Kärnten: 70 Jahre Kärntner Kameradschaftsbund

vonRedaktion Salzburg
MÄRZ 18, 2023

Kärnten

LH Kaiser und LR Gruber bei Jubiläumsfeier in der Windischkaserne

KLAGENFURT. In der Klagenfurter Windischkaserne beging heute, Samstag, der Kärntner Kameradschaftsbund sein 70-Jahr-Jubiläum. Als Gratulanten stellten sich bei der Feier seitens des Regierungskollegiums Landeshauptmann Peter Kaiser und LR Martin Gruber ein. Auf Einladung von ÖKB-Präsident Norbert Hassler nahmen zahlreiche weitere Ehrengäste an der Feierstunde teil, so unter anderem Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider, Wolfsbergs Stadträtin Isabella Theuermann, Militärkommandant Walther Gitschthaler, Zivilschutzverband-Präsident Rudolf Schober sowie die Militärdekane Anselm Kassin und Johannes Hülser.

„Der Kärntner Landesverband des Österreichischen Kameradschaftsbundes feiert sein 70. Bestehen in demokratiepolitisch herausfordernden Zeiten. Durch den derzeit herrschenden Krieg mitten in Europa steht die Arbeit ihrer Wertegemeinschaft damit unter neuer Aktualität“, so Kaiser bei seiner Ansprache. Der Kameradschaftsbund sei eine Wertegemeinschaft, die sowohl das Gedenken aufrechterhält als auch für Frieden, Demokratie und Respekt eintrete. „Auch die Pflege der Kameradschaft und die Förderung des Heimatbewusstseins sind zentrale Bestandteile ihrer Arbeit. Es gilt, die Vergangenheit zu ehren und die Zukunftschancen zu erkennen – so wie wir es gemeinsam bei den Feierlichkeiten zu 100 Jahre Volksabstimmung gemacht haben. Denn wir alle sind dazu aufgerufen, die Zukunft so zu gestalten, dass wir beweisen, aus der Vergangenheit gelernt zu haben. Ich wünsche dem Kameradschaftsbund auch in den nächsten 70 Jahren eine gute Hand“, erklärte der Landeshauptmann.

Landesrat Martin Gruber betonte, für ihn sei der Kameradschaftsbund „mehr als nur ein Verein“. Er stehe für eine Gemeinschaft, die sich für Frieden, Sicherheit, Heimatverbundenheit, Kameradschaft und Freundschaft engagiere. „Eine Gemeinschaft, die sich auch für den Erhalt von Gedenkstätten, die Unterstützung von Kameraden in Not und die Bewahrung von Traditionen einsetzt – und dies alles den nächsten Generationen weitergeben will“, so Gruber. Als der Kameradschaftsbund vor 70 Jahren gegründet worden sei, habe man den dauerhaften Frieden im Sinn gehabt. „Doch wie wir derzeit miterleben, ist Frieden in Europa keine Selbstverständlichkeit und wir sind in Kärnten keine Insel der Seligen“, sprach Gruber unter anderem die Versorgungssicherheit, die Energiekrise und die Teuerung an. „Ich bekenne mich zur österreichischen Neutralität, sie ist eines der höchsten Güter unserer Republik. Doch zur Erhaltung der Neutralität braucht es die notwendigen Mittel für unser Bundesheer“, so Gruber. Die aktuellen Entwicklungen würden einmal mehr zeigen, wie wichtig es sei für Frieden, Toleranz und den Dialog einzutreten. „So wie es sich der Kameradschaftsbund in den letzten 70 Jahren zur Aufgabe gemacht hat. Dafür ein herzliches Dankeschön an jede Einzelne und jeden Einzelnen“, erklärte Gruber.

Militärkommandant Walter Gitschthaler strich insbesondere drei Gemeinsamkeiten hervor, die zwischen dem österreichischen Bundesheer und dem Kameradschaftsbund bestünden. „Die Traditionspflege, das Bekenntnis zur österreichischen Republik und das Bekenntnis zu unserem Bundesheer. Ich danke dem Kameradschaftsbund für die Unterstützung eines starken Bundesheeres und gratuliere herzlich zum 70-jährigen Jubiläum“, so Gitschthaler.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten wurden Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrat Martin Gruber und Bürgermeister Christian Scheider von Seiten des Kameradschaftsbundes für ihre Unterstützung geehrt: Kaiser erhielt den Großen Landesorden in Gold, Gruber und Scheider das Landes-Ehrenkreuz mit Schwertern in Gold.

Quelle: Land Kärnten

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