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MÄRZ 27, 2026
Foto: © TU Wien
Matthias Heisler
Der Universitätsrat und der Senat bestätigen Rektor Schneider für die Periode 2027–2031
Jens Schneider wird als Rektor der Technischen Universität Wien in eine zweite Amtszeit gehen. Der Universitätsrat und der Senat haben den amtierenden Rektor im März 2026 wiedergewählt. Die neue Funktionsperiode beginnt am 1. Oktober 2027 und dauert vier Jahre bis zum 30. September 2031.
Gemäß Universitätsgesetz folgt die Wiederwahl eines Rektors einem vereinfachten Verfahren. Der Senat der TU Wien stimmte dem Antrag auf Wiederbestellung in seiner Sitzung am 16. März 2026 mit 22 von 26 Stimmen zu. Der Universitätsrat unter Vorsitz von Prof. Johanna Stachel (Universität Heidelberg) bestätigte diese Entscheidung einstimmig in seiner Sitzung am 26. März 2026.
Prof. Johanna Stachel, Universitätsratsvorsitzende: "Durch den fuTUre fit Prozess hat Rektor Schneider zusammen mit seinem Team einen umfangreichen Strategiefindungsprozess realisiert und die Implementierung der Maßnahmen hat begonnen, wird aber in jedem Fall eine weitere Amtsperiode benötigen, um in allen Bereichen der TU Wien zu greifen. Dazu wünschen wir ihm eine gute Hand.
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Prof. Bernhard Hofko, Senatsvorsitzender: „Der Abstimmung ging ein intensiver Austausch zwischen Senat und Rektor voraus. Das starke Votum im Senat fußt auf den Ergebnissen für die zukünftige Zusammenarbeit. Ich freue mich, das starke Momentum für die kommende Periode zu nutzen, um die TUW gemeinsam weiterzuentwickeln.
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Seit seinem Amtsantritt im Oktober 2023 hat das Rektoratsteam der TU Wien die Universität mit klarer strategischer Orientierung, hoher Umsetzungskraft und starkem Gestaltungsanspruch vorangebracht. Die Erfolge sind messbar: Die Zahl der Studierenden wuchs um 6%, mit besonders starker internationaler Komponente (EU +27%, Drittstaaten +28%). Die Forschungserlöse stiegen zwischen 2023 und 2025 um 16% auf 136 Millionen Euro, die Anzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen wuchs um 5%.
Im Jahr 2024 wurde mit dem Start des partizipativen Strategieprozesses „fuTUre fit" eine starke Grundlage für die institutionelle Zukunft gelegt. Der Prozess – mit zehn Arbeitsgruppen und breiter Partizipation Studierender, Professor_innen und Mitarbeiter_innen – definierte acht strategische Ziele und erarbeitete gemeinsam die Vision für die kommenden Jahre:
TU Wien – where we dare to reason.
The creative urban tech university.
Unlimited.
Die Strategie setzt Akzente in der Stärkung der forschungsgeleiteten Lehre, für bessere Forschungsförderung, zum Ausbau des Startup- und Innovationsökosystems, zu Fortschritten bei Gleichstellung und Inklusion, bei internationalen Partnerschaften sowie zu wichtigen Umsetzungsschritten in der Digitalen Transformation und Campusentwicklung.
2025 setzte die Universität diesen Weg mit Nachdruck fort. Die fuTUre-fit-Strategie wurde institutionell verankert und mit konkreten Projekten breit wirksam gemacht. Neue Initiativen entstanden, z.B.: Stärkung des Startup-Ökosystems mit Spin-Off Factory, Noctua Science Ventures Fonds, Ausbau der TU Wien Foundation mit dem Lumina Fund (4 Mio. ? Zustiftung), Gender Equality Office, Inclusion TUnlimited, Academic AI on-premise, International Welcome Center, fuTUre fit-Projekt Cyclefit. Parallel wurden Nachhaltigkeitsziele definiert und bereits an deren Umsetzung gearbeitet, Community Relations ausgebaut und die internationale Sichtbarkeit der TU Wien deutlich erhöht.
Markante Meilensteine wurden auch in Personalentwicklung und Lehre gesetzt – mit neuen Standards, Prozessoptimierungen und erweiterten Unterstützungsangeboten (z.B. Student Support und Projekt 150+), was sich in steigender Prüfungsaktivität und Abschlusszahlen widerspiegelt. Die TU Wien konnte auch ihre Stellung als einer der attraktivsten Arbeitgeber Österreichs festigen.
Besondere Bedeutung hatte die Weiterentwicklung nationaler, europäischer und internationaler Sichtbarkeit und Kooperationen in TU Austria (mit den neuen assoziierten Partnern BOKU, JKU Linz, Universität Innsbruck seit Oktober 2025), Universitätsallianz EULiST (11 europäische Partner) und internationalen strategischen Partnern wie TU Berlin, Imperial College und University of Tokyo.
