. Damit wird auch dem Ziel im Regierungsprogramm entsprochen, wonach hier auf 8.520 Quadratmetern künftig geförderter Wohnbau entstehen soll.
Das Land Salzburg ist Alleineigentümer der Liegenschaft Michael-Pacher-Straße 36 in der Stadt Salzburg mit einer Fläche von 8.520 Quadratmetern. Rund 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung sind dort beschäftigt. Die Bediensteten übersiedeln im ersten Quartal 2027 ins neue Landesdienstleistungszentrum beim Salzburger Hauptbahnhof.
Verkehrswertgutachten als Basis
Die Landesregierung hat in ihrem Regierungsübereinkommen festgelegt, dass die Liegenschaft Michael-Pacher-Straße 36 dem geförderten Wohnbau zuzuführen ist. Der Salzburger Landtag hat dies mit einem Beschluss im Jahr 2023 bekräftigt. Auf Basis eines aktuellen Verkehrswertgutachtens eines allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen wurde nun ein Verkaufspreis ermittelt. Als Käufer kommt die GSWB in Frage, die eine gemeinsame Tochtergesellschaft von Stadt und Land Salzburg ist. Der Kaufpreis beläuft sich auf 9,54 Millionen Euro. Dem zugrunde liegt die Berechnung, dass auf dieser Fläche zu 70 Prozent geförderter Mietwohnbau und zu 30 Prozent geförderter Eigentumswohnbau entsteht. Für den Fall, dass die baubehördlich bewilligte Wohnnutzfläche höher ausfällt, sieht der Kaufvertrag eine Nachbesserungsklausel beim Kaufpreis vor.
Edtstadler: „Geförderte Wohnungen in Bestlage“
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betont: „Der Umzug in das Landesdienstleistungszentrum eröffnet die Chance, in bester Wohnlage geförderte Wohnungen zu errichten. Das Schaffen von erschwinglichem Wohnraum ist einer unserer Arbeitsschwerpunkte. Wir reden nicht nur über leistbares Wohnen, sondern lassen Taten folgen und leisten unseren Beitrag. Mit der neuen Nutzung der Liegenschaft in der Michael-Pacher-Straße 36 werden wir einen weiteren Punkt unseres Regierungsübereinkommens umsetzen.“
Zauner: „Bedeutendes Potenzial für Wohnbau“
Wohnbaulandesrat Martin Zauner sagt: „Die Liegenschaft in der Michael-Pacher-Straße ist ein bedeutendes Potenzial für den Wohnbau in Salzburg. Unser Ziel war es immer, diesen Standort verantwortungsvoll zu entwickeln und dort leistbaren Wohnraum zu schaffen, der den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird.“
GSWB: „Geförderter Wohnraum stark nachgefragt“
Ferdinand Hochleitner, Geschäftsführer der GSWB, betont: „Mit dem Ankauf der Liegenschaft in der Michael-Pacher-Straße schaffen wir die Voraussetzung dafür, an einem zentralen Standort in der Stadt Salzburg stark nachgefragten geförderten Wohnraum zu entwickeln. Für uns als gemeinnützige Wohnbaugesellschaft ist es besonders wichtig, Grundstücke langfristig für leistbares Wohnen zu sichern. Ich freue mich, dass wir das Vertrauen unseres Eigentümers, dem Land Salzburg, erhalten, den Standort des ehemaligen Amtsgebäudes für eine Wohnnutzung in der Stadt neu zu gestalten.“
Kein langwieriges Bieterverfahren
Da der Kaufpreis von einem Gutachter ermittelt worden ist und die Veräußerung zum Verkehrswert erfolgt, konnte das Land Salzburg von einem langwierigen Bieterverfahren Abstand nehmen. Durch die Vergabe an eine gemeinnützige Wohnbauvereinigung ist auch eine zweckwidrige Verwendung der Liegenschaft von vornherein ausgeschlossen. Die Landesregierung fasst nun zum Verkauf der Fläche einen Regierungsbeschluss. Endgültig abgesegnet wird die Verwertung dann vom Salzburger Landtag.
Quelle: Land Salzburg