Salzburg: Abschaffung der Flugabgabe gefordert

vonRedaktion International
APRIL 17, 2026

Salzburg

Salzburg und Tirol stellen sich gegen Standortnachteil / Deutschland senkt Luftverkehrsteuer

(HP) Das Land Salzburg und das Land Tirol machen gemeinsam auf eine weitere Schwächung der Regionalflughäfen und insbesondere den Schaden für die Wettbewerbsfähigkeit in Österreich durch die Flugabgabe aufmerksam. Dieser Standortnachteil verschärft sich in diesem Sommer weiter, da Deutschland die Luftverkehrsteuer ab 1. Juli 2026 senkt. Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll und Landesrat Mario Gerber aus Tirol, beide für den Tourismus zuständig, bekräftigen ihre Forderung nach Abschaffung der Flugabgabe.

Regionalflughäfen sind bedeutende Faktoren für einen lebendigen Tourismus und für die Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte. Deutschland setzt aktive Anreize in diesem Bereich, nun auch mit der Abschaffung der Luftverkehrsteuer. Gleichzeitig gerät Österreich immer mehr ins Hintertreffen.

Schnöll: „Flugverbindungen werden ins Ausland verlagert.“

Für Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll verschärft sich der Wettbewerbsnachteil für die österreichischen Regionalflughäfen immer mehr. „Schon jetzt werden Flugverbindungen aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen der Airlines ins Ausland verlagert. Dieser Trend wird nun durch die Senkung der Luftverkehrsteuer in Deutschland noch stärker werden. Wir können nicht zulassen, dass unsere Flughäfen auf der Strecke bleiben. In Zeiten von Rekordeinnahmen des Staates ist es völlig unverständlich, sich seiner eigenen Wettbewerbsfähigkeit derart zu berauben. Dadurch geraten ganze Regionen ins Hintertreffen.“

Gerber: „Wettbewerb kennt keine Sonderregeln für Österreich.“

Auch der Tiroler Landesrat Mario Gerber hält im Sinne der nachhaltigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Regionalflughäfen fest: „Der europäische Wettbewerb kennt keine Sonderregeln für Österreich. Die Regionalflughäfen sind für die Wertschöpfung im Land von besonderer Bedeutung: Sie schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern sind auch Grundvoraussetzung für Wachstum und Beschäftigung unserer Betriebe im ganzen Land. Der Staat hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem – angesichts der sich nun verschärfenden Lage ist es höchste Zeit, die Flugabgabe endlich zu streichen, um somit Beschäftigung und Wohlstand langfristig zu sichern.“

Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen

Die beiden Landesräte betonen zudem: „Wenn Österreich im internationalen Wettbewerb bestehen will, können wir uns keine hausgemachten Standortnachteile leisten. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt. Das zeigt die weitere Verschärfung durch die Maßnahmen in Deutschland ganz klar. Wer Tourismus, Wirtschaft und Arbeitsplätze sichern will, muss die Rahmenbedingungen endlich wettbewerbsfähig gestalten. Die Abschaffung der Flugabgabe ist kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit.“

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Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260416_30 (mw/msc)

Quelle: Land Salzburg

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