Zur Wiederwahl erklärt Rektor Jens Schneider: "Das Vertrauen der Universitätsangehörigen und Leitungsgremien erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und überträgt mir Verantwortung. Gemeinsam werden wir die Stärken der TU Wien – Exzellenz, Diversität und Teamgeist – an einem der attraktivsten Wissenschaftsstandorte Europas weiter ausbauen. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die Menschen. Mit der Vision 'TU Wien – where we dare to reason' konzentrieren wir uns auf unsere besonderen Stärken. Die Sieben T – Technik, Talent, Toleranz, Trust, Transparency, Team und Truth prägen unsere gemeinschaftliche Kultur und ermöglichen uns, die Universität im internationalen Wettbewerb gezielt weiterzuentwickeln. Dadurch erhöhen wir ihre Sichtbarkeit und festigen ihre Rolle als Motor für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in Österreich und Europa. Ich werde diese Entwicklung mit vollem Einsatz und Leidenschaft weiter vorantreiben.
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Die Wiederwahl Rektor Schneiders steht für Kontinuität, Verlässlichkeit und einen klaren Zukunftskurs. Auf Basis der fuTUre-fit-Strategie wird die TU Wien ihre Rolle als größte Technische Universität Österreichs und international sichtbarer Akteur gezielt ausbauen. Folgende strategische Ziele stehen im Mittelpunkt:
Infrastruktur und internationale Positionierung: Die TU Wien wird ihre Standorte und Infrastrukturen gezielt weiterentwickeln und zentrale Bauprojekte vorantreiben (insbesondere Neubau Physik Arsenal) und sich am Europa Campus Hainburg als europäischer Forschungsstandort etablieren. Die internationale Sichtbarkeit soll durch Spitzenberufungen, starke Forschungsallianzen, Aufbau Center for AI in Science & Engineering (CAISE) sowie Vienna AI mit der Universität Wien und Positionierung in strategischen Netzwerken wie TU Austria und der Universitätsallianz EULiST gestärkt werden. Und auch künftig muss die finanzielle Grundlage dafür in Verhandlungen mit den Ministerien gesichert werden. Denn Investitionen in Wissenschaft und Bildung zählen zu den wichtigsten Treibern wirtschaftlicher Entwicklung.
Forschung, Lehre und Digitale Transformation: Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der engen Verbindung von Forschung und Lehre. Studienprogramme werden modernisiert, internationale Angebote ausgebaut und neue Initiativen wie AI4All und Entrepreneur-ship4All vorangetrieben. Neue Doktoratsprogramme und Programme fördern das wissenschaftliche und das Innovations-Ökosystem Österreichs. Die digitale Transformation wird als strategische Priorität verankert – mit künstlicher Intelligenz wie Academic AI on-premise LLM, Fokus auf Datensouveränität, Cybersecurity und neuen Rollenprofilen für eine zukunftsfähige Daten- und IT-Struktur.
Entrepreneurship, Vielfalt und Nachhaltigkeit: Die Innovationskultur wird weiter gestärkt, neue Räume und Formate für Begegnung geschaffen. Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion werden noch stärker verankert. Nachhaltigkeit wird als Leitprinzip in Forschung, Lehre und Betrieb umgesetzt, während Entrepreneurship, Spin-offs, Start-ups und der Austausch mit Wirtschaft und Industrie und der Stadt Wien zusätzliche Impulse für Wissenstransfer und gesellschaftliche Wirkung entfalten.
Gemeinschaft und Wissenschaftskommunikation: Die TU Wien setzt auf ein starkes Wir-Gefühl: Gemeinsam sind wir TU Wien! Community, Absolvent_innen-Bindung, sichtbare Wissenschaftskommunikation und mehrsprachige Kommunikation sollen die Universität nach innen und außen noch kraftvoller positionieren, beispielsweise wird das „Q“ (Austrian Science Communication Center) gemeinsam mit der Uni Wien und der ÖAW 2027 mitten in Wien eröffnet.
Prof. Dr.-Ing. Jens Schneider ist seit 1. Oktober 2023 Rektor der Technischen Universität Wien und amtierender Präsident der TU Austria, der Allianz der drei Technischen Universitäten Österreichs in Wien, Graz und Leoben mit drei assoziierten Partneruniversitäten (JKU Linz, BOKU Wien, Uni Innsbruck). Nach seinem Studium und seiner Promotion im Bauingenieurwesen war er in Wissenschaft und Forschung tätig und bekleidete mehrere leitende Funktionen in der Wissenschaft und der Wirtschaft. Seine akademischen Schwerpunkte liegen in der Glasforschung und im konstruktiven Ingenieurbau. Als Rektor setzt er Impulse für die strategische Weiterentwicklung von Hochschulen im internationalen Kontext sowie für Entrepreneurship und Innovation und engagiert sich zugleich für Exzellenz in Forschung und Lehre, eine inklusive und vielfältige Universitätskultur sowie für eine enge Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Wiederwahl Jens Schneiders für eine zweite Amtsperiode steht für die konsequente Fortsetzung eines zukunftsorientierten Kurses, der die TU Wien strategisch schärft, institutionell stärkt und mit der klaren Vision – ‚TU Wien – where we dare to reason' – in die Zukunft führt.
Quelle: OTS