Steiermark: Christophorus 14 ab 10. Oktober im 24-Stunden-Betrieb

vonRedaktion Salzburg
OKTOBER 06, 2022

Foto: PressefotoScharinger

ÖAMTC-Flugrettungsstützpunkte in Niederöblarn und St. Michael werden um Ersatzfahrzeuge ergänzt.

Graz (5. Oktober 2022).- Der in Niederöblarn stationierte Notarzthubschrauber Christophorus 14 wird ab 10. Oktober auch während der Nachtstunden für Menschen in medizinischen Notsituationen zur Verfügung stehen. Bereits im Sommer beschloss die Steiermärkische Landesregierung die Beauftragung des Umsetzungskonzeptes der ÖAMTC-Flugrettung. In ihrer Sitzung vom 6. Oktober wird die Steiermärkische Landesregierung nun die Umsetzung des vorliegenden Konzeptes beauftragen und mit rund zwei Millionen Euro die jährliche Finanzierung für die steirische Flugrettung anheben. Sämtliche notwendigen Vorbereitungen sind getroffen. Somit steht einer Aufnahme des Rund-um-die-Uhr-Betriebes in Niederöblarn mit kommenden Montag nichts mehr im Wege. Der 24-Stunden-Betrieb wird auch ein weiteres Novum für die Steiermark mit sich bringen. Sowohl in Niederöblarn als auch in St. Michael wird die ÖAMTC-Flugrettung ein Ersatzfahrzeug stellen. Die bodengebundene Alternative kommt dann zum Einsatz, wenn der Hubschrauber aufgrund von Schlechtwetter nicht starten kann.

Landeshauptmann Christopher Drexler: „Durch die Aufrüstung des Christophorus 14 sind zwei der drei Notarzthubschrauber in der Steiermark rund um die Uhr einsatzbereit. Das ist gerade am Standort Niederöblarn aufgrund der flächenmäßigen Größe des Bezirkes Liezen als auch wegen seiner schwierigen Topographie ein wichtiger Schritt zu noch mehr Versorgungssicherheit. Durch die Ausstattung der Hubschrauberstützpunkte in St. Michael und Niederöblarn mit Ersatzfahrzeugen, können die diensthabenden Kräfte auch dann in den Einsatz gehen, wenn das Wetter Flüge nicht zulassen sollte. Das Netz der Notarztversorgung in der Steiermark wird ab Montag noch engmaschiger."

Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang: „Die Erweiterung ist für die Menschen in der gesamten Region von enormer Bedeutung. Daher war es mir ein großes Anliegen, dass wir die nötige Finanzierung für den 24-Stunden-Betrieb sicherstellen."

Landesrätin Juliane Bogner-Strauß: „Mit der Erweiterung um den 24-Stunden-Betrieb in Öblarn vergrößern wir nicht nur das Angebot aus der Luft, es stehen damit insgesamt mehr Personen für Noteinsätze in der Region zur Verfügung. Bereits jetzt sind die getroffenen Maßnahmen aus dem Notarztpaket effektiv."

Landesrätin Doris Kampus: „Als Soziallandesrätin ist es mir ein großes Anliegen, dass die Steirerinnen und Steirer in allen unseren Regionen, besonders in Notsituationen, medizinisch bestens versorgt sind. Grundsätzlich haben wir ein gutes Versorgungsnetz für Notfälle, aber es sind auch Verbesserungen (zum Beispiel Sanitätergesetz) notwendig. Durch den 24-Stunden-Betrieb des Rettungshubschraubers von Niederöblarn aus sowie die beiden neuen Notfahrzeuge können wir das Netz notärztlicher Versorgung in der Obersteiermark nun noch dichter knüpfen."

„Die Beauftragung durch die politischen Verantwortlichen für einen zweiten Notarzthubschrauber im 24-Stunden-Betrieb in der Steiermark, ist ganz im Sinne der Bevölkerung", so Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. „Notfälle halten sich an keine Tageszeit, darum ist es ein Gebot der Stunde eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung aus der Luft 24 Stunden am Tag zu garantieren."

Stützpunkt NiederöblarnAktuell fliegt die C14-Crew rund um Stützpunktleiter Gerhard Brunner, den leitenden Notarzt Reinhard Doppler und den leitenden Flugretter Albert Prugger rund 800 Einsätze im Jahr. Notärzte und Notärztinnen kommen aus den umliegenden Krankenhäusern und Arztpraxen und sind daher mit den lokalen Gegebenheiten bestens vertraut. Die Flugretter wiederum bringen als Mitglieder der Bergrettung die nötige Erfahrung mit, um im hochalpinen Bereich, schnell und effizient helfen zu können. Durch Ihren Einsatz konnten viele Menschenleben gerettet und schwere gesundheitliche Schäden vermieden werden. „Die gute Zusammenarbeit zwischen den Christophorus-Crews, dem Roten Kreuz, der Bergrettung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der steirischen Krankenhäuser trägt Tag für Tag dazu bei, dass Erkrankten im Notfall schnell und professionell geholfen wird", so Kapitän Reinhard Kraxner abschließend.

Quelle: Land Steiermark

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