vonRedaktion Salzburg
FEBRUAR 18, 2026
Foto: Innovation Salzburg/Benedikt Schemmer
Kräftiges Signal für Standort Salzburg / Verknüpfung von Spitzenforschung mit konkreten Anwendungen
(LK) Mit dem Life Sciences Center Salzburg (LSCS) entsteht ein neues interuniversitäres Zentrum, das den Life-Sciences-Standort Salzburg gezielt stärkt. Das Land Salzburg und der Bund investieren von 2025 bis 2027 je zur Hälfte insgesamt 15 Millionen Euro in den Aufbau des Zentrums. Ziel ist es, Forschung, Lehre sowie die Überführung von Forschungsergebnissen in konkrete Anwendungen enger zu verknüpfen – mit spürbarem Nutzen für die Menschen in Salzburg.
Landesrätin Daniela Gutschi, Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner und Walter Haas, Geschäftsführer von Innovation Salzburg, bei der Präsentation des Life Sciences Center Salzburg im Unipark Nonntal.
Das LSCS ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität Salzburg und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU), die in enger Kooperation mit dem Uniklinikum Salzburg (SALK) umgesetzt wird. Es ist ein zentrales Vorhaben des Life Sciences Masterplans Salzburg und Teil der langfristigen Wissenschafts- und Innovationsstrategie des Landes. Mit der Gründung des LSCS, das heute im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert wurde, wird nun ein erster zentraler Umsetzungsschritt dieses Masterplans realisiert.
Gutschi: „Mehrwert für Menschen in Salzburg.“
Landesrätin Daniela Gutschi, die auch für die Bereiche Wissenschaft und Forschung verantwortlich ist, betont: „Das Zentrum ist ein wichtiger Baustein unserer Standortstrategie: Die gemeinsame Investition von Bund und Land stärkt die Forschung, schafft Wertschöpfung und bringt einen klaren Mehrwert für die Menschen in Salzburg.“
Holzleitner: „Förderung der Spitzenforschung.“
Auch für Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, die zur Präsentation des LSCS aus Wien anreiste, steht fest: „Fortschritt entsteht dort, wo Wissen geteilt und Verantwortung gemeinsam getragen wird. Das Life Sciences Center ist ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit Forschung stärkt und gesellschaftlichen Nutzen schafft. Große Herausforderungen lösen wir nicht im Alleingang und genau deshalb beteiligt sich der Bund am Aufbau des Life Sciences Center Salzburg. Durch enge Zusammenarbeit fördern wir Spitzenforschung, die schneller bei den Menschen ankommt. Genau solche Partnerschaften stärken Wissenschaft und Gesellschaft gleichermaßen.“
Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung
Im Fokus des LSCS stehen jene Forschungsfelder, die für Gesundheit, Versorgung und Lebensqualität besonders relevant sind. Dazu zählen Krebsforschung und Immunologie, Neurowissenschaften sowie regenerative Medizin, ergänzt um Querschnittsthemen wie digitale Medizin, Public Health, Pflege, Prävention und Rehabilitation.
Neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit
Für die Universität Salzburg eröffnet das LSCS neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Salzburger Forschungseinrichtungen sowie den Datenwissenschaften. „Wir können unsere Stärken in zentralen Forschungsfeldern gezielt bündeln und weiterentwickeln – das stärkt Exzellenz, Interdisziplinarität und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“, so Bernhard Fügenschuh, Rektor der Universität Salzburg.
Gemeinsame Programme
Auch für die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) ist das Zentrum ein wichtiger Schritt. „Das Life Sciences Center Salzburg ermöglicht es, klinische Expertise und Forschung noch enger zu verbinden. Unsere medizinischen und wissenschaftlichen Kompetenzen fließen gezielt in gemeinsame Programme ein, und sind entscheidend für Qualität und Fortschritt“, betont Annemarie Weißenbacher, Rektorin der PMU.
Schnellere Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse
Durch die enge Zusammenarbeit von Universitäten, Klinik und weiteren Partnerinnen und Partnern sollen wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Anwendung gelangen – etwa in neue Diagnose- und Therapieansätze oder in innovative Versorgungsmodelle. Die Salzburger Landeskliniken bringen ihre Expertise aus der medizinischen Versorgung in das Zentrum ein. „Wir entwickeln an unseren Standorten Spitzenmedizin permanent weiter. Das ermöglicht uns auch, Forschungsergebnisse rasch in die medizinische Praxis zu überführen“, erklären die SALK-Geschäftsführer Silvia Lechner und Thomas Gamsjäger.
Ausbildung, Talente und Innovation
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung und Förderung junger Talente. Geplant sind unter anderem Doktoratsprogramme, Research Fellowships sowie praxisnahe Qualifizierungsangebote. Damit stärkt das Zentrum Salzburg als attraktiven Ausbildungs- und Arbeitsstandort im Bereich Life Sciences. Neben Lehre und Forschung steht auch die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis im Mittelpunkt. Das LSCS unterstützt dabei, neue Erkenntnisse schneller in medizinische Anwendungen, innovative Produkte und neue Unternehmen zu überführen – in enger Zusammenarbeit von Forschung, Klinik und Wirtschaft.
Investition in den Standort Salzburg
Die Finanzierung der ersten Aufbauphase (2025 bis 2027) erfolgt durch Bund und Land Salzburg. Beide steuern 7,5 Millionen Euro bei. Der Teil aus den Bundesmitteln stammt aus der Leistungsvereinbarung mit der Universität. Für die Innovation Salzburg ist das LSCS ein bedeutender Standortfaktor zur Positionierung Salzburgs in diesem wichtigen Zukunftsfeld. „Wir begleiten den Aufbau des Zentrums von Beginn an, vernetzen die zentralen Akteurinnen und Akteure aus Hochschulen, Klinik, Forschung, Wirtschaft und Politik, um damit die Forschung und Verwertung von Wissen in die Anwendung in der Wirtschaft und Gesellschaft weiter zu professionalisieren“, sagt Walter Haas, Geschäftsführer von Innovation Salzburg.
Internationale Positionierung
Mit dem LSCS wird ein zentraler Knotenpunkt im bestehenden Life-Sciences-Ökosystem geschaffen. In Salzburg sind bereits heute rund 40 Life-Science-Unternehmen mit über 3.000 Beschäftigten tätig, die gemeinsam etwa eine Milliarde Euro Umsatz jährlich erwirtschaften. Zudem entstehen zunehmend Startups in diesem Wachstumsmarkt. Das neue Zentrum soll diese Stärken bündeln, Synergien ausbauen und Salzburg international weiter positionieren.
Quelle: Land Salzburg