vonRedaktion Salzburg
FEBRUAR 20, 2026
Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
Mehr Beratung und Betreuung in vielen Bereichen / Fokus: Ausbau der Seniorenwohnhäuser / Lücken im Sozialbereich werden geschlossen
(LK) Von der Kinder- und Jugendhilfe über die Pflege bis zur sozialen Absicherung und Eingliederung sowie Behinderung und Inklusion reichen die Bereiche, in denen das Land Salzburg seine Angebote im Jahr 2026 ausbaut und weiter verbessert. Die Einzelheiten dazu erläuterte Soziallandesrat Wolfgang Fürweger kürzlich bei einem Hintergrundgespräch.
Während die Plattform Pflege III bereits intensiv an einem zukunftssicheren Pflegesystem für Salzburg arbeitet, wird vom Land bereits weiter am Ausbau der Pflegeberatung, dem Neubau und der Erweiterung von Seniorenwohnhäusern und dem Ausbau von Tageszentren gearbeitet. Das ist nur einer von mehreren Bereichen in denen die Sozialabteilung des Landes die Infrastruktur im Bundesland laufend weiterentwickelt.
Landesrat Wolfgang Fürweger und der Leiter der Sozialabteilung Andreas Eichhorn präsentierten die Projekte und Vorhaben im Bereich Soziales für 2026.
Fürweger: „Setzen Geld so effizient wie möglich ein.“
Für Landesrat Wolfgang Fürweger gilt es, das Geld im Sozialbereich so effizient wie möglich einzusetzen. „Effizienzsteigerung heißt nicht, mit weniger Personal auszukommen, sondern dass man kooperiert oder vielleicht auch größere Einheiten plant, wie etwa die Erweiterung von bestehenden Seniorenwohnhäusern. Oder aber, dass man Expertenwissen in speziellen Einrichtungen bündelt, damit die Experten dort besser arbeiten können.“
Überblick Projekte Soziales 2026
Laufender Ausbau im Pflegebereich
Herausfordernd ist die Lage in der Pflege in Salzburg. Das verdeutlicht die demografische Entwicklung. Die Zahl der Pflegebedürftigen in den Stufen 3 bis 7 über 65 Jahren wird bis 2035 um 45 Prozent steigen – von 11.400 auf 16.600 Personen. Neben dem personellen Ausbau der Pflegeberatung stehen deshalb einige Neubauten und Erweiterungen von Seniorenwohnhäuser und Tageszentren im ganzen Bundesland auf dem Programm. Im Sinne des bestmöglichen Einsatzes der verfügbaren finanziellen Mittel wird dabei auch stark auf Kooperationen gesetzt. So sind beim geplanten neuen Haus in Bramberg im Pinzgau vier Gemeinden beteiligt.
Versorgungslücken bei Teilhabe werden geschlossen
Für Landesrat Wolfgang Fürweger ist die Schließung von Versorgungslücken ein wichtiges Ziel, das vom Land schon seit Jahren verfolgt wird: „In Bereich der Teilhabe wird heuer beispielsweise ein neues Wohn- und Tagesbetreuungsangebot für gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen mit zusätzlichen Beeinträchtigungen in Straßwalchen eröffnet. Für sie gab es bisher kein spezialisiertes Angebot in Salzburg.“ Dort entstehen elf Wohn- und Betreuungsplätze.
Weitere Projektbeispiele
Weitere Lückenschlüsse im Sozialbereich erfolgen dieses Jahr im ganzen Bundesland. Im Innergebirg wird das Projekt Horizont gestartet, mit dem armutsgefährdete Frauen wieder in Arbeit gebracht werden sollen. Dieses Projekt wird von der EU kofinanziert. Bewusst außerhalb der Stadt Salzburg, in Golling, wird eine intensiv betreute Wohngemeinschaft im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe eröffnet. Eine neue Einrichtung für junge Menschen mit Essstörungen entsteht in den kommenden Jahren in der Stadt Salzburg. Diese soll 14 Plätze bieten. Finanziert wird der Grundstückskauf und der Bau von einer Gönnerfamilie. Voraussichtlich 2028 soll diese Einrichtung fertiggestellt sein.
Quelle: Land Salzburg