Leoben: Schmuck und Bargeld von Senioren gestohlen

vonRedaktion International
JUNI 15, 2026

Polizeiauto - Symbolbild
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Ein 38-Jähriger und eine 29-Jährige stehen im Verdacht, zumindest seit Ende April 2026 in Senioren- und Pflegeheimen zahlreiche Diebstähle von Schmuck und Bargeld begangen zu haben.

Die Ermittlungen gegen das rumänische Paar begannen am 24. April 2026 als der Diebstahl von Schmuck in einem Seniorenheim im Bezirk Leoben angezeigt wurde. Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, dürften sich die zunächst unbekannten Täter gezielt zu mehreren Senioren- bzw. Pflegeheimen, vor allem in der Obersteiermark, aber auch in den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld und Südoststeiermark sowie in Niederösterreich begeben haben, um dort wahllos diverse Zimmer nach Wertgegenständen und Bargeld zu durchsuchen. Die Opfer waren fast ausschließlich im Alter zwischen 82 und 95 Jahren, teilweise an Demenz erkrankt und auf Rollstühle angewiesen. Dadurch waren sie wehrlos und zum Widerstand unfähig.

Ausforschung
Aufgrund der festgestellten Serientäterschaft und der Tatsache, dass zwei Opfer durch das Entreißen von Schmuck leicht verletzt wurden (somit war der Tatbestand des Raubes anzunehmen) wurden die weiteren Ermittlungen vom Landeskriminalamt Steiermark, Ermittlungsbereich Raubdelikte, übernommen. Es wurden internationale Ermittlungen nach den zu diesem Zeitpunkt unbekannten Tätern eingeleitet. Aufgrund eines Hinweises aus Deutschland konnte die Identität der Verdächtigen festgestellt und gezielt nach diesen gefahndet werden.

Festnahme
Die beiden Verdächtigen konnten schließlich am 11. Juni 2026 im Bezirk Baden (NÖ) festgenommen werden. Bei der Festnahme stellten die Polizisten eine Goldhalskette, einen Brillantring sowie einen vierstelligen Bargeldbetrag sicher, die von diversen Diebstählen stammen dürften. Die beiden Verdächtigen wurden in die Justizanstalt Leoben eingeliefert. Bei der Einvernahme zeigte sich die 29-Jährige umfassend geständig, der 38-Jährige verweigerte die Aussage.

Erhebungen laufen
Weitere – auch internationale – Ermittlungen nach weiteren Tatorten laufen. Mögliche Opfer bzw. deren Betreuer werden ersucht, sich mit dem Landeskriminalamt Steiermark, 059133/60 3333, in Verbindung zu setzen.

Quelle: LPD Steiermark

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