Österreich: Verstärkte Kontrollen zeigen Wirkung - Konstanter Rückgang bei illegaler Migration

vonRedaktion International
MÄRZ 21, 2026

© Symbolbild, Bundesministerium für Inneres

Heuer schon 16 Planquadrate auf Wiener Bahnhöfen – rund 150 Identitätsfeststellungen und zwei Festnahmen bei Schwerpunktaktion auf Wiener Bahnhöfen

Innenminister Gerhard Karner und Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan verschafften sich am 20. März 2026 während eines fremdenpolizeilichen Planquadrats am Meidlinger Bahnhof in Wien ein Bild von der Arbeit der Polizistinnen und Polizisten.

An der Schwerpunktaktion waren über 35 Beamtinnen und Beamte beteiligt, darunter Kräfte der Fremdenpolizei, des Stadtpolizeikommandos Meidling, des Stadtpolizeikommandos Rudolfsheim-Fünfhaus sowie der Polizeischule. Ziel war eine umfassende fremdenpolizeiliche Kontrolle im Bereich des Meidlinger Bahnhofs.

„Fremdenpolizeiliche Planquadrate wie dieses finden regelmäßig in ganz Österreich statt. Dabei arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten der Fremdenpolizei, des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl, der Bereitschaftseinheiten sowie Streifenpolizistinnen und Streifenpolizisten Hand in Hand, um die illegale Migration gegen Null zu drängen“, erklärte Innenminister Karner.

Durch verstärkte Kontrollen und konsequente Abschiebungen ist die Zahl der Aufgriffe illegaler Migrantinnen und Migranten in den vergangenen drei Jahren deutlich zurückgegangen. Besonders sichtbar ist diese Entwicklung im Burgenland: Während in der Kalenderwoche 11 des Jahres 2023 noch über 240 Personen aufgegriffen wurden, waren es im selben Zeitraum des laufenden Jahres nur mehr 13.

"Der Kampf gegen illegale Migration ist zentral. Kämpfen bedeutet vor allem, drauf zu bleiben und die illegale Migration konsequent weiter gegen Null zu drängen", sagte Karner.

Bilanz der Schwerpunktaktion

Der hohe polizeiliche Kontrolldruck an den Wiener Bahnhöfen spiegelt sich deutlich in der Einsatzbilanz wider. Die Beamtinnen und Beamten führten insgesamt rund 150 Identitätsfeststellungen und Fahndungsanfragen durch. Es kam zu zwei Festnahmen.

„Die Wiener Polizei setzt verstärkt Maßnahmen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Erhöhung des Kontrolldrucks an diesen stark frequentierten Örtlichkeiten. Durch gezielte Überprüfungen werden fremdenrechtliche Übertretungen konsequent wahrgenommen und entsprechend verfolgt“, betonte Dieter Csefan. „Gleichzeitig dienen diese Maßnahmen der Prävention strafbarer Handlungen. Durch eine sichtbare polizeiliche Präsenz und konsequentes Einschreiten sollen solche bereits im Vorfeld verhindert werden.“

Csefan ergänzte: „Darüber hinaus werden im Rahmen der Einsätze wichtige Erkenntnisse gewonnen, die als Grundlage für weiterführende fremdenpolizeiliche Maßnahmen herangezogen werden. Ein wesentliches Element ist zudem die verstärkte Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Organisationseinheiten der Polizei, um ein koordiniertes und effizientes Vorgehen sicherzustellen. Mit diesen Maßnahmen verfolgt die Wiener Polizei das klare Ziel, die Sicherheit in der Stadt weiter zu erhöhen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.“

Bereits Mitte Dezember des Vorjahres wurde das Grenzschutzkonzept weiterentwickelt. Der Fokus liegt seither stärker auf flexiblen Kontrollen im Grenzraum anstelle starrer Kontrollpunkte. Heuer fanden bereits 16 solcher fremdenpolizeilicher Schwerpunktkontrollen statt.

Derzeit stehen bundesweit rund 2.500 PUMA-Kräfte, also Beamtinnen und Beamte der fremd- und grenzpolizeilichen Einheit, im Einsatz. Diese speziell ausgebildeten Beamtinnen und Beamten übernehmen Aufgaben in der Bekämpfung illegaler Migration und grenzüberschreitender Kriminalität. Darüber hinaus wirken sie an internationalen Einsätzen mit, überprüfen den rechtmäßigen Aufenthalt von Fremden und bearbeiten Asylbegehren im Rahmen polizeilicher Aufgaben – auch bei Grenz- und Flughafenkontrollen.

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