vonRedaktion Salzburg
MAI 19, 2026
Graz
Mit der Benefizveranstaltung Solidarität mit ME/CFS am Grazer Hauptplatz wurde am 17. Mai ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit Menschen gesetzt, die an ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) erkrankt sind. Hunderte Besucher:innen beteiligten sich an der Veranstaltung mit Redebeiträgen, Benefiz-Flohmarkt und musikalischem Programm. Ziel war es, rund um den internationen ME/CFS-Tag Aufmerksamkeit für die schwere und oft unsichtbare Erkrankung zu schaffen sowie Spenden für die Forschung zu sammeln.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Betroffenen und Unterstützer:innen gemeinsam mit der Stadt Graz und Kooperationspartner:innen. Bereits am 12. Mai hatte die Stadt Graz mit der blauen Beleuchtung des Uhrturms auf den internationalen ME/CFS-Awareness-Tag aufmerksam gemacht.
Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer betonte die Bedeutung öffentlicher Sichtbarkeit für Betroffene: „Viele Menschen mit ME/CFS erleben nicht nur massive gesundheitliche Einschränkungen, sondern auch Unsichtbarkeit und fehlende Unterstützung. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene gehört werden und das Thema öffentlich präsent bleibt. Die große Beteiligung am Hauptplatz zeigt, dass Solidarität sichtbar gemacht werden kann."
ME/CFS zählt zu den schweren postakuten Infektionssyndromen und kann den Alltag massiv einschränken. Selbst geringe körperliche oder geistige Belastungen können zu tagelanger Verschlechterung des Gesundheitszustands führen. Schätzungen gehen davon aus, dass in Österreich zehntausende Menschen betroffen sind. Der gesamte Reinerlös der Benefizveranstaltung kommt der ME/CFS-Forschung zugute. Neben Informationsangeboten stand vor allem der Austausch zwischen Betroffenen, Unterstützer:innen und Interessierten im Mittelpunkt. Die Stadt Graz steht betroffenen Menschen und ihren Angehörigen etwa mit dem kostenlosen Angebot der Gesundheitsdrehscheibe, der kostenlosen Pflegegeldberatung sowie Anlaufstellen wie der Erwachsenensozialarbeit des Sozialamts der Stadt Graz zur Seite. Auch der Gemeinderat der Stadt Graz hat sich unlängst in einem Dringlichen Antrag an die zuständigen Stellen auf Bundes- und Landesebene gewandt, die Versorgungssituation für Betroffene sowie medizinische Anlaufstellen zu stärken.
Quelle: Stadt Graz