vonOTS
SEPTEMBER 07, 2026
Foto: Josef Bollwein
Foto: Josef Bollwein
Foto: Josef Bollwein
Foto: Josef Bollwein
Foto: Josef Bollwein
Am 17. September 2026 findet am Glanzstoff-Areal die Kunstwerkpräsentation im Beisein des Künstlers Martin Walde, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Cornelius Grupp statt.
Jahrzehntelang prägten die weithin sichtbaren Türme der Glanzstoff-Fabrik die Silhouette des Industrieviertels von St. Pölten. Seit 2017 werden diese Wahrzeichen zu Orten der Kunst mit Brigitte Kowanz´ nachts leuchtendem „Fountain“ und seit heuer auch mit Martin Waldes „Luftlinie“.
Die beiden ehemaligen Wassertürme gehören zum Areal der 1906 gegründeten und 2008 geschlossenen Glanzstoff-Fabrik. Heute stehen Teile des Areals unter Denkmalschutz, die historische Konerei ist Veranstaltungs- und Kulturstandort. Konerei oder Spulerei bezeichnet einen Produktionsbereich der Textilindustrie, in dem Fäden oder Garne auf konische Spulen aufgewickelt werden, bevor die Weiterverarbeitung beginnen kann.
Mit seiner „Luftlinie“ erinnert der Künstler Martin Walde an die hier ehemals produzierten Fäden. Zugleich ist die Linie als eines der Grundthemen der bildenden Kunst eines der zentralen Motive seines OEuvres. Seit mehr als vier Jahrzehnten verbindet Martin Walde experimentelle Forschungen mit Skulpturen und Installationen. Eine Konstante seiner Werke ist die Linie im Raum, in figurativer oder abstrakter Form. Dabei entsteht die Linie jeweils aus unterschiedlichen, inhaltlichen Fragestellungen, manchmal als zentraler Inhalt, manchmal als funktional-spielerisches Element.
Die St. Pöltner „Luftlinie“ folgt keinem Zweck, hat keine praktische Funktion. Man mag an einen Vogel denken, der den Turm umkreist. Oder an eine Gedankenlinie, die den Turm erkundet. Unser Blick wechselt permanent zwischen dem Kunstwerk, der Linie und dem Bauwerk hin und her. Die „Luftlinie“ fordert uns zu einem neuen Blick auf das Industriedenkmal heraus. Walde: „Es ist ein Spiel mit historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst. Und dieses Spiel ist diese Linie.“
Mehr Informationen zum Künstler auf www.martinwalde.at
Text: Sabine B. Vogel
Quelle: OTS