Salzburg: Startschuss für Generalsanierung und Erweiterung des ULSZ Rif

vonRedaktion Salzburg
MÄRZ 04, 2026

Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold

Land Salzburg finanziert im ersten Schritt Planungskosten / Projekt kostet zwischen 69,2 und 80 Millionen Euro

(LK) Medaillenschmiede, Trainingsort für Breiten- und Nachwuchssport sowie ein Ort der Forschung: Diese drei Beschreibungen passen auf das Universitäts- und Landessportzentrum – kurz ULSZ Rif. Seit 40 Jahren schwitzen die Spitzenathleten von heute und morgen im Halleiner Ortsteil. Doch das Sportzentrum ist in die Jahre gekommen, vor allem hinter der Fassade bröckelt der Lack teilweise, und die Haustechnik sowie die Sportinfrastruktur müssen auf den neuesten Stand gebracht werden.

Startschuss für Generalsanierung und Erweiterung des ULSZ Rif. LR Martin Zauner mit Andrea Zarfl (Leiterin Landessportbüro) und Rif-GF Sabrina Rohrmoser nach dem Medientermin.

Landesrat Martin Zauner, die Geschäftsführerin des ULSZ Rif, Sabrina Rohrmoser, und die Leiterin des Landessportbüros, Andrea Zarfl, haben heute bei einem Pressegespräch zu Plänen für eine Generalsanierung und Erweiterung des Sportzentrums informiert. „Es ist ein gemeinsamer Kraftakt, der nur mit dem Bund zu stemmen ist. Je nach Projektvariante kosten die Maßnahmen zwischen 69,2 Millionen Euro und 80 Millionen Euro. Ohne diese Investitionen können die Standards für den Hochleistungssport aber nicht gehalten werden“, betont Landesrat Martin Zauner.

Zauner: „2,47 Millionen Euro für Planungsphase.“

Vor wenigen Wochen fiel der Startschuss für die Generalsanierung und Erweiterung des Sportzentrums. „Rund 2,47 Millionen Euro sind für die Planungsphase vorgesehen. In einem Architektenwettbewerb wird das Potenzial der Gebäude und Anlagen genau geprüft. Ab 2028 ist die Erteilung der Baufreigabe geplant, anschließend beginnt die Realisierungsphase. Die eigentlichen Bauarbeiten dauern voraussichtlich gut vier Jahre - gearbeitet wird jeweils an einzelnen Gebäuden. Auch in diesem Zeitraum bis 2032 bleibt der laufende Betrieb gewährleistet“, informiert Landesrat Martin Zauner. In den vergangenen vier Jahren wurden in Rif bereits rund zwei Millionen Euro in die Modernisierung der Sportinfrastruktur und in das Gebäude investiert.

Zusammenarbeit zwischen Land und Bund

Für die Finanzierung des ULSZ Rif gibt es eine Partnerschaft zwischen dem Land Salzburg und dem Wissenschaftsministerium. Ebenfalls gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Sportministerium im Vizekanzleramt. „Die Gespräche mit dem Sport-Staatssekretariat und mit Staatssekretärin Michaela Schmidt sind positiv“, berichtet Martin Zauner.

Moderne Schwimmhalle für Spitzensport

Ein Teil der Umbauarbeiten in Rif wird auch die Schwimmhalle betreffen. „Geplant ist, dass wir zwei weitere 50-Meter-Schwimmbahnen errichten und den Bereich für das Aufwärmtraining erweitern. Insbesondere für das Stützpunkttraining ist das erforderlich. Denn unsere Athleten sind internationale Spitzenklasse. Beispielsweise holte Luka Mladenovic bei der Kurzbahn-Europameisterschaft 2025 zweimal Bronze. Luca Karl erreichte bei der Weltmeisterschaft in Singapur den fünften Platz – er ist somit auch in der Weltelite angekommen“, sagt Martin Zauner.

Daten und Fakten zum ULSZ Rif

Zarfl: „Projekt im Sinne des Sports.“

Die Leiterin des Landessportbüros, Andrea Zarfl, berichtet. „Wesentliches Ziel der Generalsanierung muss es sein, Arbeits- und Trainingsabläufe effektiver zu gestalten und eine langfristige Optimierung der universitären und sportlichen Erfordernisse umzusetzen. Darüber hinaus gilt es, die strategische Entwicklung des Sports in Salzburg entsprechend zu berücksichtigen und abzubilden. Daher war es uns ein zentrales Anliegen, die Nutzenden in den Prozess gut einzubinden. Wir schaffen Grundlagen für die nächsten Jahrzehnte, umso wichtiger ist es, mit Weitblick zu arbeiten“, so Zarfl.

Nächster Schritt: Begutachtung durch Wien

Damit die nächsten Schritte nun beauftragt werden können, ist noch die Freigabe des Bundes erforderlich. „Die Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium und der Universität Salzburg gestaltet sich sehr kooperativ und das Projekt ist bereits im Bauleitplan West berücksichtigt. Wir sind in finaler Abstimmung unseres eingebrachten Projektantrags samt allen erforderlichen Beilagen gemäß Bundesanforderungen und hoffen, dass eine baldige Abstimmung zwischen den erforderlichen Ministerien – Wissenschaft, Sport und Finanzen - erfolgen kann,“ so ULSZ Rif-Geschäftsführerin Sabrina Rohrmoser. Für das Sportministerium wurde eine Auslastungsstatistik samt erforderlichen Informationen zu Trainings, Wettkämpfen und zum Niveau der Sportlerinnen und Sportler erstellt.

Die Pläne im Detail

ULSZ Rif-Geschäftsführerin Sabrina Rohrmoser hat bereits eine klare Vorstellung, welche Punkte bei der Generalsanierung und Erweiterung des Sportzentrums umgesetzt werden sollen: „Wir möchten eine kleine Sporthalle als Ersatz für das nicht geeignete Gymnastikstudio errichten, idealerweise eine abtrennbare Kampfsporthalle für Judo und Karate sowie eine Stärkung für den Turn- und Trampolinsport. Für ein adäquates und leistungssportorientiertes Training benötigen wir eine Raumhöhe bis zu zwölf Metern. Ebenfalls soll es eine Vergrößerung und Neuverortung der Krafträume geben. Auf dem Plan steht auch die Umsetzung eines Koordinationsraumes, die Vergrößerung und der Neubau eines multifunktionalen Hörsaals. Zudem müssten Neuverortungen von Räumlichkeiten im Gebäude vorgenommen werden. Das Ziel hier: Verbesserungen für die Nutzerinnen und Nutzer, aber auch die Mitarbeitenden.“

Projekt mit vier Jahren Vorlaufzeit

2022 wurde erstmals eine Bestandsanalyse der Gebäude und Anlagen im ULSZ Rif durchgeführt. „Das Ergebnis war eindeutig: Das Sportzentrum braucht ein umfassendes Generalsanierungskonzept mit Erweiterungspotenzial, um es langfristig, sicher und nachhaltig betreiben zu können“, sagt Sabrina Rohrmoser. Landesrat Martin Zauner ergänzt: „Daher haben sich 2023 beide Regierungsparteien darauf verständigt, das Herzstück des Salzburger Sports zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen. Im Sinne des Leistungs-, Breiten- und Nachwuchssports.“ 2024 wurde vom Land Salzburg und dem Wissenschaftsministerium eine Machbarkeitsstudie beauftragt, die als Grundlage für alle weiteren Schritte dient.

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Quelle: Land Salzburg

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