vonRedaktion Salzburg
MAI 06, 2026
© NLK Pfeffer
LH Mikl-Leitner: „Kulturelle Nahversorgung auf höchstem Niveau in ganz Niederösterreich“
Im Wiener Palais Niederösterreich wurde am gestrigen Montagabend das Programm für das Theaterfest 2026 präsentiert: 22 Produktionen an 19 Spielorten in allen Landesteilen – darunter sechs Produktionen an fünf Standorten beim Theater for Kids – machen Niederösterreich im kommenden Sommer erneut zur Bühne. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte gleich zu Beginn: „Kultur ist kein Luxus und kein Selbstzweck, sondern ein wesentlicher Teil unserer Identität und unseres Wertefundaments. Das Kulturland Niederösterreich steht für Weltoffenheit, Vielfalt, Professionalität und Qualität.“
Der Weg dorthin habe vor rund 40 Jahren begonnen, als man mit der Entscheidung für eine eigene Landeshauptstadt kulturpolitisch aus dem Schatten Wiens trat. St. Pölten fungierte dabei von Beginn an als Motor für alle Regionen. „Der Erfolg des Kunst- und Kulturlandes Niederösterreich ist das Ergebnis intensiver Arbeit, einer klaren Strategie und konsequenter Investitionen“, so die Landeshauptfrau. Sie verwies auf Leuchttürme wie Grafenegg und die Kunstmeile Krems, aber auch auf aktuelle Impulse wie das sanierte Stadttheater Wiener Neustadt, das europaweit einzigartige KinderKunstLabor, die wiedereröffnete Synagoge St. Pölten sowie den neuen Rudolf Buchbinder Saal in Grafenegg, der in Kürze eröffnet werde.
Besonders hob Mikl-Leitner die kulturelle Vielfalt Niederösterreichs hervor: „Bei uns ist Kunst und Kultur an allen Ecken und Enden spürbar – von der Hochkultur bis zur Breitenkultur, genreübergreifend.“ In diesem Zusammenhang komme dem Theaterfest Niederösterreich eine zentrale Rolle zu, betonte sie. „Die Künstlerinnen und Künstler sind die kulturellen Nahversorger und bringen Kunst und Kultur direkt vor Ort zu den Menschen.“ Sie dankte den Kulturschaffenden für ihr Engagement und bekräftigte: „Investitionen in diesen Bereich sind kein Kann, sondern ein Muss.“ Denn gerade in herausfordernden Zeiten komme der Kultur eine besondere Bedeutung zu: „Sie regt dazu an, hinzuschauen, zu reflektieren und nachzudenken, sie gibt Kraft und bringt zum Lachen.“
Neben ihrer gesellschaftlichen Bedeutung ist Kultur aber auch ein zentraler Wirtschafts- und Tourismusmotor, hob die Landeshauptfrau abschließend hervor: „225.000 Besucherinnen und Besucher zählt das Theaterfest Niederösterreich jährlich, über drei Millionen Menschen kommen insgesamt jedes Jahr zu unseren Kulturveranstaltungen und Ausstellungen. Wir sprechen hier von einer Gesamtwertschöpfung von 1,35 Milliarden Euro und von mehr als 30.000 Arbeitsplätzen.“
Kristina Sprenger, Obfrau und Intendantin der Festspiele Berndorf, sagte: „Das Theaterfest Niederösterreich steht für Sommertheater auf höchstem Niveau, für höchste Professionalität, viel Leidenschaft und Freude.“ Theater schaffe einen Perspektivenwechsel, ein Eintauchen in andere Lebensrealitäten – „das tut in diesen Zeiten besonders gut“, so Sprenger. Heuer habe man in der Theaterfestfamilie auch einiges zu feiern, verriet die Obfrau außerdem: „Intendant Alexander Hauer hat seine 25. Saison in Melk, die Sommerfestspiele Melk selbst sind im 66. Festspielsommer. Sein 50. Jubiläum feiert der Intendant der Sommerspiele Perchtoldsdorf, Alexander Kubelka, und der Märchensommer Niederösterreich feiert heuer sein 20. Jubiläum.“
Alle Infos zum Theaterfest Niederösterreich, das von 3. Juni bis 30. August 2026 läuft, online auf www.theaterfest-noe.at
Quelle: Land Niederösterreich