vonRedaktion Salzburg
MÄRZ 19, 2026
Foto: Land Salzburg/Melanie Hutter
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Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
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Foto: Land Salzburg/Bernhard Kern
Foto: Land Salzburg/Grafik
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Abschnitt Nord mit rund 1,8 Kilometern fertiggestellt / Megaprojekt zeitlich und finanziell im Plan
(LK) Seit dem Frühjahr 2024 wird an den Flucht- und Rettungsstollen beim Schmittentunnel gearbeitet, um die wichtige Verkehrsverbindung im Pinzgau sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Vor Kurzem wurde der „Rohbau” des Abschnitts Nord, einer der zwei großen Abschnitte, fertiggestellt. Die erste Etappe - sie verbindet den Haupttunnel von Maishofen bis zum Schmittengraben - wurde erfolgreich abgeschlossen und soll Mitte 2026 in Betrieb gehen. Sie hebt die Anlage auf ein neues Sicherheitsniveau.
Meter für Meter haben sich die Arbeiterinnen und Arbeiter in den vergangenen fast zwei Jahren unter Tage vorgearbeitet. Mithilfe von Sprengstoff, schweren Maschinen und viel Muskelkraft wurden bereits 63.000 Kubikmeter Gestein aus dem Berg geholt. Zum Vergleich: Das entspricht etwa 750 offenen Standardgüterwaggons mit einer Gesamtlänge von rund zwölf Kilometern. Noch bis 2030 wird an den Flucht- und Rettungsstollen gearbeitet. Diese werden nach Fertigstellung im Ernstfall einen schnelleren Zugang zu den Fluchtwegen sowie raschere Anfahrten für die Rettungskräfte ermöglichen.
Schnöll: „Projekt für die Verkehrssicherheit.“
Für Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll ist das Megaprojekt im Pinzgau „eine notwendige und sinnvolle Investition in die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Vor allem in Straßentunneln brauchen wir den größtmöglichen Schutz bei Unfällen. Mit den neuen Flucht- und Rettungsstollen heben wir das Sicherheitsniveau im Schmittentunnel auf ein neues Level, das im Ernstfall Leben retten wird“, so Schnöll und ergänzt: „Alle Projektbeteiligten sind zu 100 Prozent engagiert – daher liegen wir auch exakt im Zeitplan. Ein Dank gilt auch den Anrainern. Die Arbeiten sind natürlich belastend, doch durch unsere Ombudsstelle stehen wir mit ihnen in einem sehr guten Austausch. Und die gute Nachricht ist: Die erste Etappe ist geschafft.“
Eingespielte Profis, rund um die Uhr im Einsatz
Mehr als tausend Sprengungen wurden bei der ersten Bauetappe bisher durchgeführt. „Gearbeitet wurde rund um die Uhr in mehreren Schichten. Vier Mineure – jeweils hervorragend eingespielte Teams, bei denen jeder Handgriff sitzt – arbeiteten sich Abschlag für Abschlag in den Berg vor. Es wurde gebohrt, gesprengt, geschüttet und gesichert – bis zu vier Mal pro Tag“, informiert Projektleiter Josef Krammer vom Referat Straßen- und Tunnelbau beim Land Salzburg.
Nächste große Bauetappe ab 2027
Mit dem jetzt fertiggestellten „Rohbau” des ersten Bauabschnitts sind die Arbeiten jedoch noch nicht abgeschlossen. „In einem weiteren Schritt werden der Innenausbau sowie die Betriebs- und Sicherheitstechnik errichtet. Diese Tätigkeiten werden voraussichtlich bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Ab 2027 werden wir uns dann dem nächsten Bauabschnitt – Mitte/Süd – widmen. Das heißt, die Flucht- und Rettungsstollen werden von Schüttdorf aus errichtet. Die Arbeiten werden noch bis 2030 andauern, dann wird das Megaprojekt abgeschlossen sein“, so Christian Cecon, Referatsleiter Straßen- und Tunnelbau des Landes Salzburg.
Quelle: Land Salzburg