Wien: Stadt Wien - Presse- und Informationsdienst feiert Jubiläum: 50 Jahre MA 53

vonRedaktion Salzburg
NOVEMBER 23, 2023

Wien

Der Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien steuert und koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Wien – seit dem 23. November 1973 als eigene Magistratsabteilung 53.

Bürgermeister Michael Ludwig gratuliert zum Jubiläum: „Der Presse- und Informationsdienst hat sich als zentraler Dreh- und Angelpunkt der Stadtkommunikation über ein halbes Jahrhundert beständig weiterentwickelt und ist dabei stets auf vielfältige Weise im Dialog mit den Wienerinnen und Wienern geblieben. Gerade in einer Zeit zunehmender Falschinformationen ist es umso wichtiger, mit hoher Glaubwürdigkeit zeitgemäß zu informieren. Wie umfassend und professionell das gelingen kann, das hat der PID nicht zuletzt bei der Bewältigung der Coronakrise bewiesen. Von daher danke ich allen PID-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern für ihre Arbeit und wünsche ihnen auch weiterhin alles Gute!“„Der PID als Kommunikations- und Mediendrehscheibe der Stadt Wien hat sich genauso wie die Stadt selbst weiterentwickelt und das Bild von Wien als funktionierende und lebenswerte Weltstadt nach außen mitgeprägt – jüngst mit der Entwicklung des neuen Markenauftritts der Stadt Wien. Es gibt keine Nachricht über Wien, kein Event oder kein kommunales Service, das nicht von der Medienarbeit des PID begleitet wurde“, so Medienstadtrat Peter Hanke anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Abteilung. „Zum PID gehört die Krisenkommunikation und damit das berichten über Tragödien wie dem Großbrand im Gerngross in den 1980er-Jahren oder zuletzt 2020 der Terroranschlag in der Innenstadt ebenso wie das Feiern von Welt-Events die in Wien stattgefunden haben wie der Life Ball im Rathaus, die Fußball-EM 2008 oder der Eurovision Song Contest 2015 bis hin zum Feiern der Erfolge der Stadt in den Lebensqualitäts-Rankings – unter dem Motto ‚Besser als Wien wird’s nimmer‘“, ergänzt Martin Schipany, Leiter des Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien.Bis zur Ausgliederung unter dem damaligen Bürgermeister Leopold Gratz war der PID Teil der Magistratsdirektion und direkt dem Bürgermeister und dem Magistratsdirektor unterstellt. Im Presse- und Informationsdienst wurden 1967 alle magistratischen Dienststellen zusammengefasst, die sich mit Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt hatten – darunter die Pressestelle der Stadt, der Bilderdienst, ein Sonderreferat der Stadtbaudirektion und Einrichtungen des Kulturamts und das Angebot der „Rundfahrten Neues Wien“.Ein Kernstück des PID, die „Rathauskorrespondenz“, hat sogar eine noch längere Geschichte: Der weltweit älteste noch erscheinende kommunale Nachrichtendienst wurde 1861 als Korrespondenz Gall gegründet. Seit 1900 erscheinen die Politik- und Chronik-Meldungen aus dem Rathaus als „Rathaus-Korrespondenz“. Das Service der RK ist kostenlos unter www.wien.gv.at/rk abrufbar, außerdem produziert die Redaktion den täglichen MEIN WIEN heute Newsletter, der als Abo unter www.wien.gv.at/meinwienheute bezogen werden kann.Im Laufe seiner 50-jährigen Geschichte wurde die MA 53 – Presse und Informationsdienst von hunderten Mitarbeiter*innen sowie seinen Abteilungsleitern entscheidend mitgeprägt. Als erster PID-Chef übernahm der vormalige Leiter der Pressestelle, Professor Wilhelm Adametz, die Leitung der neuen Magistratsabteilung 53. 1974 wurde Professor Alois Brunnthaler neuer Leiter, 1982 folgte ihm sein Stellvertreter Robert Prosel nach. Unter den ersten drei Chefs begleitete die noch junge MA 53 die Dezentralisierung der Stadtverwaltung ebenso wie den Bau der Donauinsel und der UNO-City.1984 wurde Hofrat Fred Vavrousek PID-Abteilungsleiter und sollte sie die nächsten 28 Jahre bis zu seiner Pensionierung 2011 grundlegend prägen. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Eingliederung des Übersetzungsdienstes, die Dezentralisierung der Öffentlichkeitsarbeit, Events wie der Life Ball im Rathaus 1993 oder das erste Film Festival am Rathausplatz 1991. Ein weiteres Großevent, das medial vom PID begleitet wurde, war die Fußball-EM in Österreich 2008 mit dem Final-Spiel in Wien.Vavrouseks Nachfolger, Oliver Stribl, hatte im Mai 2015 mit dem Eurovision Song Contest in der Wiener Stadthalle abermals ein Großevent zu betreuen. Im selben Jahr war auch die Krisenkommunikations-Kompetenz des PID bei der Flüchtlingsbewegung im September gefragt.2016 übernahm Paul Weis die Abteilungsleitung der MA 53, in dessen Amtszeit ein Rekord bei der Landtags-Berichterstattung purzelte. Als Protest gegen den Beschluss der Baurechtsnovelle veranstaltete eine Oppositionspartei einen 29-Stunden-Redemarathon. Es sollte die wohl längste Landtagssitzung in der 2. Republik werden. Die Sitzung begann am Freitag um 9.00 Uhr und endete erst am Samstag um 13.31 Uhr mit „Zu Wort ist niemand mehr gemeldet.“ – nachzulesen in der RK-Berichterstattung zur Landtagssitzung.Seit 2019 leitet Martin Schipany die MA 53 und setzte unter anderem ein neues Erscheinungsbild mit einem einheitlichen Marken-Konzept und neuer Schriftart für die Stadt Wien um. In weiterer Folge wurden große Teilbereiche der Stadtkommunikation neu ausgerichtet. Mit der Mediendiskursstudie Wien erhebt die Stadt Wien regelmäßig Themeninteressen, Mediennutzung und Informationsverhalten der Wiener*innen und richtet danach die Kampagnen- und Mediaplanung aus. Konzeptiv wurde die „Wiener Medieninitiative“ mitentwickelt, die seit November 2019 über die Wirtschaftsagentur Wien als Medienförderung für qualitativ hochwertige Journalismusprojekte den Medienstandort belebt. Während der Krisenkommunikation im Zuge der Corona-Pandemie wurden darüber hinaus die redaktionellen Leistungen für die Stadtmedien direkt in die Stadtredaktion geholt, um die Effektivität, Flexibilität und Effizienz weiter zu steigern, die Digitalisierung der Stadtmedien vorangetrieben und der Stadt Wien Vorteilsclub im Wege der stadt wien marketing gmbH neu ausgerichtet. Seit 2021 wird zudem ein eigener Jahresbericht der Stadtkommunikation online publiziert, um im Sinne der Transparenz und Nachvollziehbarkeit sämtliche Schaltungen und Medienkooperationen zu allen Informationsschwerpunkten und Kampagnen auszuweisen, unabhängig davon ob sie meldepflichtig sind oder nicht.

Quelle: Stadt Wien

Mehr Nachrichten aus

Wien