WKW: Rauchfangkehrer bringen nicht nur Sicherheit und Glück

vonOTS
DEZEMBER 10, 2021

Foto: Florian Wieser

Rauchfangkehrer bringen Spendenpaket zu den Bewohnern des Caritas- Betreuungszentrums Gruft

Wien (OTS) - Zum Jahreswechsel werden Rauchfangkehrer-Figuren gerne als Glückssymbol verschenkt. Heuer nahmen die Wiener Rauchfangkehrer diese Tradition zum Anlass, bei jenen, die vielleicht nicht ganz so viel Glück gehabt haben, einen Besuch abzustatten und Glückwünsche und Spenden – Schlafsäcke, Isomatten und Decken – ins Caritas-Betreuungszentrum Gruft zu bringen.

Schon seit einigen Jahren unterstützen die Wiener Rauchfangkehrer auch die Caritas-und Krone Aktion „Ein Funken Wärme“. Dadurch erhalten jedes Jahr Menschen in Not Unterstützung, wenn sie sich ihre Heiz- und Energiekosten nicht mehr leisten können. „Heuer wollen wir in dem für uns möglichen Ausmaß auch etwas für die Menschen tun, die kein festes Dach über dem Kopf haben“, begründet der Innungsmeister der Rauchfangkehrer in der Wirtschaftskammer Wien, KommRat Christian Leiner, dieses Engagement.

Ein – lebensrettendes – Glück, wenn Rauchfangkehrer rechtzeitig den Kamin reinigten

Warum die Rauchfangkehrer überhaupt als Glücksbringer gelten, zeigt ein Blick in die Geschichte dieses Berufsstandes. Im Mittelalter gab es strengste Bestrafungen für den Hausbesitzer, wenn der Rußbelag im Rauchfang zu brennen begann. Diese Feuer brannten oft nicht nur das Haus nieder, sondern ganze Straßenzüge. Es war daher ein großes Glück, wenn rechtzeitig ein Rauchfangkehrer durch die Gasse ging und den Kamin vom – brandgefährlichen – Ruß reinigte. Die Feuerstelle oder der Ofen funktionierte wieder und die Brandgefahr war gebannt. Aber damals gab es noch keine vorgeschriebene, regelmäßige Reinigung der Kamine und Rauchfänge. Doch dann im Jahr 1432 verordnete die Stadt Wien endlich, dass Feuerstätten als vorbeugender Brandschutz überprüft werden müssen. Die Rauchfangkehrer selbst wurden erstmals 1447 in den Wiener Stadtbüchern erwähnt.

Quelle: OTS

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