Neue Pläne für große Kärntner Bike-Marke

vonOTS
AUGUST 17, 2022

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Bike-Pionier Wolfgang Krainer legte vor über 30 Jahren den Grundstein für die Marke nock/bike. Die Tourismusregion hat sich das Nutzungsrecht jetzt vertraglich gesichert.

Millstätter See, Bad Kleinkirchheim, Nockberge (OTS) - 16 Gemeinden, 45 km Trails, 300 km Mountainbikestrecken und über 550 km ausgewiesene Routen für Genussbiker. Die Tourismusregion Millstätter See - Bad Kleinkirchheim - Nockberge verfügt über eine beachtliche Radinfrastruktur. Dass die Destination mit einem abwechslungsreichen Mountainbike-Angebot punkten kann, ist auch viel dem Engagement von Wolfgang Krainer, der gemeinsam mit Gattin Emanuela die Sportschule Krainer in Feld am See aufbaute, zu verdanken. Er leistete Pionierarbeit und initiierte vor über 30 Jahren unter der Marke nock/bike die Ausweisung der ersten Bike-Routen rund um Feld am See und Bad Kleinkirchheim. “1996 wurde der erste Trail bzw. Bikeroute eröffnet - der Trail Feldpannalm-Klamberg”, sagt Krainer über die Anfänge. Die Vorreiterrolle von nock/bike wird in einem Punkt deutlich: “Seit 2012 sind alle offiziellen Mountainbikestrecken über das Land Kärnten versichert. Unsere ersten Routen waren aber sogar schon Mitte der 1990er als Radwege freigegeben und auch versichert. Bis alle Zustimmungen dafür vorlagen, brauchte es den Schulterschluss zwischen Grundbesitzern, Gemeinden und Tourismus.”

Die Marke nock/bike wurde über die Grenzen hinaus zum Inbegriff für abwechslungsreiche See-, Berg- und Flowtrails - Bike-Shuttle und Gondelnutzung mit den Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen inklusive.

Alleinstellungsmerkmal ausbauen

Was die Bike-Destination von anderen abhebt, ist das Streckennetz, das See- und Bergerlebnisse zu bieten hat. Dieses Alleinstellungsmerkmal möchte die Tourismusregion Millstätter See -Bad Kleinkirchheim - Nockberge weiter ausbauen. Die Tourismusregion hat sich vertraglich die Nutzung der Marke gesichert. “Mit nock/bike halten wir das beste Werkzeug in Händen, um die Radinfrastruktur in allen 16 Gemeinden voranzubringen und mittels starkem Außenauftritt zu bewerben. Laut Gästebefragung kommt jeder dritte Gast mitunter zum Biken nach Kärnten”, sagt Stefan Brandlehner, Geschäftsführer der Tourismusregion.

Arbeitsgruppe nock/bike

Damit sich alle Bike-Leitbetriebe und Interessierte aktiv am Entwicklungsprozess beteiligen können, wurde die Arbeitsgruppe nock/bike ins Leben gerufen. “Wer Teil der Arbeitsgruppe werden möchte, kann sich noch melden. Es würde uns freuen, wenn ein guter Mix aus Land- und Forstwirten, Gemeindevertretern und Touristikern in der Arbeitsgruppe sitzt, denn nur so bringen wir diese Themen nachhaltig voran”, sagt Brandlehner.

Hotelier Hannes Nindler aus Feld am See ist Sprecher der Arbeitsgruppe. Er hat sich mit dem Landhotel Lindenhof schon vor 20 Jahren auf Mountainbiker und Rennradfahrer spezialisiert und verfügt über viel Know-How. Nindler: “Die Arbeitsgruppe braucht Betriebe in der Region, die sich mit ihrem Bike-Angebot deutlich von anderen abheben wollen. Mit Spezialisierung und hohen Qualitätsansprüchen wollen wir bikende Gäste begeistern.”

Wolfgang Krainer, der ebenfalls Mitglied der Arbeitsgruppe nock/bike ist, wünscht sich dringend eine Zusammenführung des bestehenden Radwegenetzes: “Wir brauchen einen Lückenschluss zwischen Feld am See, Bad Kleinkirchheim und dem Millstätter See sowie Spittal und Seeboden. Die Verbindung der Orte in der Region in verschiedenen Höhenlagen wird künftig eine wichtige Rolle spielen - vor allem für E-Biker.”

Neue Projekte voranbringen

Radkoordinator Roland Gutzinger fungiert seit mittlerweile zwei Jahren als Projektkoordinator und Ansprechpartner für Kommunen, Grundbesitzer und Touristiker. Er befasst sich damit, die bestehenden Verträge abzusichern sowie die Infrastruktur und Beschilderung zu verbessern. Im Fokus seiner Arbeit steht unter anderem auch die Weiterentwicklung des Streckennetzes und die Konzipierung neuer Trails und Übungsgelände für Mountainbiker. “Die Erlebnisräume Millstätter See, Bad Kleinkirchheim und Nockberge sollen in Form einer großen Radtour miteinander verbunden werden. Die Radinfrastruktur hin zu unseren Nachbarregionen wollen wir auch kontinuierlich verbessern. So lautet unser großes langfristiges Ziel”, sagt Gutzinger. Pläne gibt es für neue Trails in Bad Kleinkirchheim und Feld am See sowie für ein Übungsgelände in Seeboden. Gutzinger: “Ab 2023 gibt es eine neue Bike-Karte mit allen Touren und Bike-Hotspots, um das große Bike-Angebot der Region sichtbar zu machen.”

Über Radpionier Wolfgang Krainer

Wolfgang Krainer war schon immer ein Trendsetter in Sachen Sport. Als diplomierter Sportlehrer kam er nach dem Studium in Wien in den 1970er-Jahren nach Kärnten zurück, um direkt am Ufer des malerischen Brennsees in Feld am See seine Sportschule zu gründen. Zuerst als offizielle Tennisschule, dann kamen Wassersportarten und die Skischule dazu. Heute ist die Sportschule Krainer mit sechs ausgebildeten Bikeguides das Bike-Kompetenz-Zentrum in Kärnten schlechthin. Der 69-Jährige, in dessen Fußstapfen seine Kinder Adrian und Vanessa treten, wird mit seiner Familie das Thema Biken in der Region weiterhin aktiv mitgestalten. Für seine Verdienste rund um den Kärntner Sporttourismus wurde Wolfgang Krainer das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen. Angebot der Sportschule Krainer: Biken, Surfen, Segeln, Tennis, Kajak, Bogenschießen, Inlineskaten, Trailrunning, Nordic Walking, Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern uvm.

Quelle: OTS

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