vonRedaktion Salzburg
AUGUST 24, 2026
Foto: Regionews / SiGi / Symbolbild
Monatelange Ermittlungen der Suchtgiftermittler des Bezirkspolizeikommandos Graz-Umgebung führten zur Ausforschung zahlreicher Tatverdächtiger. Drei Männer im Alter zwischen 18 und 27 Jahren stehen im Verdacht, große Mengen Cannabis und Kokain beschafft, in sogenannten "Bunkerwohnungen" gelagert und vor allem südlich von Graz verkauft zu haben. Auch zahlreiche Abnehmer wurden ausgeforscht.
Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Hinweise auf Suchtmittelgeschäfte in einem Park in Feldkirchen bei Graz im September 2025. Polizisten führten daraufhin gezielte Kontrollen durch und nahmen einen heute 21-jährigen türkischen Staatsangehörigen fest. Umfangreiche Folgeermittlungen führten schließlich zu einem 27-jährigen Österreicher sowie einem 18-jährigen Staatsangehörigen der Russischen Föderation.
Suchtmittel in "Bunkerwohnung"
Den Ermittlungen zufolge sollen die drei Männer zumindest 35 Kilogramm Cannabiskraut und 600 Gramm Kokain über ausländische Lieferquellen bezogen und anschließend südlich von Graz vertrieben haben. Als Verstecke dienten unter anderem sogenannte "Bunkerwohnungen" in Graz und Umgebung. Eine davon soll der 27-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung betrieben haben. Von Herbst 2025 bis zum Frühjahr 2026 kam es im Zuge der Ermittlungen zu mehreren Festnahmen und Sicherstellungen.
Weitere Verfahren anhängig
Die drei Hauptbeschuldigten wurden mittlerweile zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Auch eine schwere Körperverletzung im Zusammenhang mit dem Suchtgiftmilieu war Gegenstand des Gerichtsverfahrens. Zudem erklärte das Gericht 100.000 Euro für verfallen. Gegen zahlreiche im Zuge der polizeilichen Ermittlungen ausgeforschte Suchtmittelabnehmer stehen die Gerichtsverhandlungen noch bevor.
Quelle: LPD Steiermark