vonRedaktion International
FEBRUAR 03, 2026
Symbolbild
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Ausbildungsklassen starten für alle Landespolizeidirektionen – Polizeischulen auf voller Kapazität, deshalb Schwerpunkt im 2. Halbjahr – Karner: „Personal-Höchststand absichern“
Die Aufnahmeplanung der Polizei für das Jahr 2026 ist auf Kurs: Mit insgesamt 1.415 geplanten Neuaufnahmen werden alle neun Landespolizeidirektionen gestärkt und alle Abgänge kompensiert. Der Rekord-Personalstand der Exekutive mit ca. 32.500 Polizistinnen und Polizisten kann so nachhaltig gewährleistet werden.
„Die Stärkung unserer Exekutive wird fortgesetzt“, sagt Innenminister Gerhard Karner. „2026 werden österreichweit mehr als 1.400 Polizeischülerinnen und Polizeischüler in die Grundausbildung der Bundespolizei aufgenommen. Denn es ist unser klares Ziel, den aktuellen Höchststand an Polizistinnen und Polizisten auch weiterhin zu sichern."
Das Innenministerium verfolgt bei der Personalplanung langfristige und strategische Ziele. Durch modernes Recruiting und konsequente Aufnahmen begründet die Bundespolizei ein solides Personalfundament für die Aufgaben der Gegenwart und die Herausforderungen der Zukunft.
Aufnahmen für die Bundesländer im Detail
Das vergangene Jahr war für die Polizei personaltechnisch ein Rekordjahr, noch nie zuvor gab es in Österreich so viele Polizistinnen und Polizisten wie aktuell.
Die Neuaufnahmen der Polizei finden in vier Turnussen (quartalsmäßig) statt, je nach Bedarf in unterschiedlichen Bildungszentren. Von den insgesamt 1.415 geplanten Aufnahmen fallen 505 auf die Turnusse März und Juni. Da viele Bildungszentren durch die starken Aufnahmen auf voller Kapazität laufen, wird der Großteil der heurigen Neuaufnahmen deshalb an den späteren Stichtagen im September und Dezember den Dienst antreten.
Im März und Juni startet je eine Ausbildungsklasse mit 25 bis 30 Schülerinnen und Schülern in Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Niederösterreich. Für Wien beginnen in diesen beiden Turnussen 400 Schülerinnen und Schüler in 16 Klassen ihre Polizeigrundausbildung, wobei eine gesonderte Klasse für die neue Sondereinheit „Objektschutzpolizei“ bereitgestellt wird.
Derzeit befinden sich österreichweit 3.160 Polizeischülerinnen und Polizeischüler in der zweijährigen Grundausbildung, in die bereits eine intensive Praxisphase fällt, wo die Schülerinnen und Schüler die Kollegenschaft im Regeldienst operativ unterstützen können, sowohl bei regulären Amtshandlungen als auch bei Großeinsätzen wie Versammlungen oder Veranstaltungen im Sport.
Abgänge kompensiert – Personalstand gedeckt
Die Polizei stand in den vergangenen Jahren vor der großen Herausforderung, außerordentlich viele Ruhestandsversetzungen rechtzeitig und möglichst vollumfänglich kompensieren zu müssen. Durch eine massive Aufnahmeoffensive ist es gelungen, diese Abgänge nicht nur auszugleichen, sondern den Gesamt-Personalstand der Sicherheitsexekutive weiter auszubauen. Generell ist die Polizeifamilie in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 4.100 Polizistinnen und Polizisten gewachsen.
Der Personalbedarf kann dadurch in allen Landespolizeidirektionen gedeckt und die Abgänge kompensiert werden, wobei die Polizei Wien nach wie vor einen Sonderfall darstellt. Wenngleich nun auch hier die Ruhestandsversetzungen mit den Neuaufnahmen kompensiert werden können, hat die LPD Wien weiterhin einen hohen Personalbedarf. Deshalb sind hier die Aufnahmen, wie oben ersichtlich, kontinuierlich überdurchschnittlich hoch.
Keine budgetären Einschränkungen beim Polizeipersonal
Die Personal- und Aufnahmezahlen der Sicherheitsexekutive sind vom aktuellen Sparbudget des Bundes nicht betroffen: Jeder Abgang in den Reihen der Polizei wird 1:1 nachbesetzt. In der Verwaltung wird derzeit hingegen nur jede dritte Stelle nachbesetzt.