Tirol: Starke Nachfrage bei Erziehungsberatung

vonRedaktion Salzburg
AUGUST 23, 2026

Tirol

Kostenlose und niederschwellige Unterstützung für Familien

Wenn es in der Familie zu Konflikten kommt, Eltern bei der Erziehung vor Herausforderungen stehen oder sich Veränderungen im Familienalltag ergeben, kann professionelle Unterstützung entlasten und neue Perspektiven eröffnen. Die Erziehungsberatung des Landes Tirol bietet Familien eine kostenlose und niederschwellige Anlaufstelle. Wie stark das Angebot angenommen wird, zeigt die Entwicklung der Beratungszahlen: Im Jahr 2025 wurden insgesamt 8.121 Beratungen durchgeführt – deutlich mehr als im Jahr davor. 2024 waren es 5.716 Beratungen. Damit ist die Zahl der Beratungen innerhalb eines Jahres um rund 40 Prozent gestiegen.

„Familien stehen im Alltag immer wieder vor Herausforderungen, bei denen es guttut, Unterstützung an der Seite zu haben. Die Erziehungsberatung bietet hier eine unkomplizierte und vertrauliche Anlaufstelle. Gerade wenn Konflikte oder Unsicherheiten entstehen, kann eine frühzeitige Beratung dabei helfen, gemeinsam Lösungen zu finden und neue Perspektiven zu entwickeln“, betont LRin Eva Pawlata.

Unterstützung in vielen Lebenssituationen

Die Erziehungsberatung richtet sich an Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien und unterstützt bei unterschiedlichsten Fragen und Herausforderungen des Familienlebens. Dabei geht es etwa um die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern oder unter Geschwistern, die kindliche Entwicklung oder den Umgang mit starken Emotionen wie Angst, Wut und Trauer. Auch bei Fragen rund um das Setzen und Respektieren von Grenzen sowie bei psychischen Belastungen stehen die MitarbeiterInnen beratend zur Seite.

Unterstützung bietet die Erziehungsberatung auch bei Veränderungen im Familienleben – etwa bei der Geburt eines weiteren Kindes, in der Trotzphase oder Pubertät, bei der Eingewöhnung in Kinderkrippe oder Kindergarten, beim Schuleintritt oder Lehrbeginn. Auch familiäre Veränderungen wie Trennung oder Scheidung, ein Wohnortwechsel oder das Zusammenwachsen von Patchwork-Familien können Themen in der Beratung sein.

Im Erstgespräch werden gemeinsam mögliche Lösungswege erarbeitet. Je nach Bedarf sind weitere Gespräche möglich. Das Angebot richtet sich auch an Fachpersonen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Kostenlos, vertraulich und wohnortnah

Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und kann auf Wunsch auch anonym in Anspruch genommen werden. Mit zehn Beratungsstellen ist die Erziehungsberatung in allen Bezirken Tirols vertreten – in den Bezirkshauptorten Innsbruck, Landeck, Kufstein, Lienz, Imst, Reutte, Kitzbühel und Schwaz sowie in Brixlegg und Telfs. Insgesamt sind 16 PsychotherapeutInnen, PsychologInnen und ErziehungswissenschaftlerInnen in der Erziehungsberatung tätig.

Auf Anfrage besuchen die MitarbeiterInnen der Erziehungsberatung auch Kinderkrippen und Kindergärten, um Eltern im Rahmen von Sprechstunden direkt vor Ort zu beraten. Darüber hinaus sind Beratungen per Telefon oder Videotelefonie möglich. Termine können online über die Buchungsplattform termin.tirol.gv.at, direkt über die Website der Erziehungsberatung oder über die Land Tirol App vereinbart werden.

„Niemand muss mit familiären Herausforderungen alleine bleiben. Oft kann bereits ein Beratungsgespräch dabei helfen, eine Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten und konkrete nächste Schritte zu finden“, ermutigt LRin Eva Pawlata.

Erziehungsberatung und Elternberatung

Die Erziehungsberatung des Landes Tirol unterstützt bei Fragen rund um Erziehung und kindliche Entwicklung – insbesondere dann, wenn Unsicherheiten oder Belastungen im Familienalltag auftreten. Ergänzend dazu gibt es die Elternberatung des Landes Tirol, bei der gesundheitliche Themen im Vordergrund stehen. Sie richtet sich an werdende und frischgebackene Eltern und begleitet Familien in den ersten Lebensjahren des Kindes – etwa bei Fragen zu medizinischer Vorsorge, Ernährung oder motorischer Entwicklung.

Quelle: Land Tirol

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