Judendorf-Straßengel, Bez. Graz-Umgebung: Wohnhausbrand - vier Feuerwehren im Einsatz, 9 gerettete Personen

vonRedaktion Salzburg
DEZEMBER 09, 2022

Foto: Kevin Stessel, OBI, FF Gratwein

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Foto: Kevin Stessel, OBI, FF Gratwein

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Bei einem Wohnungsbrand Donnerstagvormittag, 8. Dezember 2022, wurde ein 47-Jähriger schwer verletzt. Drei Nachbarn des Mehrparteienwohnhauses mussten wegen den Rauchgasen ärztlich behandelt werden.

Das Feuer dürfte vor 09:30 Uhr in der Grazer Straße ausgebrochen sein. Die Feuerwehren Judendorf, Gratwein, Eisbach-Rein und SAPPolizeiinspektion rückten mit elf Fahrzeugen und 50 Kräften aus und löschten den Brand. Die Ersterhebungen ergaben, dass das Feuer in der Wohnung des 47-Jährigen ausgebrochen war. Der 47-Jährige konnte sich noch selbst zu Nachbarn retten, welche die Rettungskette in Gang setzten.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste drei Bewohner mittels Drehleiter über den Balkon aus ihren Wohnungen gerettet werden. Zwei der drei Bewohner wurden nach der ärztlichen Versorgung als unverletzt entlassen, ein 35-Jähriger wurde im Landeskrankenhaus Graz-West stationär aufgenommen. Der 47-Jährige wurde in das Landeskrankenhaus Graz-Ost eingeliefert und befindet sich derzeit auf der Intensivstation.

Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest, die Brandursachenermittlung wird in den nächsten Tagen fortgesetzt.

Update der Feuerwehr:

Am heutigen Marienfeiertag (8. Dezember) kam es am Vormittag im Ortsteil Judendorf, Marktgemeinde Gratwein-Straßengel (Graz-Umgebung), zu einem Wohnhausbrand. Insgesamt 49 Feuerwehrmitglieder der Feuerwehren Judendorf-Straßengel, Gratwein und Eisbach-Rein (alle Gratwein-Straßengel), sowie die Teleskopmastbühne der Betriebsfeuerwehr Sappi Gratkorn und das Einsatzleitfahrzeug des Bereichsfeuerwehrverbandes standen bei der Brandbekämpfung mit 15 Fahrzeugen im Einsatz.

Beim Eintreffen der Feuerwehren befanden sich mehrere Personen im Wohnhaus, denen durch die Rauchausbreitung über das Stiegenhaus der Fluchtweg abgeschnitten wurde. Parallel zum Vortragen zweier Löschleitungen unter schwerem Atemschutz über das Stiegenhaus, konnten die Einsatzkräfte die Teleskopmastbühne in Stellung bringen. So gelang es, die wartenden und durch den Brandrauch gefährdeten Personen – auch über die Fenster – zu retten. Dichter Qualm und Hitze erschwerten das Vorrücken im Inneren bis zum Brandherd. Wie bei derartigen Einsätzen üblich, wurde das Brandgut, in diesem Fall aus einem Fenster im 1. OG, aus der Wohnung gebracht und die Umgebung mit Wärmebildkameras auf Glutnester untersucht. In sämtlichen Wohnungen wurde aufgrund der Rauchausbreitung Nachschau gehalten, ob sich noch Personen oder Tiere darin befanden. In der Folge erfolgte eine sorgfältige Druckbelüftung, die auf alle Wohnungen ihre Anwendung fand.

Fünf Verletzte

Insgesamt wurden neun Personen aus dem Gebäude gerettet, wobei eine Person über eine mehrteilige Steckleiter in Sicherheit gebracht werden musste. Fünf der geretteten Personen erlitten bei dem Brandgeschehen Verletzungen. Die meisten davon sind auf die Ausbreitung des giftigen Brandrauchs zurückzuführen. Das Rote Kreuz entsandte vier Rettungswägen, ein Notarztfahrzeug und das Kommandofahrzeug mit 15 Personen, die sich um fünf verletzte Personen kümmerten. Drei der Verletzten mussten im weiteren Verlauf in Krankenhäuser transportiert werden.

Die Polizeiinspektion Gratwein war mit mehreren Sektorstreifen im Einsatz, um vor Ort ihre Sicherheitsaufgaben wahrzunehmen und mit der Beweismittelsicherung zu beginnen.

Brandursachenermittlung aufgenommen

Die betroffene Wohnung ist dem Brandgeschehen zur Gänze zum Opfer gefallen. Der kriminaltechnische Dienst hat die Suche nach der Ursache aufgenommen. Die anderen geräumten Wohnungen konnten im Laufe des Tages wieder bezogen werden. Bürgermeister Harald Mulle war vor Ort und hätte im Bedarfsfall Ersatzwohnungen bereitstellen können.

Anders als sonst, müssen wir hier, wie auch schon zuvor beschrieben, bei den geretteten Personen die Zahl 9 eintragen und die Anzahl der Verletzten mit 5 angeben.

Die genaue Brandursache ist derzeit nicht bekannt und Gegenstand der Ermittlungen durch die Polizei. Die Kriminaltechniker haben noch während der Löscharbeiten ihre Ermittlungen aufgenommen.

Einsatzende um 13.00 Uhr.

Eingesetzte Kräfte, aus der Lageführung durch das ELF BFVGU:

FF Judendorf-Straßengel: TLFA 4000, RLFA 2000, HLF, MTFA, KDT; 21 Mitglieder

FF Gratwein: RLFA 2000; 5 Mitglieder

FF Eisbach-Rein: TLFA 3000, KLFA Pinzgauer, MTFA; 15 Mitglieder

BtF Sappi: TB37; 2 Mann

BFVGU Einsatzleitfahrzeug ELF; 4 Mann

BFVGU BR Bernhard Konrad, BFVGU ABI Hannes Koch 2 Mann

ÖRK Gratkorn und Übelbach: 4 RTW;

ÖRK mit 1 NAF und Kommando 15 Personen

Polizeiinspektion Gratwein mit zwei Sektorstreifen

Kriminaltechniker der Brandursachenermittlung

Quelle: LPD Steiermark, ÖA-Team FF Judendorf-Straßengel, Roman Hußnigg-Peukert, HBM, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit der FF Judendorf-Straßengel Katharina Kröll, Feuerwehrfrau,

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