Innsbruck: „Amras Next“ – von der Bausperre zur Gemeinnützigkeit

vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 15, 2026

Foto: IKM/M. Darmann

Stadt stellt Weichen für leistbares Wohnen und Kinderbildung in Amras

Die Stadtregierung setzt konsequent auf leistbares Wohnen für die Bevölkerung. Gemeinsam mit den Bauwerbern UBM und Tigewosi wurden nun die Weichen für einen mehrgeschossigen Wohnpark „Amras Next“ gestellt. Für Bürgermeister Johannes Anzengruber ist dies ein erster Meilenstein, der im Zuge der erlassenen Bausperren für potenzielle sogenannte „Vorbehaltsflächen für den gemeinnützigen Wohnbau“ umgesetzt werden kann. Alle Eckdaten dieses Kombi-Projektes aus privat und gemeinnützig finanzierten Wohnungen wurden am 14. Jänner 2026 im Zuge einer Pressekonferenz präsentiert.

In Amras entsteht der erste Wohnpark Innsbrucks in Holzbauweise. Insgesamt sechs Baukörper bieten Platz für circa 35 objektgeförderte Wohneinheiten im Mietkauf-Modell, rund 130 Wohneinheiten frei finanziert und einer dreigruppigen Kinderbildungseinrichtung.

„Konstruktiver Weg trägt Früchte“

Innsbruck schafft gemeinsam mit UBM und der Tigewosi auf einem von der Bausperre betroffenen Areal leistbaren Wohnraum und damit öffentlichen Mehrwert. „Bei ‚Amras Next‘ hat sich gezeigt, dass der konstruktive Weg Früchte trägt. Wir haben die Liegenschaft kooperativ entwickelt – sozial verträglich, mit gemeinnützigen Wohnungen und einer neuen Kinderbetreuungseinrichtung“, zeigt sich Bürgermeister Johannes Anzengruber erfreut.

Geförderter Wohnbau und 75 Prozent Hauptwohnsitzquote in Amras

„Dabei kommen die rund 170 Wohnungen den Wohnbedürfnissen der Bevölkerung entgegen – neben den 35 Wohneinheiten im geförderten Bereich verpflichten wir auf 75 Prozent der freifinanzierten Wohnungen ein Hauptwohnsitz anzumelden“, betont Janine Bex, Stadträtin für Stadtplanung, und weiter: „Mit dieser Hauptwohnsitzquote stellen wir klar: Hier geht es ums Wohnen, nicht um Spekulation. Die qualitätsvolle Umsetzung des Bauprojektes wurde durch die fachliche Begleitung des Gestaltungsbeirats sichergestellt.“ Die sechs Baukörper werden in Holzbauweise und einem nachhaltigen Energiekonzept umgesetzt.

Hochwertige Kinderbildung und -betreuung in Amras

Auch der Vorsitzende des Wohnungsausschusses, Klubobmann Benjamin Plach, begrüßt, dass leistbares Wohnen und eine neue Kinderbildungseinrichtung für den Stadtteil Amras geschaffen werden. Diese verfüge über 660 m2 Innenfläche und zusätzliche Freiflächen von 600 m2: „Wir haben eine Lösung gefunden, die städtische Interessen mit Bauwerber- und Anwohnerwünschen zusammenführt und zusätzliche Kinderbetreuungsplätze direkt im Stadtteil Amras schafft. Das zeigt: Mit mutigen Schritten in der Raumordnung können wir nicht nur Spekulation stoppen, sondern auch einen Mehrwert für unsere Stadt generieren!“

Statements der Bauwerber UBM/Pema und Tigewosi:

Gerhard Schöffthaler, Niederlassungsleiter UBM West

„Der Wohnpark Amras Next reagiert auf die Bedürfnisse des urbanen Raums und trägt spürbar zur Aufwertung des Stadtteils bei. Wir leisten mit den geplanten Eigentumswohnungen einen wertvollen Beitrag für die Schaffung von attraktiven, am freien Markt erhältlichen Wohnraum. Für die hohe Nachfrage am freien Wohnungsmarkt können wir mit diesem Projkt auch preiswerte Eigentumswohnungen anbieten. Mit der klimaschonenden Holzbauweise und der hochwertigen Architektur vom Büro DIN A4 wird dieses Wohnprojekt einen Meilenstein in der künftigen Wohnbauentwicklung für Innsbruck setzen.“

Florian Rangger, Geschäftsführer Tigewosi

Die TIGEWOSI als gemeinnütziger Bauträger und Partner der Stadt Innsbruck wird im Wohnpark Amras gemeinnützige Wohnungen im nordseitig gelegenen Baukörper errichten. Dafür wird eine Grundstücksparzelle von der UBM an die Tigewosi verkauft.

Tigewosi-Geschäftsführer Florian Rangger hebt die Zusammenarbeit von gemeinnützigen und gewerblichen Bauträgern hervor: „Solche Kooperationen sind ein Zukunftsmodell für die nachhaltige Mobilisierung von Grundstücken, um leistbaren Wohnraum für die einheimische Bevölkerung zu schaffen.“

Factbox Wohnpark Amras Next:

Factbox Bausperren/Vorbehaltsflächen:


Quelle: Stadt Innsbruck

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