Österreich: BEÖ zur Industriestrategie - E-Mobilität als Rückgrat eines klimafitten Wirtschaftsstandorts

vonOTS
JÄNNER 15, 2026

Foto: Breitbild Austria

Foto: BEÖ

Foto: BEÖ

Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) fordert klare Priorität für elektrisches Fahren, Investitionssicherheit und Förderung erneuerbarer Lösungen.

Anlässlich der Ausarbeitung der neuen Industriestrategie der Bundesregierung appelliert der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) an die Verantwortlichen, E-Mobilität als zentralen Baustein einer zukunftsfähigen Industrie- und Standortpolitik zu verankern. „Wer heute bei der E-Mobilität bremst, gefährdet Investitionen, Arbeitsplätze und die Klimaziele“, betont BEÖ-Vorsitzender Andreas Reinhardt.

E-Mobilität als Standortfaktor

Die künftige Industriestrategie entscheidet mit darüber, ob Österreich seine Rolle als Vorreiter bei Ladeinfrastruktur und erneuerbarer Mobilität ausbauen oder verspielen wird“, sagt Andreas Reinhardt. Ende 2025 waren in Österreich rund 260.000 reine E-PKW zugelassen. Diese Zahlen zeigen: „E-Mobilität ist längst im Mainstream angekommen: Sie senkt Emissionen, stärkt die Energieunabhängigkeit und eröffnet neue Wertschöpfung für heimische Betriebe.“

Der BEÖ verweist auf über 36.000 öffentliche Ladepunkte in Österreich und ein flächendeckend wachsendes Netz für Pkw, Lkw und Busse, das bereits heute tausende Arbeitsplätze in Planung, Bau, Betrieb und Services absichert. Zudem stärkt ein funktionierendes Ladenetz den Tourismus und regionale Attraktivität.

Keine fossilen Rückschritte

Mit Blick auf Debatten zur „Technologieoffenheit“ warnt der Verband vor falschen Signalen zugunsten fossiler Rückschritte. „Technologieoffenheit darf kein Einfallstor für ein Verbrenner-Revival sein, sondern muss sich auf erneuerbare Lösungen konzentrieren: von batterieelektrischen Fahrzeugen bis zu grünen Speichern und smarten Netzen“, stellt Reinhardt klar.

International ist die strategische Entscheidung für Elektromobilität bereits gefallen, große Märkte investieren massiv in Fahrzeuge, Batterien und Ladeinfrastruktur. Auch die EU hat sich dazu bekannt, bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu werden. „Wenn Europa und Österreich hier ins Zögern geraten, verlieren wir doppelt: an Wettbewerbsfähigkeit und an Klimaschutz“, so Reinhardt.

Fünf BEÖ Forderungen an die Industriestrategie

Auf Basis seines 5-Punkte-Programms „E-Mobilität für alle: flächendeckend, leistbar, zukunftssicher“ richtet der BEÖ folgende Kernforderungen an die Bundesregierung:

„Wer den Verbrenner rettet, verspielt die Zukunft“

Die neue Industriestrategie muss ein modernes Bild von Technologieoffenheit zeichnen: Sie soll Investitionen in saubere Innovationen beschleunigen, nicht gestrige Lösungen konservieren“, fasst Andreas Reinhardt zusammen. „Wer den Verbrenner retten will, riskiert, dass Österreich beim Wandel zur klimaneutralen Mobilität den Anschluss verliert, wirtschaftlich, klimapolitisch und gesellschaftlich.“

Der BEÖ bietet der Bundesregierung an, seine Expertise aus Praxisprojekten, Ladeinfrastruktur und Kund:innenperspektive in die laufende Erarbeitung und Umsetzung der Industriestrategie einzubringen. „Unser Anspruch ist es, die Transformation aktiv mitzugestalten und als verlässlicher Partner weiter voranzutreiben“, so Reinhardt.

Grafik: Neuzulassungen E-PKW 2025 nach Bundesländer
Grafik: Ladepunkte in Österreich nach Bundesländer und Leistung

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) vertritt die Interessen von 13 Energieunternehmen in Österreich und setzt sich für den flächendeckenden Ausbau mit Elektromobilität unter Verwendung von 100 Prozent Erneuerbarer Energie aus Österreich ein. Die Mitglieder des BEÖ sind: BE Solution GmbH (Burgenland Energie), Energie AG Vertrieb GmbH, Energie Graz GmbH, Energie Steiermark Kunden GmbH, EVN Energieservices GmbH, illwerke vkw AG (vkw), Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, LINZ AG, Salzburg AG, TINEXT (TIWAG-Next Energy Solutions GmbH), Wels Strom GmbH und Wien Energie GmbH. www.beoe.at

Quelle: OTS

Mehr Nachrichten aus

Österreich