Wien: wohnpartner - Nachbarschaftsservice schließt 2021 mit starken Zahlen ab

vonRedaktion Salzburg
DEZEMBER 29, 2021

Wien

Trotz der Corona-Pandemie hielt wohnpartner sein hohes Leistungsvolumen im zu Ende gehenden Jahr aufrecht: Insgesamt hatten die Nachbarschaftsexpert*innen 193.419 aktive Kontakte mit Mieter*innen im Wiener Gemeindebau. Davon fanden 120.172 Kontakte im Rahmen der Konfliktarbeit statt. Über 73.000 Mal haben Bewohner*innen an Projekten, Aktionen, Initiativen und an Vernetzungstätigkeiten teilgenommen. Diese Werte liegen auf dem Niveau von 2020 und sind deutlich höher als in der Vor-Corona-Ära im Jahr 2019, als die Belastungen durch die Pandemie noch nicht gegeben waren.

Möglich wurden die hohen 2021-Kontaktzahlen durch ein besonders aufwendiges Sommerprogramm mit mehr als 600 Aktionen, Initiativen und Kooperationen, die unter strengen COVID-Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt wurden sowie dank innovativer Formate im nicht-persönlichen Bereich.

Gaal: Zusammenhalt mehr gefragt denn je

„Der soziale Zusammenhalt ist in herausfordernden Zeiten mehr gefragt denn je. Die wohnpartner nehmen hier eine wichtige Rolle ein, indem sie sich für das Miteinander aller Bewohnerinnen und Bewohner im Wiener Gemeindebau stark machen. Mit viel Fingerspitzengefühl gilt es zum Teil im täglichen Alltag zu vermitteln und durch das innovative Programm Akzente zu setzen, um das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Mittlerweile haben wir zusätzlich die Rolle der sozialen Beratung gestärkt, damit die Unterstützungsleistungen der Stadt Wien noch besser dort ankommen, wo sie benötigt werden. “ betont die Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaàl die Wichtigkeit der Tätigkeit der wohnpartner.

Lärm als Hauptärgernis und Intensivierung von „wohnpartner unterwegs“

In der Kernkompetenz der Konfliktvermittlung wurden im Jahr 2021 15.590 neue Fälle bearbeitet, wobei weiterhin Lärmkonflikte am häufigsten für Ärger unter Nachbar*innen sorgten (2020: 16.158). Wenn die Pandemie persönlichen Kontakt nicht zuließ, wurde entweder telefonisch, mit Abstand im Freien bzw. durch ein geöffnetes Oberlicht kommuniziert.

Im Rahmen von wohnpartner unterwegs konnte mit 20.498 Bewohner*innen Kontakt aufgenommen werden. Dieses Format wurde deutlich intensiviert angesichts der Corona-Pandemie, da sich gezeigt hat, dass Bewohner*innen auf Rundgängen durch die Gemeindebau-Höfe durch wohnpartner-Mitarbeiter*innen besonders gut erreicht werden konnten, so es die Ausgangsbeschränkungen möglich machten. (2020: 16.101).

Neue Servicesäule „Soziale Information, Beratung und Unterstützung“ (SIBU)

Neben den beiden Säulen Konfliktvermittlung und Stärkung des guten Miteinanders durch Initiativen unter den 500.000 Gemeindebau-Bewohner*innen von Wiener Wohnen, wurde als dritte Säule „SIBU“ im Mai 2021 ausgerollt. Darunter ist „Soziale Information, Beratung und Unterstützung zu verstehen, konkret nimmt wohnpartner eine Drehscheibenfunktion wahr und bringt Bewohner*innen bei Problemen mit den jeweilig zuständigen Institutionen zusammen.

Breite Bandbreite an Aktivitäten förderte den sozialen Zusammenhalt

wohnpartner setzte 2021 zahlreiche Schwerpunkte, ermöglichte etwa Corona-Impfungen direkt in den eigenen Lokalen und bewarb die Impfmöglichkeit intensiv. Im Rahmen der Kulturschiene „Kulturlabor Gemeindebau“ fanden 32 Termine statt, darunter die 1. Gemeindebaufestwochen und die Ausstellung „Voll Hobby!“. Zu den weiteren Highlights zählt die Buchveröffentlichung „Krautfleckerl und Kimchi“, Projekte zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt sowie Buchverteil-Aktionen anlässlich von 10 Jahren „Bücherkabine“.

Quelle: Stadt Wien

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