Österreich: Sport machen und Strom tanken?

vonOTS
MAI 08, 2026

Foto: ©ASVÖ/AVB 2026

Was auf den ersten Blick verwundert, hat auf den zweiten durchaus Sinn. 90 Prozent der Sportvereine in Österreich liegen im ländlichen Raum. Sie haben in der Regel Parkplätze vor dem Clubhaus. Was wäre, so die »Big Idea«, wenn man hier – in der Zeit, in der man ein paar Bälle schlägt oder dem Junior beim Wettkampf zuschaut – Strom tanken, sprich den Akku seines Elektroautos aufladen könnte? So jedenfalls die Überlegungen des Allgemeinen Sportverbandes Österreich (ASVÖ) vor gut einem Jahr. Heute ist das Projekt, »ASVÖ e-Power« genannt, so gut wie in trockenen Tüchern, ist die einhundertste (!) »Stromtankstelle« beim Skiklub Sölden in Tirol installiert und an die Betreiber übergeben.

»Ein Sportdachverband«, so ASVÖ-Präsident Peter Reichl, »muss seinen Mitgliedsvereinen Angebote machen!« Dass es am Ende die richtigen und rundum wasserdichten Angebote sind, dafür hat dann der Generalsekretär des Verbandes, Wilhelm Blecha, gesorgt. Immerhin sind für das Projekt »ASVÖ e-Power« einige Hard- und Software-Player an einen gemeinsamen Tisch zu bringen. »Wir haben gemeinsam mit den anderen Dachverbänden«, so Blecha, »auch beim Minister Peter Hanke – bekanntlich zuständig für Innovation, Mobilität und Infrastruktur – offene Türen vorgefunden. Der Minister ist mehr wie angetan und hat für die Zukunft entsprechende Fördermittel in Aussicht gestellt.«

Dass die Zukunft »mehr Strom und weniger Öl« heißt, hat einmal mehr auch die Fachtagung »Wiener Motorensymposium« Ende April bestätigt. Und wir hätten die jüngste Krise am Golf nicht gebraucht, um drastisch vor Augen geführt zu bekommen, was Abhängigkeit bedeutet. In letzter Konsequenz geht es aber, neben den nach wie vor Nummer-eins-Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit, um unser aller Gesundheit. Und spätestens hier sind wir wiederum beim Sport: 2,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher besuchen regelmäßig die rund 15.000 Sportvereine im Land. Und sie machen das vorrangig aus gesundheitlichen Gründen. Und Gesundheit, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist »ein dynamisches Zusammenspiel aus körperlichem, psychischem und sozialem Wohlbefinden.« Sie setzt auf ein ganzheitliches Verständnis, betont Prävention sowie gesellschaftliche Verantwortung! Aus gutem Grund schreibt daher der Gesetzgeber in das Sportfördergesetz, dass sich diese 15.000 Sportvereine mit dem weit über 25-Prozent-Anteil an der Gesamtbevölkerung um Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit kümmern mögen.

Dass Sportvereine mit dem Betreiben von »Stromtankstellen« – rechtlich abgesichert – eine weitere Einnahmemöglichkeit bekommen können, darf zu guter Letzt hier auch Erwähnung finden. »Diese auch ökonomisch interessante Maßnahme«, so der ASVÖ-Tirol-Präsident Hubert Piegger, »ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir als Sportdachverband gemeinsam mit unseren Vereinen umwelttechnologisch auf der Höhe der Zeit sind«.


Der Allgemeine Sportverband Österreich (ASVÖ) – Wir machen Sport!

Der ASVÖ vertritt österreichweit seit 1949 überparteilich, unabhängig und nachhaltig die Interessen von 5.544 Vereinen mit rund 1.000.000 Mitgliedern in mehr als 120 Sportarten und sichert damit die Grundlagen für starken Breiten- und Gesundheitssport sowie erfolgreichen Spitzensport in Österreich. Der ASVÖ unterstützt Vereine im Sportbetrieb und bei der Erhaltung von Sportanlagen, organisiert Lehrgänge, Wettkämpfe und Fortbildungen und entwickelt Programme zur Gesundheitsförderung. Mit gezielten Förderungen stärkt der ASVÖ die Basis des Sports und ermöglicht es dadurch Menschen in ganz Österreich, quer durch alle Alters- und Leistungsstufen, ihre persönliche Leidenschaft und Sportbegeisterung zu leben. www.asvoe.at


Quelle: OTS

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