vonLauber Matthias
JÄNNER 22, 2026
Foto: Matthias Lauber
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OBERÖSTERREICH. In acht Ordensspitälern in Oberösterreich ist es am Donnerstag zu Protestmaßnahmen gekommen. Die Maßnahmen wurden bereits in Betriebsversammlungen im vergangenen Dezember angekündigt.
Im Mittelpunkt der Forderungen steht ein Inflationausgleich, sodass zumindest die Teuerung abgedeckt ist. Das aktuelle Angebot mit 3,3 Prozent ab 01. Juli 2027 würde laut Gewerkschaft einen Reallohnverlust bedeuten. Eine wesentliche Forderung ist auch die Arbeitszeitreduktion auf 35 Stunden pro Woche - gestaffelt bis 2030, nicht aufeinmal - für die es bisher kein Angebot der Geschäftsführung gegeben habe. Besonders hervorgehoben wurde auch die Forderung einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um Stammpersonal zu halten. Wenn Personal fehlt, würden Betten immer wieder gesperrt, Operationen verschoben und weniger Zeit für die Einzelbetreuung überbleiben, heißt es.
An den Streikmaßnahmen beteiligten sich nicht alle Ordensspitäler. Das Krankenhaus Barmherzigen Brüder Linz beispielsweise habe man sich gegen einen Streik entschieden, wie es heißt.
"Bei der Forderung einer Arbeitszeitreduktion auf eine 35 Stundenwoche werden wir jedes Jahr vertröstet, dass die Bedingungen verbessert werden. Im Endeffekt blieb es dann immer bei 40 Stunden. Hier hat sich also seit 1975 - sprich seit über 50 Jahren - nichts geändert."
Gewerkschaftsvertreter, im Gespräch
"Nach vier Verhandlungsrunden ohne Entgegenkommen haben wir als Beschäftigte das Gefühl, dass unsere Situation nicht ernst genug genommen wird. Deshalb sehen wir uns gezwungen, Druck aufzubauen - schweren Herzens. Er richtet sich nicht gegen Patientinnen und Patienten, sondern soll die Zukunft der Pflege- und Krankenhausberufe sichern. Streik ist unser letztes Mittel - nicht unser Ziel."
Streikinformation für Patientinnen und Patienten, Flyer
Quelle: www.laumat.at