Säugling misshandelt und schwerverletzt

vonRedaktion International
NOVEMBER 13, 2022

Polizeiauto - Symbolbild

Am 11. November 2022, gegen 16:00 Uhr, erlangte die Polizei durch das Landesklinikum Tulln Kenntnis über eine vermutliche Kindesmisshandlung zum Nachteil eines ein Monat alten Säuglings durch dessen Eltern.

Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass das Kind vermutlich durch äußere Gewalteinwirkung unter anderem Frakturen beider Unterschenkel und eine Gehirnblutung erlitten hat. Aufgrund des lebensbedrohlichen Zustandes des Säuglings wurde dieser mit dem Rettungshubschrauber in das AKH Wien geflogen, wo er seitdem auf der neurologischen Intensivstation behandelt wird. Sein Gesundheitszustand ist derzeit stabil. Weitere schwere Dauerfolgen können aktuell nicht beurteilt bzw. ausgeschlossen werden.

Die Amtshandlung wurde vom Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Leib/Leben übernommen. Der 21-jährige Kindesvater aus dem Bezirk Tulln gab bei seiner Einvernahme an, dass er beim Hantieren mit dem Säugling zu forsch agierte.

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete die Einlieferung des 21-Jährigen in die Justizanstalt St. Pölten an. Der Tatverdacht gegen die 20-jährige Kindesmutter erhärtete sich vorerst nicht, weshalb durch die Staatsanwaltschaft die Anzeige auf freiem Fuß verfügt wurde.

Die Obsorge des Kindes wurde den Eltern durch die Bezirkshauptmannschaft Tulln entzogen.

Quelle: LPD Niederösterreich