Zukunftsgespräch der Windkraft Simonsfeld mit Science Buster Florian Freistetter

vonOTS
NOVEMBER 11, 2023

Foto: Astrid Knie

Was man vom Universum über die Klimakrise lernen kann

Mehr als 200 Gäste besuchten das 8. Simonsfelder Zukunftsgespräch mit Florian Freistetter in der Veranstaltungshalle in Ernstbrunn. Im Rahmen der Zukunftsgespräche betreibt die Windkraft Simonsfeld seit knapp acht Jahren Bewusstseinsbildung zur Klimakrise und diskutiert mit Expert*innen globale Zukunftsthemen rund um Ökologie, Ökonomie und Klima.

Warum unsere Zukunft doch nicht in den Sternen liegt

Florian Freistetter erzählt als Astronom, Podcaster und Science Buster Geschichten, die die Welt erklären. Zwei seiner Schwerpunkte sind das Universum und das Klima – wie sich diese Themen verbinden lassen und was man daraus ableiten kann, hat er bei den Simonsfelder Zukunftsgesprächen präsentiert. Mit dem Blick ins All ermöglichte er dem Publikum einen Perspektivenwechsel, der deutlich machte, warum jetzt Handlungen notwendig sind, um die Klimakrise noch einzudämmen. Denn: „Die Astronomie zeigt uns, dass Planeten wie die Erde sehr selten sind. Unsere Welt ist ein einzigartiger Ort. Wenn wir als Menschheit eine Zukunft haben wollen, müssen wir uns diesen besonderen Planeten erhalten“, so Florian Freistetter.

Der größte Hebel gegen die Klimakrise: Mut

In der Podiumsdiskussion, moderiert von Jennifer Frank, ging es um die Umsetzung der Energiewende: Die beiden Vorstände der Windkraft Simonsfeld Markus Winter (Technik) und Alexander Hochauer (Finanz) erörterten mit Florian Freistetter und Stefan Haslinger konkrete Beispiele und notwendige Voraussetzungen. Stefan Haslinger, Elektrotechniker und Quantenphysiker, setzt seit vielen Jahren bei Schubert CleanTech GmbH Projekte für die Energiewende um. Er ist Experte für dezentrale Energiesysteme sowie für die Stromnetzintegration großer PV- und Windparks.

„Es braucht mutige Entscheidungen, um die Energiewende voranzutreiben. Entscheidungen, wie sie die Windkraft Simonsfeld und andere Unternehmen jeden Tag aufs Neue treffen. So zum Beispiel auch die Firma Oberger, mit der wir die gesamte Busflotte auf E-Busse umgestellt haben. Denn der größte CO2 Emittent ist immer noch der Verkehr.“

Markus Winter ergänzt: „Die fossile Verbrennung und die Subventionierung von fossilen Brennstoffen muss aufhören, unsere CO2 Bilanz ist schon zu weit fortgeschritten. Derzeit fließt deutlich mehr Förderung in die fossilen als in die erneuerbaren Energien. Um das zu ändern, braucht es mutige politische Entscheidungsträger*innen. Aber auch das Bewusstsein jedes Einzelnen, dass wir jetzt etwas tun müssen.“

„Gesetzliche Rahmenbedingungen, ein Klimaschutzgesetz, bindende Budgets und Ziele für den Ausbau – das sind wichtige Hebel. Dazu muss in der Politik ein Umdenken stattfinden: auch mit Klimaschutz lassen sich Wahlen gewinnen, davon sind wir überzeugt,“ unterstreicht Alexander Hochauer.

Wir haben alles, um die Energiewende zu schaffen

Die Experten am Podium waren sich einig: Das notwendige Wissen und die entsprechende Technik, die es für die Umsetzung der Energiewende braucht, sind bereits vorhanden. Das belegt auch der aktuelle IPCC-Report: „Wir haben schon heute Anpassungsoptionen, die machbar und wirksam sind. Diese werden allerdings mit zunehmender globaler Erwärmung immer weniger wirksam.“ An vorderster Stelle steht dabei der Ausbau der erneuerbaren Energien.

Jetzt eine nachhaltige Zukunft gestalten

Der IPCC-Report stellt weiter fest: „Die in diesem Jahrzehnt getroffenen Entscheidungen und durchgeführten Maßnahmen werden sich jetzt und für tausende von Jahren auswirken.“ Die einstimmige Meinung des Podiums der 8. Simonsfelder Zukunftsgespräche: Wir können noch Handlungen setzen, um rechtzeitig eine Veränderung zum Besseren möglich zu machen. „Wir alle haben Handlungsmacht, niemand von uns ist zu unwichtig, etwas tun zu können. Das Wichtigste, das man tun sollte, ist etwas. Etwas tun, ist immer besser als nichts tun“, betont Florian Freistetter. Wesentlich dabei sind Bewusstseinsbildung, Wissensvermittlung und aufzuzeigen, welche positiven Effekte es haben kann, wenn wir jetzt handeln.

Dieses Ziel verfolgt die Windkraft Simonsfeld mit den Zukunftsgesprächen – jedes Jahr aufs Neue.

Windkraft Simonsfeld AG

Die Windkraft Simonsfeld AG mit Firmensitz in Ernstbrunn (NÖ) betreibt 93 Windenergieanlagen in Österreich und Bulgarien sowie ein Sonnenkraftwerk in der Slowakei und produziert damit den jährlichen Strombedarf von 166.000 Haushalten. Das Unternehmen arbeitet seit über 25 Jahren für die Energiewende und beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter*innen. Mit rund 3.700 Beteiligten ist die Windkraft Simonsfeld einer der großen Bürger*innen-Beteiligungsunternehmen Österreichs. www.wksimonsfeld.at

Quelle: OTS

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