vonRedaktion Salzburg
APRIL 30, 2026
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
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LR Schneemann/LR Dorner: Soziale Dienste Burgenland setzen Meilenstein für würdevolle Begleitung am Lebensende
Die heutige Gleichenfeier markiert einen wichtigen Baufortschritt für eines der zentralen Pflegeprojekte im Burgenland: das erste stationäre Hospiz des Landes. Mit diesem Angebot setzen die Sozialen Dienste Burgenland (SDB) einen bedeutenden Schritt für die Begleitung von Menschen am Lebensende. Landesrat Leonhard Schneemann unterstreicht: „Mit dem ersten stationären Hospiz im Burgenland setzen wir einen Meilenstein für eine würdevolle Begleitung am Lebensende. Hier geht es nicht um Betten, sondern um Menschlichkeit, Nähe und Respekt. Mit dem stationären Hospiz und den bereits etablierten mobilen Teams schaffen wir erstmals eine flächendeckende Hospiz- und Palliativversorgung im Burgenland. Unser Ziel ist klar: ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben bis zum Tod – mit bestmöglicher Begleitung, wenn sie gebraucht wird.“
Auch Landesrat Heinrich Dorner hebt die Wichtigkeit der Einrichtung hervor: „Wohnortnahe Versorgung in Gesundheit und Pflege – das sind im Burgenland keine leeren Floskeln, sondern ist seit Jahren gelebte Praxis. Auch der Bezirk Oberpullendorf profitiert von dieser Offensive, es wurde und wird massiv in den Ausbau in den Bereichen investiert. Nun erfolgt mit dem landesweit ersten stationären Hospiz in Oberpullendorf der nächste wichtige Schritt, mit dem eine würdevolle Versorgung für den letzten Lebensabschnitt gewährleistet wird.“
Bau voll im Zeitplan
Nach dem Baustart im Dezember 2025 schreiten die Arbeiten zügig voran. In unmittelbarer Nähe zum bestehenden Pflegewohnhaus sowie zur Klinik Oberpullendorf entsteht ein modernes Hospiz mit insgesamt zehn Betten. Ein multiprofessionelles Team aus den Bereichen Pflege, Sozialarbeit, Psychologie und weiteren Fachdisziplinen wird künftig eine umfassende Betreuung sicherstellen. Insgesamt sind rund 25 Voll- und Teilzeitstellen vorgesehen. Die Fertigstellung ist bis Ende 2026 geplant.
Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch die Gebrüder Haider & Co Hoch- und Tiefbau GmbH, die im Rahmen eines Vergabeverfahrens als Auftragsnehmer hervorgingen. Für die architektonische Planung zeichnet das Architekturbüro plusminusnull Architektur ZT GmbH verantwortlich. Der Betrieb des Hospizes wird über ein Tochterunternehmen der SDB, die Burgenländische Pflegeheim Betriebs-GmbH (BPB), erfolgen. „Unser Ziel ist es, Menschen in ihrer letzten Lebensphase bestmöglich zu begleiten – medizinisch, pflegerisch und vor allem menschlich. Mit dem stationären Hospiz schaffen wir einen Ort der Geborgenheit, Würde und professionellen Betreuung“, betonen Johannes Zsifkovits, Geschäftsführer der SDB und Andreas Predl, Geschäftsführer der BPB.
Hospiz- und Palliativversorgung im Burgenland
Das stationäre Hospiz ergänzt die bestehenden mobilen Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung im Burgenland. Die SDB betreiben zwei mobile Palliativteams mit Standorten in Eisenstadt und Güssing, die im gesamten Bundesland im Einsatz sind. Außerdem bauen die SDB in den Bezirken Oberpullendorf, Güssing und Jennersdorf ehrenamtliche mobile Hospizbegleitung auf. In den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt-Umgebung und Mattersburg ist das Rote Kreuz Burgenland und im Bezirk Oberwart die Diakonie Burgenland für die ehrenamtliche Hospizbegleitung zuständig.
Quelle: Land Burgenland