Vorarlberg: Weichenstellung für wichtige Straßenbauprojekte

vonRedaktion Salzburg
JULI 22, 2022

Vorarlberg

LR Tittler: Fokus auf Verkehrsentlastung, Sicherheit und Betriebsgebieterschließung

Bregenz (VLK) – Auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung der Vorarlberger Landesregierung stand eine Reihe wichtiger Straßenbauprojekte, berichtet Landesrat Marco Tittler. Nach dem positiven Abschluss aller rechtlichen Abklärungen wurde der Baubeschluss für den Stadttunnel Feldkirch gefasst. Grünes Licht gibt es auch für den Umbau der Senderstraße (L41) beim Güterbahnhof Wolfurt samt Neubau eines Kreisverkehrs sowie für die Sanierungsarbeiten an der Müselbacher Straße (L25) in Langenegg. Außerdem wurde die Vergabe der Bauarbeiten zum Umbau des Engel-Kreisverkehrs in Lustenau fixiert. Landesrat Tittler begrüßt es, dass damit entscheidende Schritte zur Realisierung dieser Projekte gesetzt wurden: „Diese Maßnahmen sind aus verschiedenen Gründen von maßgeblicher Bedeutung – zur Verkehrsentlastung der Wohnbevölkerung, für die Entwicklung von Betriebsgebieten oder für die Verkehrssicherheit auf wichtigen Verbindungen.“

Mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs hat der Stadttunnel Feldkirch im März 2022 die letzte behördliche Hürde genommen, sodass der Bau des Haupttunnels in Angriff genommen werden kann. Die Landesregierung hat nun die Abteilung Straßenbau beauftragt, das Projekt zur Ausschreibung zu bringen. „Die Planungen dafür laufen schon seit längerem auf Hochtouren“, informiert Landesrat Tittler. Nach derzeitigem Projektzeitplan sei mit einer Ausschreibung der Bauarbeiten bis spätestens Anfang 2023 zu rechnen. Anvisierter Baubeginn für den Haupttunnel ist Anfang 2024. Die Gesamtfertigstellung hat laut UVP-Bescheid bis 2030 zu erfolgen. Die Vorbereitungen kommen indes plangemäß voran. Einen ersten großen Meilenstein markierte die Fertigstellung des Erkundungsstollens Altstadt im April dieses Jahres. Seit März wird die Baustelle für den zweiten Erkundungsstollen in Tisis eingerichtet.

In Wolfurt und Lauterach entsteht im Bereich L41, L190 und A14 beim Güterbahnhof eines der größten Betriebsgebiete von Vorarlberg. Für eine bessere Anbindung an die Autobahn soll mittelfristig die Halbanschlussstelle Wolfurt/Lauterach zum Vollanschluss umgebaut werden. Kurzfristig planen das Land und die Marktgemeinde Wolfurt einen Umbau der Senderstraße (L41) auf einer Länge von 800 Metern von der L190 bis zur ÖBB-Unterführung, dies auch im Zusammenhang mit der Erschließung des angrenzenden Betriebsgebietes Hohe Brücke. Geplant ist, in diesem Abschnitt der L41 eine durchgehende Linksabbiegespur zu errichten. Weiters wird an der Kreuzung L41/Bahnhofzufahrt/Zuppingerstraße ein Kreisverkehr und an der Kreuzung L41/Konrad-Doppelmayr-Straße eine Signalanlage neu gebaut. Außerdem wird das Geh- und Radwegenetz wesentlich erweitert und verbessert.

Der Engel-Kreisverkehr ist einer der verkehrsstärksten Knotenpunkte in Lustenau. Zwei Landesstraßen (L203 und L204) sowie zwei Gemeindestraßen treffen hier aufeinander. Ziel ist es, die Sicherheit im und um den Kreisverkehr vor allem für RadfahrerInnen und FußgängerInnen zu erhöhen. Ergänzend dazu sind auch Maßnahmen an der L204 beim Zollamt Au und die Errichtung eines Minikreisverkehrs an der Kreuzung der L44/Reihenaustraße. Die Bauarbeiten sind heuer von Mitte August bis Ende November geplant.

Ein Felssturz hat im November 2017 die Fahrbahn der Müselbacher Straße (L25) in Langenegg zerstört. Zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Straße und zu ihrer Stabilisierung ist vorgesehen, in dem abgerutschten Abschnitt den Hang wiederaufzubauen und sämtlich Fahrbahn- und Hangwässer zu sammeln und kontrolliert abzuleiten. Die Straße soll wie im Bestand in gleicher Lage, Breite und Höhe wiederhergestellt werden.

Quelle: Land Vorarlberg

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