vonRedaktion Salzburg
OKTOBER 01, 2026
Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hölzl
Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hölzl
(LK) Der heutige Spatenstich für das neue Rückhaltebecken Felbertal-Hintersee in der Stadtgemeinde Mittersill ist der Startschuss für den Ausbau des Hochwasserschutzes im Oberpinzgau. Direkt am See wird das Rückhaltevolumen durch einen neuen Damm deutlich erhöht und so das Hochwasserrisiko in der Gemeinde reduziert. Die Kosten liegen bei rund 2,7 Millionen Euro.
Für Landesrat Maximilian Aigner ist das Ziel der nun begonnenen Maßnahmen klar: „Wir bauen den Hochwasserschutz in Salzburg Schritt für Schritt weiter aus, um den Schutz der Bevölkerung konsequent zu verbessern. Hier geht es darum, einen bedeutenden Lebens- und Wirtschaftsraum langfristig zu schützen und als lebenswerte Region zu erhalten. Mit dem Projekt in Mittersill am Hintersee setzen das Land und der Wasserverband Salzach Oberpinzgau einen weiteren wichtigen Baustein für den Hochwasserschutz im Oberpinzgau gemeinsam um.“
2,7 Millionen Euro für die Sicherheit
Die Kosten von rund 2,7 Millionen Euro für das Rückhaltebecken Felbertal-Hintersee teilen sich das Land Salzburg (90 Prozent) und der Wasserverband Salzach Oberpinzgau (10 Prozent). Mit dem Abriss der bestehenden vier Meter hohen Sperre wurde bereits begonnen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis November 2027.
Lerchbaumer: „Uns eint ein gemeinsames Ziel.“
Hannes Lerchbaumer, Obmann des Wasserverbandes Salzach Oberpinzgau, ist „erleichtert, dass mit Hintersee nun die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Oberpinzgau startet. Auch der nächste Ausbauschritt in Hollersbach ist nun auf Schiene und es gibt sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen im Bund für diesen und die weiteren Projektschritte im Oberpinzgau. Mir war bei den Verhandlungen immer wichtig, dass alle gehört werden und wir haben ein gutes Einvernehmen mit allen Beteiligten, besonders mit der Landesumweltanwaltschaft sowie den Vertretern aus dem Naturschutzbund und natürlich den Grundeigentümern. Uns alle eint ein gemeinsames Ziel: Der bestmögliche Schutz für die Region.“
Rückhaltevolumen wird deutlich verbessert
Herzstück des Retentionsbeckens am Hintersee ist ein neuer Damm. „Auf 70 Metern Länge wird hier ein Erddamm errichtet. Dazu kommt eine Betonsperre mit rund zehn Metern Höhe. Im Endausbau können wir das Rückhaltevolumen von derzeit 200.000 Kubikmetern auf rund 700.000 Kubikmeter erhöhen. Bei einem hundertjährlichen Hochwasser wird damit der Wasserabfluss um rund 20 Prozent reduziert“, erläutert Dominik Rosner, Leiter der Abteilung Wasser.
WLV-Projekte laufen parallel
Gleichzeitig mit der Landes-Baustelle am Hintersee arbeitet auch die Wildbach- und Lawinenverbauung Salzburg an der Verbesserung des Schutzes im Oberpinzgau. So werden derzeit Schutzmaßnahmen am Tobersbach in Uttendorf, am Unterlauf des Obersulzbach in Neukirchen sowie an der „Obersten Salzach“ in Wald im Pinzgau umgesetzt.
Bewilligungen für Hollersbach liegen vor
Intensiv gearbeitet wird weiterhin an den Untersuchungsgebieten Mittersill-Rettenbach, Neukirchen-Sulzau, Habachtal und Krimmler Achental gemeinsam mit dem Bund in eine integrierte Gesamtbetrachtung eingebunden sind. Ziel ist nach wie vor ein abgestimmtes Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz Oberpinzgau, das Schritt für Schritt weitergeplant, genehmigt und umgesetzt werden kann. Das Projekt Hollersbach ist weiterhin ein zentraler Bestandteil des langfristigen Hochwasserschutzes in der Region. Hier liegen nun auch die Bewilligungen vor. Die weitere Finanzierung wird derzeit mit dem Bund abgestimmt.
Quelle: Land Salzburg