Salzburg-Stadt: S-bike - Radleihsystem übertrifft alle Erwartungen

vonRedaktion Salzburg
NOVEMBER 08, 2026

Foto: Land Salzburg/Büro Mayer

Mehr als 165.000 Fahrten wurden bereits registriert / Angebot soll weiter ausgebaut und auch das Umland stärker eingebunden werden

(LK) Es ist ein Erfolgsmodell für klimafreundliche Mobilität: Die Nachfrage nach dem neuen S-bike-Sharingsystem in der Stadt Salzburg übertrifft die Erwartungen bislang deutlich. Das zeigt eine erste Zwischenauswertung von Mitte August bis Ende Oktober. Auch einige Umlandgemeinden haben bereits Interesse am S-bike bekundet.

Seit Mitte August ist das S-bike im Stadtgebiet sichtbar. Das neue Bike-Sharingsystem in Salzburg entwickelt sich seither deutlich besser als erwartet. Die Zwischenbilanz der ersten zweieinhalb Monate seit dem Start am 17. August (bis 31. Oktober) zeigt: Das Angebot wird hervorragend angenommen und leistet bereits einen wichtigen Beitrag zur Verknüpfung von Individualverkehr und öffentlichem Verkehr. Mehr als 600 Fahrräder sind mittlerweile in Betrieb. Insgesamt wurden bereits mehr als 165.000 Ausleihen beziehungsweise Fahrten registriert. Dabei legten die Nutzerinnen und Nutzer mehr als 535.000 Kilometer zurück - das entspricht mehr als 13 Erdumrundungen. Aktuell stehen 55 Stationen zur Verfügung.

Mayer: „Hohe Nutzung ist starkes Signal“

Besonders erfreulich ist die enge Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr: Rund 70 Prozent der Fahrten werden mit dem Klimaticket durchgeführt. Das bestätigt, dass das Konzept der ersten und letzten Meile sowie die Integration in den öffentlichen Verkehr voll aufgehen. Landeshauptfrau-Stellvertreter Wolfgang Mayer betont: „Die erste Bilanz ist beeindruckend und zeigt, dass wir mit S-bike genau den richtigen Weg eingeschlagen haben. Mehr als 165.000 Ausleihen in so kurzer Zeit sind ein starkes Signal. Besonders die hohe Nutzung in Kombination mit dem Klimaticket zeigt, dass S-bike eine ideale Ergänzung zum öffentlichen Verkehr ist. Wir schaffen damit ein attraktives, flexibles und klimafreundliches Mobilitätsangebot.“

Weitere Stationen und Ausbau der Fahrradflotte geplant

Aufgrund der starken Nachfrage arbeiten die Salzburger Verkehrsverbund GmbH (SVG) und die Stadt Salzburg daran, ab dem kommenden Jahr zusätzliche Stationen im Stadtgebiet umzusetzen. Die für die zweite Ausbauphase vorgesehenen Standorte sollen die Stationsdichte erhöhen und das Gesamtsystem weiter verbessern. Auch die Fahrradflotte soll weiter wachsen: Nachdem das Ziel der ersten Ausbaustufe von 690 S-bikes noch heuer erreicht werden soll, könnte die Flotte im Jahr 2027 um weitere 350 Fahrräder aufgestockt werden. Ein besonderes Anliegen ist zudem die Einbindung wichtiger Verkehrsknotenpunkte. Die SVG hofft daher auf eine rasche Einigung zwischen den ÖBB und der Stadt Salzburg, damit auch die geplanten Stationen am Hauptbahnhof (Südtiroler Platz) sowie bei weiteren S-Bahn-Stationen in Betrieb gehen können.

S-bike soll künftig auch ins Umland wachsen

Auch aus den Umlandgemeinden gibt es bereits Interesse am S-bike-Konzept. Mehrere Gemeinden verfolgen die Entwicklung des Systems in der Stadt Salzburg und wollen auf dieser Grundlage über eine mögliche Einführung entscheiden. Aus Sicht der SVG braucht es dafür allerdings eine abgestimmte und übergreifende Planung. Einzelne Standortvorschläge liegen bereits vor, entscheidend ist jedoch ein grundsätzliches Konzept, das als Basis für die notwendigen Finanzierungsvereinbarungen zwischen den Gemeinden und der SVG dient. Das Grundprinzip soll in den (Umland-)Gemeinden das Gleiche sein wie in der Stadt: Das Land finanziert über die SVG die Hälfte der Gesamtkosten, die Gemeinde übernimmt die andere Hälfte. „Unser nächster Schritt ist es, das erfolgreiche System in der Stadt weiter zu stärken. Gleichzeitig wollen wir die Voraussetzungen schaffen, um S-bike schrittweise auch in die Umlandgemeinden zu bringen. Gerade die direkten Umlandgemeinden bieten großes Potenzial“, so Mayer.

Quelle: Land Salzburg

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