Fügen, Bez. Schwaz: Lawinenabgang am Sidanjoch

vonRedaktion Salzburg
MÄRZ 10, 2024

Lawine - Symbolbild
© lapon pinta, shutterstock.com

Am 10. März 2024, gegen 12:40 Uhr kam es im Bereich Sidanjoch im Gemeindegebiet von Fügenberg zu einer spontanen Gleitschneelawine. Laut noch weiter unterhalb des Lawinenkegels befindlichen Zeugen wurde eine Person von der Lawine erfasst und mitgerissen. Diese Person löste seinen Lawinen-Airbag aus. Der Zeuge setzte einen Notruf ab und begann mit seinen Begleitern in Richtung des Lawinenkegels aufzusteigen. Noch bevor die Rettungskräfte eintrafen, konnten die Zeugen sehen, wie der mitgerissene Tourengeher von zwei weiteren Tourengehern, welche augenscheinlich nicht zu dem Verschütteten gehörten, aus der Lawine befreit wurde. Im Anschluss stieg der Verschüttete sofort wieder in Richtung Sidanjoch auf.
Als der Zeuge und seine Begleiter den Lawinenkegel erreichten, suchten sie den Bereich mit LVS-Gerät ab. Sie konnten jedoch kein weiteres Signal empfangen, was der Leitstelle mitgeteilt wurde. Auf Grund des starken und böigen Windes war es den alarmierten Hubschraubern nicht möglich, im unmittelbaren Bereich der Lawine zu landen. Ein Aufstieg der Bergrettung und der Alpinpolizei wäre auf Grund der vorherrschenden Lawinensituation mit einem hohen Risiko behaftet gewesen. Da von den Zeugen von der Verschüttung bis hin zur Bergung alles beobachtet wurde und zusätzlich noch der Lawinenkegel abgesucht wurde, wurde vom Alpinpolizisten in Absprache mit der Bergrettung um 13:15 Uhr entschieden, die Suchaktion zu beenden.
Der kurz verschüttete Tourengeher konnte bisher nicht ausgemittelt werden.

Im Einsatz standen die Bergrettung Kaltenbach, zwei Lawinensuchhunde mit Hundeführer, zwei Notarzthubschrauber, der Polizeihubschrauber und die Alpinpolizei.

Bitte BEACHTEN sie:
Es darf in Erinnerung gerufen werden, dass bei derartigen Unfällen oder beinahe Unfällen, wie auch bei negativ Lawinen, von den Beteiligten eine telefonische Meldung via Notruf sehr wünschenswert wäre, um größere und unnötige Einsätze zu verhindern.

Quelle: LPD Tirol

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