vonOTS
MAI 05, 2026
Foto: AIT/TM-photography
Von 3D-Wahrnehmung bis zum sicheren Handeln: Sechs Schlüsselbausteine für autonome Maschinen
Das AIT Austrian Institute of Technology präsentiert gemeinsam mit der TU Wien und der Tufts University sechs hochkarätige wissenschaftliche Beiträge auf der ICRA 2026 in Wien. Die Arbeiten adressieren zentrale Bausteine für autonome Arbeitsmaschinen – von robuster 3D-Wahrnehmung mit LiDAR über sichere Bewegungsplanung und -regelung bis hin zu verifizierbarer Sicherheit und Entscheidungslogik. Damit stärkt das AIT seine internationale Sichtbarkeit in Robotik und Automatisierung von Arbeitsmaschinen.
Ob in der Produktion, auf der Baustelle, im Wald oder in der Logistik: Viele Tätigkeiten sind schwer, monoton oder gefährlich. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit – und in vielen Bereichen wird qualifiziertes Personal knapper. Autonome Arbeitsmaschinen können hier gezielt entlasten: Sie unterstützen Bediener:innen, steigern die Präzision wiederkehrender Abläufe, reduzieren Stillstände und ermöglichen einen sicheren Betrieb – auch unter anspruchsvollen Outdoor-Bedingungen.
Doch wie werden Bagger, Krane und Gabelstapler zu echten Robotern im Feld – robust, effizient und vor allem sicher? Autonomie entsteht nicht durch einzelne „smarte“ Komponenten, sondern nur, wenn sie von Anfang an ganzheitlich in der Maschinenentwicklung mitgedacht wird. Dafür braucht es eine durchgängige Robotik-Architektur, die den gesamten Autonomieprozess abdeckt: von Wahrnehmung mit geeigneter Sensorik über Bewegungsplanung (Navigation und Pfadplanung) und Bewegungsregelung bis hin zu verifizierbarer Sicherheit und Entscheidungslogik. Erst wenn diese Kette auch unter wechselnden Umweltbedingungen zuverlässig zusammenspielt, wird Automatisierung im realen Einsatz praxistauglich.
Genau hier setzt die Robotik-Forschung am AIT Austrian Institute of Technology an – in Kooperation mit der TU Wien und der Tufts University. Die Partner bündeln ihre Arbeiten in sechs wissenschaftlichen Beiträgen, die auf der ICRA 2026 (1.–5. Juni) in Wien präsentiert werden. Die IEEE International Conference on Robotics and Automation (ICRA) zählt zu den weltweit wichtigsten Konferenzen für Robotik und Automatisierung und bringt internationale Forschung, Industrie und Innovation in einem zentralen Forum zusammen.
Die sechs Beiträge adressieren zentrale Herausforderungen der Autonomie – vom zuverlässigen „Sehen“ bis zur sicheren Ausführung komplexer Aufgaben. Im Einzelnen geht es um folgende Punkte:
Mit den ICRA-Beiträgen unterstreicht das AIT seine Rolle in der Automatisierung von Arbeitsmaschinen – mit Fokus auf praxistaugliche Lösungen für Bauwirtschaft, Logistik sowie Forst- und Landwirtschaft. Im Zentrum stehen Technologien, die sich in realen Umgebungen bewähren: robust gegenüber Störungen, sicher im Betrieb und effizient in der Ausführung. Diese Forschungsergebnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung der autonomen Maschinen im AIT Large-Scale Robotics Lab ein – mit dem Ziel, Autonomie kontinuierlich sicherer und leistungsfähiger zu machen.
Ergänzend zur Präsentation auf der ICRA macht das AIT Robotikforschung erstmals auch einem breiten Publikum zugänglich: beim Festival der Roboter am 30.–31. Mai am Karlsplatz in Wien. Dort zeigt das AIT autonome Arbeitsmaschinen live und gibt außerdem Einblicke in weitere Entwicklungen und Anwendungsfelder autonomer Maschinen.
Roboter in Wien
AIT Large-Scale Robotics Lab
ICRA
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Quelle: OTS