Österreich: Studie - Kassenpatienten warten bis zu 13-mal länger auf Facharzttermin (vs. Privat)

vonOTS
JÄNNER 21, 2026

Foto: AVERS Versicherungsmakler GmbH

Analyse von 3.182 Terminrückmeldungen zeigt Unterschied: Während im Kassensektor oft Monatsfristen gelten, liegt die Wartezeit privat in allen 14 Fachrichtungen unter zwei Wochen.

Nachdem eine Analyse von krankenversichern.at im September bereits die langen Wartezeiten im öffentlichen Gesundheitsbereich aufzeigte, liegt nun das datenbasierte Gegenstück für den privaten Sektor vor.

Die neue österreichweite Studie vervollständigt das Bild mit 1.591 neu evaluierten Wahlarzt-Terminen und offenbart eine massive Kluft zwischen den Systemen. Basis der Ergebnisse ist eine umfassende Erhebung zwischen Ende November 2025 und Mitte Jänner 2026.

Kassenarzt: bis zu 13-mal längere Wartezeit

Die Analyse der Terminverfügbarkeit zeigt signifikante Unterschiede zwischen den beiden Systemen:

Sebastian Arthofer, COO von krankenversichern.at, fasst die Entwicklung zusammen:
„Die Daten zeigen eine klare Zweiteilung der Geschwindigkeit. Das bewegt die Menschen: Für 7 von 10 ist die Vermeidung von Wartezeiten heute das Hauptmotiv für eine private Krankenversicherung.“

Fazit zur Versorgungslage

Mit dieser Erhebung schließt sich die Datenlücke zur Analyse vom September. Das Gesamtbild bestätigt nun quantitativ, was viele Versicherten im Alltag erleben: Der Zugang zu medizinischer Versorgung erfolgt in Österreich in zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Unsere Analyse schafft volle Transparenz: Während das öffentliche System mit Kapazitätsgrenzen kämpft, fungiert der Wahlarztsektor als Alternative für Patienten, resümiert Sebastian Arthofer, COO von krankenversichern.at.

Methodik der Studie

Die Ergebnisse basieren auf 1.591 standardisierten Mystery-Anfragen bei Wahlärzten in ganz Österreich (Erhebungszeitraum: 25.11.2025 – 16.01.2026, bereinigt um Urlaube). Abgefragt wurde stets der nächstmögliche Routine-Termin in 14 Fachrichtungen, gewichtet nach der Bevölkerungszahl der Bundesländer. Die statistische Auswertung erfolgte auf Basis des Medians, um Verzerrungen durch Ausreißer auszuschließen.

Hier geht es zum detaillierten Studiendesign & Methodik-Papier.

Weiterführende Daten:

Quelle: OTS

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