vonRedaktion Salzburg
JULI 22, 2026
© NLK Burchhart
LH Mikl-Leitner: Bewusster Umgang mit digitalen Medien stärkt Konzentration, Gemeinschaft und Lebensqualität
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begrüßte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte des BG/BRG Neunkirchen im Landhaus in St. Pölten. Die Jugendlichen hatten im vergangenen Schuljahr am Projekt „Handyfreie Zeit“ teilgenommen und wurden als Anerkennung für ihr Engagement zu einer Führung durch das Regierungsviertel eingeladen.
Das Projekt wurde von Direktor Andreas Ruhs initiiert und durch die ORF-Dokumentation „21 Tage ohne Smartphone“ inspiriert. Mehr als 50 Schülerinnen und Schüler sowie einzelne Lehrkräfte stellten sich dabei der Herausforderung, für eine Woche oder sogar bis zu den Herbstferien vollständig auf ihr Smartphone beziehungsweise auf soziale Netzwerke zu verzichten. Ziel war es, Erfahrungen mit einem bewussteren Umgang mit digitalen Medien zu sammeln und neue Freiräume für persönliche Begegnungen, Konzentration und Freizeitaktivitäten zu schaffen.
„Die Digitalisierung bringt viele Chancen mit sich, gleichzeitig braucht es aber auch einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Gerade junge Menschen sind heute permanent mit Informationen, Nachrichten und sozialen Netzwerken konfrontiert. Umso wichtiger ist es, bewusst Zeiten zu schaffen, in denen das Smartphone in den Hintergrund rückt und echte Begegnungen, Bewegung oder konzentriertes Lernen wieder mehr Raum bekommen“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Sie gratulierte den Schülerinnen und Schülern sowie den beteiligten Lehrkräften zu ihrem Durchhaltevermögen und ihrem Mut, sich auf dieses Experiment einzulassen: „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass bewusster Verzicht möglich ist und oft sogar neue Freiheiten eröffnet. Wer lernt, digitale Medien gezielt zu nutzen, stärkt seine Selbstständigkeit, seine Konzentrationsfähigkeit und seine sozialen Kompetenzen.“ Mikl-Leitner verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung von Medienkompetenz. Neben den Chancen von Social Media müssten junge Menschen auch lernen, mit Risiken wie Desinformation, Fake News oder permanentem digitalem Druck umzugehen. „Wir brauchen eine gute Balance zwischen digitaler Vernetzung und persönlichen Kontakten. Social Media kann vieles erleichtern, das persönliche Gespräch und das Miteinander aber nicht ersetzen“, so die Landeshauptfrau.
Direktor Andreas Ruhs zeigte sich mit dem Verlauf des Projekts sehr zufrieden. Die positiven Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten bestätigt, dass bewusst gesetzte handyfreie Zeiten den Schulalltag bereichern können. Aufgrund der erfolgreichen Umsetzung soll das Projekt auch im Schuljahr 2026/27 erneut durchgeführt werden.
Quelle: Land Niederösterreich